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Caron ist der Rückhalt der Iserlohn Roosters

09.09.2012 | 19:16 Uhr
Caron ist der Rückhalt der Iserlohn Roosters
Roosters-Goalie Sebastien Caron ist „einer der besten Torhüter der Liga.“Foto: imago

Iserlohn.  Als Sebastien Caron im März Iserlohn verlässt, beginnt ein Sommer des Zitterns. Doch der Torwart kehrt zurück und ist zum Saisonstart in der DEL in Topform. „Er gibt uns in jedem Spiel die Chance zu gewinnen“, sagt Karsten Mende, Manager der Roosters, über den Schlussmann

Selbst sie, selbst die Fans der Iserlohn Roosters, die in die Eissporthalle am Seilersee pilgern, sobald irgendwer das Licht anknipst, raunen als seine rechte Hand wie aus dem Nichts empor schnellt - und den Puck fängt. Oder als sein Fuß zur Stelle ist, obwohl dieser Schuss so schier unhaltbar erschien. Diese sensationellen Reaktionen ihres Torwarts Sebastien Caron, sie faszinieren jedes Mal aufs Neue.

„Er gibt uns in jedem Spiel die Chance zu gewinnen“, sagt Karsten Mende, Manager der Roosters, über den Schlussmann. „Sebastien ist einer der besten, wenn nicht der beste Torwart der Liga“, erklärt er. Unüberhörbar klingt in seiner Stimme die Begeisterung und der Stolz mit, solch’ einen Mann im Iserlohner Dress präsentieren zu können. Immer noch präsentieren zu können, trifft es nach dem vergangenen Sommer wohl besser.

Carons Paraden sind fester Bestandteil

Als die Roosters im März in den Pre-Play-offs scheitern, beginnt für die Iserlohner in der Personalie Caron eine Zitterpartie. Obwohl er seinen Vertrag kurz zuvor bis zum Ende der Spielzeit 2013/14 verlängerte, fliegt Caron nach Amerika, um Tampa Bay Lightning in der amerikanischen Profi-Liga NHL in einer prekären Torwart-Situation zu helfen.

„Ich habe mich sehr für ihn gefreut“, erzählt Mende. Gleichwohl gehören in dieser Zeit Zweifel zur Tagesordnung. Große Zweifel sogar. Wird Caron zurückkehren? Wird er vielleicht einen viel besser dotierten Kontrakt in Übersee erhalten und um seine Freigabe bitten? „Er versprach mir, dass er sich meldet, sobald irgendetwas auch nur ansatzweise im Busch sein würde“, sagt Mende.

Sebastien Caron meldet sich. Regelmäßig. Doch im Busch ist nie etwas. Selbst als Rechte am Spieler vom NHL-Klub aus Tampa nach Nashville verkauft werden, kontaktiert der Torwart den Manager nur, um seine Rückkehr nach Iserlohn zu bestätigen.

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Als ob er Mendes Worte bestätigen müsste, bewahrt der 32-Jährige seine Mannschaft im Test gegen die Düsseldorfer EG immer wieder vor einem Rückstand, so dass am Ende der 1:0-Sieg auf der Anzeigetafel aufleuchtet. „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir unsere Spiele in dieser Saison 1:0 oder 2:1 gewinnen müssen“, erklärt Trainer Doug Mason später. Carons Paraden sind ebenso fester Bestandteil seines Plans wie eine kompakte Defensive, die dem Gegner möglichst wenig große Torchancen ermöglicht. „Schüsse von der blauen Linie sind für Sebastien eine der leichteren Aufgaben.“

Die eine oder andere Großtat wird der Torwart ab dem kommenden Freitag dennoch vollbringen müssen, wenn die Roosters mit der Partie bei der Düsseldorfer EG (19.30 Uhr) in die DEL-Saison starten. Er kann sich allerdings hundertprozentig darauf konzentrieren: Sein Sohn ist eingeschult, seiner Frau gefällt es in der neuen Heimat. „Sie wohnen downtown“, sagt Karsten Mende. Nicht irgendwo in Amerika, sondern in Iserlohn.

Falk Blesken


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