Beim IEC-Nachwuchs herrscht Aufbruchstimmung

Der Vorstand der Young Roosters.
Der Vorstand der Young Roosters.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die langjährigen Roosters-Profis Collin Danielsmeier und Christian Hommel in neuen Ämtern. Young Roosters und Profibereich sollen zusammenrücken.

Iserlohn.. Das „Wir leben Eishockey“-Motto hat die Agenda 2016 abgelöst. Beim Eishockey-Nachwuchs des Iserlohner EC herrscht Aufbruchstimmung, die intensive Arbeit soll forciert werden. Und dabei rücken zwei Personen besonders in den Fokus: die langjährigen Roosters-Profis Collin Danielsmeier und Christian Hommel.

Danielsmeier wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung als Nachfolger von Torsten Busch zum neuen 2. Vorsitzenden mit Hauptkompetenz im sportlichen Bereich gewählt, Hommel arbeitet schon seit längerem für die Jugend und wurde als Nachwuchskoordinator vorgestellt. Ebenfalls mit nur einer Gegenstimme und auch für weitere drei Jahre wurde Bernd Schnieder als 1. Vorsitzender (Schwerpunkt kaufmännischer Bereich) in seinem Amt bestätigt. Er geht in sein zehntes Jahr.

Großes Interesse der Mitglieder

103 der 210 Mitglieder wohnten der Versammlung bei, so groß war das Interesse schon lange nicht mehr. Schnieder konnte im Geschäftsbericht erneut ein leichtes Plus vorweisen. Die Einnahmen betrugen 536 917, die Ausgaben 530 688 Euro. Um rund 5000 Euro auf 93 000 Euro gingen Sponsoringeinnahmen zurück, wie Axel Müffeler in seinem Marketingbericht erwähnte. Die Ausgabenseite belastet vor allem die Eismiete, die durch Zuschüsse der Stadt und der Roosters abgefedert wird. Im Schnitt muss der Klub, so Schnieder, pro Woche 5000 Euro zahlen.

[kein Linktext vorhanden] Aber das Eis ist nun einmal die Existenzgrundlage. Und so wurde mehrfach die Notwendigkeit einer zweiten Eisfläche betont. Cheftrainer Klaus Schröder brachte es mit Blick auf das „5-Sterne-Konzept“ des DEB und einer Bewerbung für die höchste deutsche Nachwuchsliga DNL auf den Punkt: „Die geforderten Eiszeiten und Spiele am Samstagabend sind derzeit ein Ausschlusskriterium.“ Inzwischen prüft ein Kompetenzteam (Engelbert Himrich, Martin von Hagen, Lutz Tölle, Michael Weist, Frank Binz, Patrick Brunnert, Frank Bachmann) die Realisierbarkeit einer Eisfläche zwischen Halle und Sportplatz.

„Sind Blau-Weiß und tragen den Rooster auf der Brust“

„Wir haben viel zu wenig Eis“, machte auch Christian Hommel in seiner launigen Antrittsrede deutlich. Er, der in der Iserlohner Laufschule begann und in Iserlohn seine Karriere beendete, wird den Kontakt zwischen Young Roosters und Profibereich intensivieren, und sich besonders um die Perspektivspieler kümmern. Man habe im Rahmen der Möglichkeiten zwar das Maximum herausgeholt, und es gehe den Young Roosters auch ganz gut, „aber das ist nicht mehr genug. Wir wollen Iserlohn weiter nach vorne bringen und gleichwertig mit anderen Standorten sein mit dem Ziel, aus unserer eigenen Ausbildung auch Profit zu schlagen. Aber das dauert.“ Hommel, der am 1. August bei den Roosters eine Ausbildung (Kaufmann für Büromanagement) beginnt, streicht den Leistungssportgedanken heraus, will ein höheres Trainingsniveau, eine größere Leistungsdichte und eine hohe Identifikation der jungen Spieler mit dem Verein. „Man muss jedem klar machen, dass jeder Tag ein Genuss ist, aber auch harte Arbeit.“

Eishockey Leidenschaftlich appellierte Collin Danielsmeier, eine Roosters-Identität zu entwickeln. Jedes Kind soll stolz sein. „Wir sind Blau-Weiß und tragen den Rooster auf der Brust.“ Danielsmeier will sich für eine „topsportliche Ausbildung und charakterliche Schulung“ der Kids stark machen und ihnen eine so gute Ausbildung vermitteln, die es ihnen möglich macht, sich frei entscheiden zu können, ob sie Profis werden wollen. „Und Profi zu werden, ist so schlecht nicht. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.“Jedes einzelne Kind stehe dabei im Blickpunkt. Sein Modell sieht drei Stufen vor: Den Grundlagenbereich in den jüngsten Altersstufen, den Aufbaubereich und dann den Leistungssportbereich. Verbunden ist das mit einem umfangreichen, ebenfalls dreistufigen Zielekatalog, angefangen vom kurzfristigen Umbau des Kabinentraktes und dem Aufstieg in die DNL1 über den Bau einer zweiten Eisfläche, alles ausgerichtet auf die Perspektive, Spieler für die Roosters zu entwickeln.