Bei den Roosters "sieht jetzt langsam nach Eishockey aus"

Roosters-Trainer Jari Pasanen
Roosters-Trainer Jari Pasanen
Foto: Funke
Was wir bereits wissen
Jari Pasanen, Trainer der Iserlohn Roosters, ist zufrieden mit dem Aufwärtstrend seiner Mannschaft, aber es folgt ein kräftezehrendes Programm.

Iserlohn.. Die Spiele sind eng getaktet, und weil auch intensive Reisetätigkeit zum DEL-Alltag der Iserlohn Roosters gehört, sind die echten Regenerationsphasen derzeit knapp bemessen. Nach knapp siebenstündiger Busfahrt inklusive staubedingter Verzögerung war die Mannschaft am Sonntag gegen Mitternacht wieder daheim, und für den Montagvormittag hatte Trainer Jari Pasanen vor dem Eistraining ein intensives Videostudium des Schwenningen-Spiels angesetzt. Heimsieg

Die Vorarbeit dazu leistete er im Bus. Während die Spieler schliefen, sichtete er das Videomaterial vom 3:2-Erolg und schnitt die wichtigsten Sequenzen zusammen. „Sechs Stunden sind da schnell rum“, erläuterte der Coach. Immerhin bekam er recht Erfreuliches zu sehen. „Es war unser vierter Sieg aus den letzten fünf Spielen, der Trend stimmt also“, zeigte sich der Finne erleichtert, dass der Fehlstart allmählich aufgearbeitet wird. Er sieht deutliche Verbesserungen im Defensivverhalten ebenso wie im Aufbauspiel, bewertet das Überzahlspiel aber nach wie vor als ausbaufähig. „Auch das Forechecking war okay, es sieht alles jetzt langsam wieder nach Eishockey aus.“

Pasanen lobte die taktische Disziplin ebenso wie die mannschaftliche Geschlossenheit und bewertet beides als zentrale Erfolgsvoraussetzungen. Eine weitere wesentliche Komponente wird erst allmählich das Gesamtbild aufwerten, und das ist die Kraft. Nach dem Schwenningen-Spiel hatte der Coach eingeräumt, dass seine Mannschaft noch nicht die Kraft für 60 Minuten habe. Ein echtes Manko angesichts der noch sechs Spiele bis zum 30. Oktober? „Es ist ein Eiertanz. Wir müssen die Spiele als weitere Konditionseinheiten sehen und die Trainingsbelastung entsprechend anpassen.“ Die jüngste Leistungssteigerung stimmt ihn allerdings zuversichtlich, dass die Substanz ausreicht, um die Herausforderungen bis zur Länderspielpause zu meistern.

Deutlicher Steigerungsbedarf bei Ashton Rome

Sehr zufrieden zeigte sich Jari Pasanen mit den beiden ersten Einsätzen des schwedischen Verteidigers Johan Larsson. „Er bringt Stabilität, kann den Gegner kontrollieren und in der Position sicher spielen“, so der Trainer, der erleichtert ist, dass der Neuzugang dem Team auf Anhieb weiterhelfen konnte. Eishockey

Etwas Zeit scheint dazu noch Ashton Rome zu benötigen, der gegen München und in Schwenningen fehlte. Pasanen verwies auf drei Knieblessuren des Stürmers in der Vorbereitung. „Er hat Nachholbedarf und macht derzeit Extraschichten. Mal sehen, ob ich ihn schon am Mittwoch gegen Berlin bringe“, ergänzte der Coach und will nicht verhehlen, dass er von Rome mehr erwartet. „Er hat noch nicht ganz verstanden, was Roosters-Eishockey bedeutet.“

An diesem Dienstag steht das Spiel gegen die Berliner Eisbären im Fokus, das morgen um 19.30 Uhr am Seilersee beginnt. Das aktuelle Videomaterial vom Gegner hatte sich Jari Pasanen bei der Rückfahrt aus Schwenningen gleich mit vorgenommen, um seine Mannschaft optimal vorbereiten zu können.