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Balance-Akt für die Iserlohn Roosters

01.09.2010 | 11:57 Uhr
Balance-Akt für die Iserlohn Roosters
Danny Walker

Iserlohn.Die Iserlohn Roosters wollen offensives Eishockey bieten und zugleich ihre Defensive weiter stabilisieren. Am Freitag beginnt die Saison mit einem Spiel gegen die DEG Metro Stars.

Aktiv, aggressiv und körperbetont: So soll die Spielweise sein, mit der die Iserlohn Roosters in der am Freitag beginnenden Saison der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) den Gegnern Paroli bieten wollen. „Dieses echte Roosters-Hockey wird hier am Seilersee erwartet“, erläuterte Trainer Ulrich Liebsch vor dem Heim-Auftakt am Freitag (19.30 Uhr) gegen die DEG Metro Stars aus Düsseldorf.

Es ist für die Sauerländer ein schwieriger Balance-Akt auf glattem Parkett, die Offensive um das Top-Duo Robert Hock und Michael Wolf nicht ihrer Stärken zu berauben und gleichzeitig die Defensive weiter zu stabilisieren. Jahrelang stellten die Waldstädter ein Team, das nahezu die meisten Tore und Gegentreffer verbuchte. Doch schon in der letzten Spielzeit bemühte man sich erfolgreich, nicht mehr im Hurra-Stil ins Verderben zu rennen und klüger aus der Abwehr heraus zu agieren.

Für die neue Eiszeit glauben die Iserlohner, im Bereich der Torsicherung noch besser aufgestellt zu sein. Das fängt bei den Schlussleuten an. Coach Liebsch hat es bisher vermieden, sich auf eine Nummer eins festzulegen. Sinisa Martinovic sagte dem etablierten Danny aus den Birken den Kampf an und hielt bisher Wort. Dem erfahrenen Neuzugang vom Zweitligisten Bietigheim Steelers wird zugetraut, ein stärkerer Anwärter auf den Platz im Gehäuse zu sein als es in der Vorsaison der junge Sebastian Stefaniszin war, der mit der Konkurrenz-Situation nicht klarkam, durch Undiszipliniertheiten auffiel und sich sogar mit den Fans anlegte.

Die zuletzt zu dünn besetzte Verteidigung wurde quantitativ und qualitativ verstärkt. Jetzt stehen sieben Defensiv-Spezialisten zur Verfügung. Mit Lasse Kopitz kehrte ein bewährter DEL-Akteur von den nach der Insolvenz mittlerweile nicht mehr in der Eliteklasse vertretenen Frankfurt Lions an die Stätte seiner ersten Erfolge zurück. Ebenfalls in der Beletage der deutschen Puckjagd war bisher Prestin Ryan für die Adler Mannheim und den ERC Ingolstadt tätig, ehe er sich am letzten Donnerstag den Roosters anschloss. „Diese Option ergab sich für uns überraschend“, meinte Manager Karsten Mende. Wie ernst man den Handlungsbedarf in diesem Mannschaftsteil genommen hat, zeigt die Tatsache, dass Ryans kanadischer Landsmann David Walker, der bis gestern mit einem Probevertrag ausgestattet war, wieder die Heimreise antreten musste, weil er die Erwartungen nicht ganz erfüllte.

Darüber hinaus wurden die Kanadier Mark Ardelan und Adrian Veideman, der Amerikaner Jon Insana, Iserlohns DEL-Rekordler Collin Danielsmeier (424 Einsätze) und Stefan Langwieder, die in der Vorsaison zur Festigung der Abwehr beitrugen, an den Verein gebunden.

Jürgen Bühl

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