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NHL-Tarifstreit geht in die nächste Runde

15.08.2012 | 11:11 Uhr
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Im Ringen um einen neuen Tarifvertrag in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL hat die Spielergewerkschaft NHLPA den Klubbesitzern einen Gegenentwurf vorgelegt.

Toronto (SID) - Im Ringen um einen neuen Tarifvertrag in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL hat die Spielergewerkschaft NHLPA den Klubbesitzern einen Gegenentwurf vorgelegt. Dieser soll einen drohenden Ausschluss der Spieler durch die Vereine (Lockout) verhindern. Laut NHLPA-Chef Don Fear seien die Spieler bereit, in den nächsten drei Jahren Einbußen in Kauf zu nehmen, wenn die Klubbosse ihre Einnahmen mit finanziell angeschlagenen Vereinen teilen würden. Bis zum 15. September muss eine Einigung erfolgen, die Saison beginnt regulär am 11. Oktober.

"Die Spieler wollen so schnell wie möglich eine neue Tarifvereinbarung, aber diese muss fair für sie und angemessen für die Klubbesitzer sein", sagte Fear: "Wir sind uns sicher, dass der vorgelegte Gegenentwurf stabilisierend wirken kann." Die Ligavertreter fordern unter anderem, dass die Gewinnbeteiligung der Spieler von 57 Prozent auf 46 sinkt - trotz Rekordeinnahmen von 3,3 Milliarden Dollar in der vergangenen Saison.

Am Donnerstag soll es in Toronto zu neuen Gesprächen kommen. "Mir ist klar, dass wir nicht innerhalb von zwei Stunden einen Konsens finden werden", sagte NHL-Boss Gary Bettman: "Wir brauchen erst einmal ein wenig Zeit, um den Vorschlag zu bewerten, zu verstehen." Man werde sich dann auf ein weiteres Treffen vorbereiten.

Bereits in der Saison 1994/95 und 2004/05 hatten sich Liga und Spielergewerkschaft nicht auf einen Arbeitsvertrag einigen können. Beim ersten Lockout fiel nur ein Teil der Saison ins Wasser, 2004/05 wurde die gesamte Spielzeit abgesagt. Damals wechselten einige NHL-Stars nach Europa, um sich fit zu halten.

In der vergangenen Saison zwang ein Lockout in der Basketball-Profiliga NBA unter anderem Superstar Dirk Nowitzki zu einer Pause bis Weihnachten. Der Ausschluss trat zum 1. Juli in Kraft, weil sich die Klubvertreter und die Spielergewerkschaft NBPA nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen konnten. Die Anzahl der Spiele wurde von 82 auf 66 verringert.

sid

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