Nach 2:5 in Berlin - Die DEG erwartet ein Endspiel

Ken André Olimb erzielt in dieser Szene für die DEG das zwischenzeitliche 1:1 in Berlin.
Ken André Olimb erzielt in dieser Szene für die DEG das zwischenzeitliche 1:1 in Berlin.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Am Sonntag geht es für die Düsseldorfer gegen Schwenningen um den Einzug ins Play-off-Viertelfinale - bei einer Niederlage drohen die Pre-Play-offs.

Düsseldorf.. Das Bier musste im Kühlfach bleiben, das Warten auf den letzten Punkt zum endgültigen Einzug ins Viertelfinale geht in die Verlängerung. Die DEG-Eishockeycracks verloren am Freitagabend mit 2:5 (1:1, 1:2, 0:2) bei den Eisbären Berlin und müssen nun am Sonntagmittag (14.30 Uhr, Rather Dome, live in unserem Ticker) im letzten Hauptrundenspiel gegen den Tabellenletzten Schwenningen mindestens einen Zähler holen, um sicher den Umweg über die Pre-Play-offs zu vermeiden. Der Tabellensiebte Wolfsburg hat nach einem Sieg gegen Ligaprimus Mannheim nur noch drei Zähler Rückstand bei einem besseren Torverhältnis.

Mit viel Elan

Die Mannschaft von DEG-Cheftrainer Christof Kreutzer startete mit viel Elan in die Begegnung und übernahm dank einer frühen Strafzeit gegen die Berliner zunächst das Kommando auf dem Eis. Und sollten nur wenig später ihren liegengelassenen Torchancen nachtrauern. Nach nur 5:37 Spielminuten brachte Julian Talbot die Eisbären in Führung.

Den ersten Schuss parierte der zu Beginn der Partie zunächst unsicher wirkende, später jedoch auch häufig alleingelassene DEG-Schlussmann Lukas Lang noch, im Nachsetzen zappelte die kleine schwarze Hartgummischeibe dann doch in den Maschen.

Als alle Zuschauer gedanklich dann schon in der ersten Drittelpause waren, schlugen die Gäste dann doch noch zu. 19:59 Minuten waren gespielt, da legte Stephan Daschner mustergültig auf den vor dem Tor lauernden Ken André Olimb ab, der nur noch den Schläger hinhalten musste.

Den Auftakt in den mittleren Abschnitt verschliefen die Düsseldorfer dann jedoch. Ein Schlagschuss von „nur“ 91 Stundenkilometern durch Casey Borer segelte, in letzter Sekunde vom rot-gelben Verteidiger Drew Schiestel abgefälscht, in die Maschen des DEG-Gehäuses. Und nur 151 Sekunden später rief das quietscheentchen-gelbe Schnatterinchen vom alten DDR-Sandmann aus den Lautsprechern fröhlich „Ach, Du meine Nase“!

Davies Wenn die Eisbären ins Schwarze treffen, fahren die Fans in der Berliner Eishockey-Arena am Ostbahnhof schnurstracks in die Fernsehvergangenheit. Ratz und Rübe aus der ZDF-Rappelkiste quäken „Ene, mene, miste“. Dieses Mal stand Sven Ziegler mutterseelenallein vor dem Gehäuse und musste nur noch einschieben.

Doch die DEG hatte wie im ersten Drittel erneut eine Antwort parat. Rob Collins zirkelte einen sehenswerten Pass genau in den Lauf von Kapitän Daniel Kreutzer und der ließ sich bei seinem Alleingang nicht zweimal zum 3:2 bitten. Allerdings sollte sich im Schlussdrittel ein ähnliches Bild wie im zweiten Durchgang ergeben.

Fast unmittelbar nach Wieder-Bully stellten die Eisbären dank Matt Foy wieder auf einen Zwei-Tore-Vorsprung. Den sich die Hausherren auch nicht mehr nehmen ließen, sondern durch Petr Pohl gar noch auf 5:2 erhöhten. Was der DEG nun ein Endspiel beschert.