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Eishockey-WM 2014 wie geplant in Weißrussland

20.05.2012 | 13:33 Uhr

Trotz der kritischen Menschenrechtslage wird die Eishockey-WM 2014 wie geplant in Weißrussland stattfinden.

Helsinki (SID) - Trotz der kritischen Menschenrechtslage wird die Eishockey-WM 2014 wie geplant in Weißrussland stattfinden. Nach der Präsentation des WM-Konzepts beim Kongress des Weltverbandes IIHF in Helsinki habe es keine Diskussionen und schon gar keine Abstimmung über eine mögliche Verlegung der Titelkämpfe gegeben, berichtete DEB-Präsident Uwe Harnos.

"Jeder durfte seine Meinung sagen, aber ich war der einzige, der sich zu Wort gemeldet hat. Ich habe das gesagt, was ich auch schon vorher immer betont habe", sagte Harnos dem SID. Im Vorfeld hatte sich der Rechtanwalt zwar gegen eine Verlegung der WM ausgesprochen, aber auch gefordert, dass man "dort auch Klartext reden" sollte.

Bei seiner Eröffnungsrede zum Kongressauftakt hatte Weltverbands-Präsident René Fasel die Forderungen einiger Politiker nach einem Boykott der WM im osteuropäischen Land kritisiert. Ein Boykott spreche gegen die fundamentale Idee des Sports, sagte der Schweizer und warnte: "Wir sollten uns nicht als Marionetten der Politiker oder Aktivisten benutzen lassen. Sport kann und sollte auch kein Instrument der Politik sein."

Im deutschen Bundestag hatte sich fraktionsübergreifend Widerstand gegen die geplante Austragung der WM in zwei Jahren formiert. Das Regime von Präsident Alexander Lukaschenko sei "kein würdiger Gastgeber", heißt es beispielsweise in einem Antragsentwurf von SPD und Grünen. In dem Entwurf war die Bitte an den DEB formuliert, beim Kongress dafür zu plädieren, Weißrussland die WM zu entziehen.

Weißrusslands Präsident Lukaschenko steht wegen der gewalttätigen Niederschlagung von Protesten sowie der Inhaftierung zahlreicher Oppositionspolitiker international in der Kritik. Entsetzen hat die Hinrichtung zweier junger Männer ausgelöst, die in einem international kritisierten Verfahren als Urheber eines Anschlags auf die Minsker U-Bahn verurteilt worden waren.

sid

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