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Ehrhoff in Krefeld erster NHL-Rückkehrer

17.09.2012 | 15:57 Uhr
Ehrhoff in Krefeld erster NHL-Rückkehrer
Christian Erhoff wird nach Krefeld zurückkehren.Foto: imago

Krefeld/Mannheim  Während Christian Erhoff als erster deutscher Nationalspieler nach dem Lockout der NHL in die DEL zurückkehren wird, hofft Adler Mannheim auf die Verpflichtung eines NHL-Trios. Korbinian Holzer hingegen wird in Kanada bleiben.

Der erste NHL-Star ist im Anflug: Christian Ehrhoff wird als erster deutscher Nationalspieler nach dem Lockout in der nordamerikanischen Profiliga in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) zurückkehren. Am Montag hat der Aufsichtsrat des DEL-Klubs Krefeld Pinguine nach Informationen der Nachrichtenagentur dapd der Verpflichtung des 30-Jährigen von den Buffalo Sabres während des Lockouts in der NHL mithilfe von Sponsoren zugestimmt.

Etwa 20.000 Euro monatlich müssen die Krefelder für die Versicherung Ehrhoffs aufbringen. "Wir werden jetzt nach und nach unsere Sponsoren ansprechen. Einige haben schon signalisiert, das mitzutragen", sagte Pressesprecher Andre Schicks. Auch die Fans wollen Aktionen starten, um Geld für das Gastspiel des langjährigen Krefelders zu sammeln. Ehrhoffs Gehalt wird während des Lockouts in der NHL aus der Streikkasse bezahlt.

Mannheim hofft auf NHL-Trio

Der 77-malige Nationalspieler war bereits am Montag auf dem Weg nach Deutschland. Probleme bei der Integration des Zugangs dürften die Rheinländer nicht haben: Ehrhoff hält sich seit Jahren im Sommer beim Klub fit und hat bereits einen eigenen Platz in der Umkleidekabine. 2003 holte er mit Krefeld die deutsche Meisterschaft und wechselte dann in die NHL, zunächst zu den San Jose Sharks.

Auf Ehrhoff könnten weitere deutsche NHL-Stars folgen: Die Adler Mannheim erwarten noch in dieser Woche Klarheit über eine mögliche Verpflichtung von Dennis Seidenberg, Marcel Goc und Jochen Hecht. "Wir sind schon länger in Kontakt. Jetzt müssen wir Mittel und Wege finden, wer wann und wie kommen kann", sagte Pressesprecher Matthias Fries. Auch hier sind Versicherungsfragen sowie ein persönliches Salär Knackpunkt der Verhandlungen. Enge Bindungen haben alle drei noch an ihren alten Verein, vor allem Seidenberg und Hecht wollen sich wegen ihrer Familien in Übersee aber auch nicht voreilig auf den Weg nach Deutschland machen.

Holzer bleibt in Kanada

In Kanada bleiben wird indes Nationalspieler Korbinian Holzer. Der frühere Düsseldorfer muss auch während des Lockouts für das Farmteam seiner Toronto Maple Leafs antreten. Hoffnungen macht sich die DEG dagegen noch auf eine Rückkehr ihres ehemaligen Spielers Alexander Sulzer von den Buffalo Sabres. "Wir brauchen einen persönlichen Sponsor, um das zu finanzieren. Aus der Portokasse können wir das nicht bezahlen", sagte DEG-Manager Walter Köberle. Zudem gebe es in der Liga sicher auch noch andere Interessenten.

Begehrt ist in der DEL auch Marco Sturm von den Florida Panthers. Im dapd-Gespräch betonte er aber, noch einige Wochen abwarten zu wollen. Die Verpflichtung ausländischer NHL-Stars dürfte für die DEL-Klubs nicht nur wegen des Geldes, sondern auch wegen der begrenzten Ausländerplätze ein Traum bleiben. "Es wird keine 'Lex Lockout' geben. Wenn ein Spieler auch nur ein paar Spiele macht, dann ist die Lizenz weg", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. Neun Spieler mit ausländischem Pass dürfen die Teams pro Spiel einsetzen. Insgesamt können sie elf Lizenzen pro Saison verteilen.(dapd)



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