Düsseldorfer EG fordert die Eisbären Berlin gleich doppelt

Der Einsatz von Manuel Strodel (l.) gegen Berlin wackelt.
Der Einsatz von Manuel Strodel (l.) gegen Berlin wackelt.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Ein Hauch von Play-offs weht am Wochenende durch die Arenen wenn die DEG auf den aktuellen Spitzenreiter der DEL trifft. Und das direkt zwei Mal.

Düsseldorf.. Alle zwei Tage gegen ein und denselben Gegner, immer genau auf den Punkt fit sein, um in die nächste Runde einzuziehen. Jedes Team legt noch einmal eine Schippe drauf, krachende Checks und packende Zweikämpfe sind programmiert.

Am Wochenende bekommt die DEG gut eineinhalb Monate vor dem eigentlichen Start eine Kostprobe der Meisterschaftsrunde. Ein Hauch von Play-offs weht durch die Arenen. Die rot-gelben Eishockeycracks müssen am Freitag (19.30 Uhr, Stadion am Ostbahnhof) zunächst in Berlin antreten, am Sonntag (14.30 Uhr) gastieren die Eisbären dann im Rather Dome.

Das erste Ziel bleibt Platz sieben

„Es ist eine gute Probe. Es gilt, aus Fehlern schnell zu lernen und sich innerhalb von nur zwei Tagen eventuell umzustellen. Es ist schön, dass wir diese Gelegenheit gegen ein Topteam haben“, erklärt DEG-Cheftrainer Christof Kreutzer. Allerdings ist das doppelte Duell mit den Berlinern weitaus mehr als nur ein „Test“ für die Play-offs. Die Eisbären sind derzeit mit 72 Punkten Tabellenführer in der DEL. Die Rot-Gelben liegen als Rangdritter gerade einmal drei Punkte dahinter.

Spielbericht Doch wie schon in den vergangenen Wochen ist der Platz an der Sonne kein Thema für Christof Kreutzer. „Wir wollen das Duell bestmöglich bestreiten, dann gucken wir, was dabei herauskommt. Es hängt ja auch nicht nur von uns ab, wir haben es nicht selbst in der Hand“, so der Coach. Schließlich sind die Iserlohn Roosters noch zwischen den beiden Kontrahenten platziert – punktgleich mit der DEG mit einem um drei Treffer besseren Torverhältnis.

„Wir wollen konstant oben mitspielen, schielen aber nicht an die Spitze, sondern nach hinten. Die frühstmögliche Qualifizierung für die Play-offs bleibt das Ziel. Der erste Blick geht daher auf den Abstand zu Platz elf, der zweite zu Rang sieben“, erklärt Kreutzer. Was immerhin schon eine Steigerung darstellt, nachdem bislang immer nur von Rang zehn die Sprache war.

Berliner-Abwehr-Ass Bruno Gervais fällt aus

Gegen Berlin erwartet jedoch auch Assistenztrainer Tobias Abstreiter ein „schnelles aggressives Spiel mit intensiven Zweikämpfen. Die Eisbären haben ein sehr gutes Powerplay und viele technisch sehr gute Spieler.“ Allerdings fällt dem DEL-Rekordmeister das Abwehr-Ass Bruno Gervais für den Rest der Saison aus, der vor allem auch in Überzahl eine große Stütze des Teams war.

DEG Der Kanadier, mit 19 Punkten (acht Tore, elf Vorlagen) zweitbester EHC-Verteidiger, hat sich bei der 2:3-Niederlage am vergangenen Sonntag bei den Adler Mannheim nach einem unglücklichen Zusammenprall einen Kreuz- und Innenbandriss im linken Knie zugezogen.

Einsatz von Manuel Strodel wackelt

In den Spielen gegen Düsseldorf soll nun Stürmer Florian Busch, der in der Jugend oftmals als Defender aushalf, nach hinten rücken. Doch auch die DEG ist nicht sorgenfrei: Neben den Langzeitverletzten droht nun auch noch Angreifer Manuel Strodel erkrankt auszufallen. Für ihn steht jedoch Maximilian Kammerer in den Startlöchern.

Allerdings fehlt erneut auch Stürmer David Van der Gulik, dessen Leistenprobleme noch nicht gänzlich auskuriert sind. „Er bekommt jetzt noch eine Spritzenkur über 14 Tage. Es ist nicht schlimmer geworden, aber wir brauchen ihn hundertprozentig fit“, erklärt Coach Kreutzer.