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Warum DEG-Verteidiger Holland an seine Großeltern denkt

02.11.2009 | 20:30 Uhr
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Warum DEG-Verteidiger Holland an seine Großeltern denkt

Düsseldorf. Im Rhein-Derby gegen Köln löschte Jason Holland die "böse Null" aus seiner Bilanz. Im NRZ-Interview spricht der DEG-Verteidiger über seine Berufung in die deutsche Nationalmannschaft sowie seine Ziele mit den Metro Stars.

Ein bisschen zum Gruseln war Jason Hollands Bilanz zu Halloween schon. Kein Torerfolg, dazu eine „Minus 9” in der Plus-Minus-Wertung aus kassierten und erzielten Treffern bei eigener Eis-Anwesenheit. Doch ausgerechnet im Rhein-Derby gegen Köln schoss der neue DEG-Verteidiger, der für Buffalo, die LA Kings und die New York Islanders 82-mal in der NHL spielte, seine Grusel-Null zum Teufel.

Herr Holland, wie groß ist die Erleichterung über das erste Saisontor?

Jason Holland: Für jeden Spieler beginnt eine Saison erst dann schön zu werden, wenn man trifft. Es belastet einen im Hinterkopf, auch wenn man es gar nicht will. Dass ich vor über 12 000 Zuschauern getroffen habe, ist klasse. Die Fans haben uns eine gehörige Portion Extra-Energie verschafft.

Ihre Plus-Minus-Bilanz war vor dem Köln-Match die mieseste aller DEG-Cracks.

Will erst eine gute Saison mit der DEG spielen, bevor er sich auf Olympia in Vancouver konzentriert: Jason Holland. (Foto: Uwe Schaffmeister)

Holland: Dabei hatte ich nicht das Gefühl, so viele Fehler gemacht zu haben. Statistiken sagen einiges aus, aber nie die ganze Wahrheit über einen Spieler.

Bundestrainer Uwe Krupp sieht es ähnlich und hat Sie zum Deutschland-Cup eingeladen. Wie sehr sind die Olympischen Winterspiele in Vancouver im Februar für Sie im Visier?

Holland: Ganz ehrlich: Mein Ziel ist es derzeit mehr, mit der DEG eine gute Saison zu spielen. Trotzdem bin ich natürlich sehr geehrt, dass Uwe an mich gedacht hat.

Ihr erster und bislang letzter Auftritt in der Nationalmannschaft bei der WM 2007 in Halifax ging schief. Weil Sie, wie sich herausstellte, keine Spielberechtigung besaßen.

Holland: Das waren die vielleicht bittersten Momente meiner Eishockey-Karriere. Die ganze Vorbereitung, die große Freude, an einer Weltmeisterschaft teilnehmen zu dürfen, waren wegen eines Formfehlers für die Katz. Das hat mich hart getroffen. Auch, weil meine Eltern auf der Tribüne saßen und mich spielen sehen wollten.

Wieviel Deutschland steckt im gebürtigen Kanadier Jason Holland?

Holland: Ich bin bei meinen deutschstämmigen Großeltern aufgewachsen und habe als Junge viel über Deutschland gelernt. Ich fühle mich in Kanada und in Deutschland wohl. Wenn das nur meine Großeltern erlebt hätten, dass ich in der DEL und auch für die Nationalmannschaft auflaufe.

Michael Ryberg

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