Vierter Vertrag für Teilzeitspieler?
08.11.2007 | 19:23 Uhr 2007-11-08T19:23:00+0100Eishockey: DEG-Allrounder Henrik Hölscher ist wieder ohne Kontrakt. Abwehrsorgen sprechen für einen Verbleib an der Brehmstraße.
U-19-Nationalmannschaft mit Martin Hinterstocker in Kanada erfolglos
Bei der World Junior Hockey Challenge, einem Turnier für U-19-Nachwuchsteams in den westkanadischen Orten Trail und Nelson, hat die deutsche Nationalmannschaft mit DEG-Nachwuchsangreifer Martin Hinterstocker nicht viel zu bestellen. Gegen Russland verkaufte sich das Team von Bundestrainer Jeff Tomlinson beim 2:6 lange teuer. Bis kurz vor Ende des zweiten Drittels stand es 2:3. Ohne Chance waren die Adler-Träger im zweiten Match. Gegen eine Westkanada-Auswahl hieß es 2:7. Morgen steigt gegen Weißrussland das Spiel um Platz fünf. (miry)
Zwei Einmonatsverträge plus eine Woche Verlängerung haben Eishockey-Profi Henrik Hölscher bisher einen wackeligen Arbeitsplatz bei der DEG beschert. Wird es für den 35-jährigen Routinier, der mit den Rot-Gelben in der Jahren 1991 und 1992 die Deutsche Meisterschaft gefeiert hat, im Wochenrhythmus an der Brehmstraße weitergehen? „Ich muss mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Joachim Suhr drüber sprechen”, erklärte Trainer-Manager Lance Nethery gestern. Nachdem Hölschers Kontrakt endete am Dienstagabend nach der 1:2-Pokalniederlage gegen Augsburg zum dritten Mal binnen zwei Monaten. Bisher hat der gebürtige Düsseldorfer in allen 20 DEL-Spielen auf dem Eis gestanden. Meist in der Abwehr.Die weitere Zusammenarbeit dürfte eine Frage der Finanzen sein. Einer wie Allrounder Hölscher wird allerdings angesichts der weiterhin personell geschröpften Abwehr gebraucht. Darren van Impe fällt nach einem zu frühen Comeback gegen Krefeld erst einmal wieder aus. Der Kanadier verschlimmerte trotz eines Tapeverbandes im Schlittschuh seine Bänderdehnung im Fußgelenk und bekam eine zehn- bis 14-tägige Trainingspause verschrieben. Auch Nationalspieler Robert Dietrich ist nach seinem Fußknöchelbruch vom 21. September (2:3 in Krefeld) offenbar noch nicht fit für einen DEL-Einsatz. In der nächsten Woche will der 21-jährige Allgäuer wieder ins Training einsteigen. Dass Dietrich in den anstehenden Viererpack gegen Mannheim (16. November), in Berlin (18.), in Ingolstadt (20.) und gegen Wolfsburg (22.) eingreifen kann, gilt derzeit als unwahrscheinlich. Möglich ist dagegen ein schnelles Comeback von Marian Bazany. Der 32-jährige Routinier, einer der wenigen DEG-Cracks bisher, die eine konstant ordentliche Leistung abgeliefert hatten, zog sich gegen Augsburg am Dienstag eine Knieprellung zu. Genauer: Eine Knorpelkonfusion, bei der sich ein alter Meniskusschaden im rechten Knie schmerzhaft zurück gemeldet hat. „Nur” eine Woche Ruhepause machen einen Einsatz gegen Mannheim am Freitag möglich. Die strikte Pause für alle Cracks von heute bis Montagmorgen verschreibt sich Trainer-Manager Nethery übrigens auch selbst. „Ich habe seit Mitte Juni keinen freien Tag mehr genossen. Samstag und Sonntag werde auch ich mal Abstand vom Eishockey gewinnen”, versichert der Kanadier. Spielbeobachtungen beim Deutschland-Cup in Hannover fallen deshalb aus. Ein DEG-Crack ist ohnehin nicht im Kader von Bundestrainer Uwe Krupp. Heute wird Nethery mit Co-Trainer Mike Schmidt die Trainingspläne für die nächsten Tage ausarbeiten, um das Team wieder in die Erfolgsspur zu lenken. „Wichtig ist, dass alle wieder Eishockey spielen und nicht Eishockey denken. Der Druck steckt im Schläger”, sagt Nethery. Ab Montag wird darauf hingearbeitet, die Blockade aus dem Schläger zu treiben.
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