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Statistik-Panne - DEG-Kapitän Kreutzer verpasst 900. Spiel

16.01.2013 | 22:00 Uhr
Statistik-Panne - DEG-Kapitän Kreutzer verpasst 900. Spiel
DEG-Kapitän Kreutzer bestritt sein 900. DEL-Spiel ohne es zu wissen.Foto: Lars Heidrich

Düsseldorf.  DEG Kapitän Daniel Kreutzer ist um sein 900. DEL-Spiel gebracht worden - es war schon am 2. Weihnachtstag: Offizielle Statistiker hatten beim DEG-Kapitän gleich sechs Einsätze unterschlagen. Kreutzer sieht´s gelassen. Er peile ohnehin die Tausender-Marke an.

Es war ein Wintertag im Dezember 1996. Ein 17-jähriger dynamischer Raufbold betrat zum ersten Mal die große Bühne in der Deutschen Eishockey-Liga. Es war der für eine halbe Saison zurückgekehrte ehemalige Meister-Trainer Hans Zach, der Daniel Kreutzer damals aus dem Nachwuchs hochzog. Am 5. Dezember bei den Eisbären Berlin war es soweit. Mit der Trikotnummer 22, die heutige „23“ belegte damals Dieter Hegen, bestritt der Blondschopf sein Debüt.

Eines, welches aus zweierlei Gründen nicht in Vergessenheit geraten ist. Denn der rot-gelbe 4:3-Erfolg war nicht nur der Liga-Einstand des Jungspunds. Das Ergebnis wurde vier Tage später am grünen Tisch in einen 5:0-Sieg für die Eisbären ungewandelt. Der finnische DEG-Stürmer Mikko Mäkelä stand damals nicht auf dem Spielberichtsbogen, mischte aber mit.

Kreutzer traf bereits im ersten Heimspiel für die DEG

Das erste Heimspiel stieg dann am 7. Dezember. Beim 5:2-Erfolg über Kaufbeuren im alten Brehmstraße-Eisstadion vor 7112 Zuschauern markierte Kreutzer in der 18. Spielminute auch gleich seinen ersten DEL-Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0.

Erinnerungen, die bereits mehr als 16 Jahre zurückliegen. In diesen hat der heutige DEG-Kapitän mittlerweile 234 Tore geschossen und 456 Vorlagen gegeben. Mit diesen Zahlen steht das DEG-Eigengewächs in den ewigen Bestenlisten der Liga auf dem zweiten Rang. Nur geschlagen von Iserlohns Robert Hock (774 Punkte).

DEG
Die DEG ist in der DEL das Team der Stunde

Keine Mannschaft punktet aktuell so stark wie die Rot-Gelben – nach vier Siegen in Folge ist der Rückstand auf Platz zehn von 22 Punkten auf nur noch 13 Zähler geschmolzen. Um das große Ziel, Platz zehn zur Teilnahme an der ersten Play-off-Runde zu erreichen, sind aber noch 39 Punkte nötig.

Allerdings wird Kreutzer um eine große Auszeichung gebracht: Sein 900. DEL-Spiel! Nach einer vor der Saison ausgegebenen Statistik stünde der aktuell gesperrte Angreifer bei nun 897 Matches. Die Liga hat jedoch den Dienstleister für die Zahlenübersicht gewechselt – nicht erfasste Partien wurden entdeckt. So weißt die Nummer „23“ ohne weitere Spiele nun schon 903 Partien auf. Kreutzer hat sein 900. Spiel damit nicht bewusst bestritten. Immerhin eine Schallmauer, die außer ihm bisher nur sechs weitere DEL-Eishockeyspieler durchbrochen haben. Neben den Teamkollegen Niki Mondt (941) und Tino Boos (915) noch Rekordhalter Mirko Lüdemann (989), Sven Felski (925), Klaus Kathan (920) und Andreas Renz (912).

900. Kreutzer-Spiel endete am 2. Weihnachtstag 2:5 gegen Krefeld

„Ich werde sicher keinen Beschwerdebrief schreiben. Fehler können passieren. Natürlich ist die neunhundert eine große Zahl, auf die man stolz ist. Aber ich freue mich auch über eine Ehrung im neunhundertvierten Spiel. Außerdem habe ich ohnehin die tausend im Visier“, betont Daniel Kreutzer.

Am liebsten natürlich bei seinem Heimatverein. Die DEG weist jedoch noch immer ein finanzielles Loch von 2,4 Millionen Euro für den Etat der Spielzeit 2013/14 auf. Am 15. Februar müssen 100.000 Euro als Sicherheit für eine Spielabsicht hinterlegt werden. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass nur noch ein einzelner großer Gönner die Rot-Gelben retten wird. An ihrem Konzept, junge deutsche Spieler zu fördern, wollen die DEG-Verantwortlichen auch dann festhalten. „Entweder dieser Sponsor geht diesen Weg mit. Oder eben nicht. Die letzte Entscheidung fällen immer noch wir“, betont Manager Walter Köberle.

Eishockey
DEG feiert schon den vierten Sieg in Folge

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Wohl auch zur Freude von Daniel Kreutzer. Der das Ergebnis seines nun offiziellen 900. DEL-Einsatzes wohl lieber aus dem Kopf streichen würde. Denn es war die 2:5-Heimpleite im Derby gegen die Krefeld Pinguine am 26. Dezember. „Hätte ich das gewusst, vielleicht hätten wir dann ja gewonnen und schon eher unsere Siegesserie gestartet“, scherzt der Blondschopf. Dessen Team ist 2013 nach vier Spielen noch ungeschlagen.

Mareike Scheer



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