Schlafen, fahren, spielen, gewinnen
01.04.2009 | 22:00 Uhr 2009-04-01T22:00:00+0200Zweites Eishockey-Play-off-Halbfinale: Die DEG hofft per Kurztrip nach Hannover, sich den Matchball für das Sonntagsheimspiel sichern zu können. Carciola macht Tutschek den Platz in der dritten Reihe streitig.
Den Schlüsselsatz eines unterhaltsamen Eishockey-Dienstagabends holte DEG-Cheftrainer Harold Kreis erst kurz vor dem Nachhauseweg aus dem Ärmel: „Jetzt sind wir auch emotional in der Halbfinaserie angekommen.” Der im Schlussabschnitt voll verdiente 4:2-Heimerfolg über die Hannover Scorpions bewies, dass den als Vorrundenzweiter leicht favorisierten Schützlingen von Ex-DEG-Meistertrainer Hans Zach konzentriert, clever und mutig beizukommen ist.
Die Eindrücke werden noch frisch sein, wenn es heute (19.30 Uhr, Arena an der EXPO Plaza) im dritten Treffen um den möglichen Matchball für den Finaleinzug geht. Für die rot-gelben Cracks wird's ein Kurztrip werden. Mit dem Bus geht es heute Mittag an die Leine, nach dem Match direkt zurück an den Rhein.
„Die Übernachtung vor Ort vor dem ersten Spiel hat nicht viel gebracht”, sagt Coach Kreis. Heißt: Vielleicht sind seine Schützlinge ja wacher, wenn sie zuvor in ihren eigenen Betten geruht haben.
Apropos wach: Im Jubel um den zweifachen Torschützen Patrick Reimer ging fast unter, dass Kreis seine bisher nur „mitlaufende” dritte Reihe modifizierte. Im Schlussabschnitt ersetzte der auffällig engagierte Fabio Carciola den zuletzt oft blassen Bradley Tutschek. Gut möglich, dass der ehemalige Ingolstädter sein Startrecht an den gebürtigen Kasselaner verloren hat.
Ein Konter der
Flautenkönige
„Der Block muss mehr Potenzial aufbieten als bisher gesehen”, sagt Kreis. Heißt: Die Reihe muss gefährlicher werden. Mittelstürmer Ryan Ramsay ist seit 26 Partien gleich 1618:17 Spielminuten ohne Torjubel. Carciolas Erfolgsquote sieht noch dünner aus. Sein letzter Treffer ist bereits 2438:05 Spielminuten her. Macht 40 Flautenmatches!
Per 2-1-Konter hatten die Flautenkönige am Dienstagabend das 3:2 auf dem Stock. Carciola hämmerte in der 37. Minute das Objekt der Begierde allerdings an den linken Hannoveraner Torpfosten. Das Wohl und Wehe des Spielausgangs bleibt weiterhin an den Reihen eins und zwei kleben. Und an Keeper Storr. „Wir brauchen einen guten Jamie – so, wie er in den zweiten dreißig Minuten gehalten hat”, sagt Manager Lance Nethery. Dass beide Scorpions-Treffer auf den Helm den ehemaligen NHL-Kanadiers gingen, war gestern längst abgehakt.
Der Fokus liegt auf jenen Grundsätzen, die die DEG stark machen. „Wir müssen uns wieder genauso energisch ins Match kämpfen und unsere läuferischen Stärken ausspielen wie am Dienstag”, betont Torschütze Patrick Reimer. Cleverness spielt auch eine Rolle. Reimer: „Wir dürfen an der gegnerischen blauen Linie keine groben Fehler machen, sonst rollt das gute Konterspiel der Scorpions.”
13:02
Wenn Herr Kreis in der kommenden Saison in Düsseldorf bleibt, also seinen Vertrag erfüllt und ihn vielleicht sogar noch mal verlängert, dann finde ich das richtig gut.
10:54
Von der Strafbank wegbleiben, diszipliniert spielen und einfach aufs Tor schießen - dann gewinnt die DEG!