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Deutsche Eishockey Liga

Play offs vor den Play offs

15.03.2010 | 20:30 Uhr

Düsseldorf. Im morgigen Heimspiel gegen Hannover würde Trainer Harold Kreis auch gerne das Trikot anziehen.

DEG-Manager Lance Netherry riss sich Montag Mittag zusammen. Und machte, sicher ungewollt, ein wenig den Beckenbauer des Pucksports. „Geht einfach raus und gewinnt!“ schrieb der Kanadier seinen Kufenflitzern wörtlich ins  Stammbuch. Forderung und Wunsch sind Mittwoch (19.30 Uhr, Dome) gegen die Hannover Scorpions trifftig. Drei Spiele vor dem Vorrundenende laufen die DEG-Eishockey-Cracks ernsthaft Gefahr, ihre über weite Strecken der Saison gute Platzierung zu vergeigen. Und damit  dringend benötigte Zusatzeinnahmen durch Heimmatches.

Das Gastspiel der Niedersachsen darf man getrost ein Sechs-Punkte-Match nennen. Drei Zähler hat die DEG vor dem Sechstplatzierten Vorsprung. Aufgrund der deutlich besseren Tordifferenz wäre mit einem Sieg nach regulärer Spielzeit die direkte Play-off-Qualifikation gesichert. Im Falle eines Patzers allerdings zögen die Scorpions gleich.

Info
„Mensch, wir brauchen dich!“

Das letzte Vorrundenheimspiel der DEG in dieser Saison am kommenden Freitag (19.30 Uhr) im Dome wird vom Malteser Hilfsdienst begleitet.

Unter dem bundesweiten Motto „Mensch, wir brauchen dich!“  wirbt die Jahrhunderte alte Organisation um ehrenamtliche Helfer. Und für Fair Play. Nicht nur im Sport. Im Foyer des Domes werden Rettungswagen-Oldtimer, Flyer, eime große Video-Leinwand und Infostände auf das del-weite Projekt aufmerksam machen. In der Drittelpause gibt es ein Penaltyschießen mit Prominenten. Schiedsrichter wird DEG-Teamleiter Walter Köberle sein: „Im Sport lernt man, sich unter Regeln durchzusetzen und unterzuordnen. Wir sind der beste Partner für die Aktion.“

„Für mich ist das schon ein Play-off-Spiel“, betonte Manager Nethery, den die siebte Niederlage in elf Vergleichen mit den drei DEL-Schlusslichtern sichtlich wurmte. Trainer Harold Kreis ging verbal sogar weiter: „Ich würde sofort das Trikot überziehen und spielen, wenn ich jünger wäre. Für solch bristanten Matches übt man den Sport aus. Und es ist eine Anspannung da, die sich aus Zuversicht speist. Nicht aus Nervosität.“

Einen irgendwie aufgeregten Eindruck vermittelte auch niemand der Cracks nach der Schlappe in Kassel. Die meisten zogen Mütze und Kaputze tief ins Gesicht und marschierten eilig zum späten Abendessen. Leistung und Resultat eigneten sich kaum dazu, nach der Dusche prägnante Aussagen zu sprechen.

Mit dem Abstand einer Nacht sah auch Coach Kreis das 2:3 beim Schlusslicht kritischer: „Wir müssen mehr in der Offensivzone tun und vor allem mehr als nur zwei Überzahlsituationen herausholen.“

Gegen Hannover sind am Mittwoch wieder die DEG-Tugenden gefragt: Schnelligkeit, Laufbereitschaft, Puckbewegung, Abschlüsse vor des Gegners Tor.  Nur in zwei von zehn Matches zuletzt erzielte die DEG mehr als zwei Treffer. Vor allem dies sollte sich morgen verbessern. Sonst könnte nach dem Match der Play-off-Alarm ausgebrochen sein.

So sehen die finalen Programme der Play-off-Kandidaten hinter Spitzenreiter Berlin aus (bei Punktgleichheit entscheidet das Torverhältnis):

2. Wolfsburg (92 Punkte/183:148 Tore): H - Iserlohn, A - Hannover, A - Frankfurt.

3. DEG (90/174:136): H - Hannover, H - Straubing, A - Augsburg.

4. Frankfurt  (89/178:157): H - Kassel, A - Mannheim, H - Wolfsburg.

5. Nürnberg (88/147:152): Dienstag spielfrei, H - Ingolstadt, A - Hamburg.

6. Hannover (87/164:174): A - DEG, H - Wolfsburg, A - Ingolstadt.

7. Ingolstadt (86/200:176): H - Berlin, A - Nürnberg, H - Hannover.

8. Mannheim (81/170:168): H - Köln, H - Frankfurt, A - Iserlohn.

Michael Ryberg

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