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Klartext: Laufen die DEG-Spieler nun wieder schneller?

19.03.2010 | 05:00 Uhr

Zum Trainerwechsel beim achtmaligen Deutschen Eishockey-Meister, bei dem wieder Manager Lance Nethery an der Bande steht

Es gab kleine Zeichen, die die Gefahr für Trainer Harold Kreis in den vergangenen Tagen angedeutet hatten. Etwa, dass der sonst eher reisemuffelige Aufsichtsratsvorsitzende (und DEG-Oberchef) Joachim Suhr das Auswärtsspiel in Kassel am Sonntag besucht hatte. Möglich, dass Manager Nethery da schon über einen Impuls nachdachte, den er gestern gesetzt hat.

Die Trennung von Harold Kreis kam trotzdem unerwartet. Offenbar liegen die Nerven derzeit an der Brehmstraße blank. Die Mannschaft ruft seit Wochen kaum ihr Leistungspotenzial ab. Verspielt fröhlich die gute Play-off-Ausgangsposition. Und könnte dem Klub so wegen entgangener Heimspieleinnahmen eine Menge Geld kosten.

Bares, auf das die DEG offenbar dermaßen angewiesen ist, dass man sich zwei Spieltage (!) vor Beginn der Play offs zum Bankwechsel entschloss. Weil noch einmal Manager Nethery seine Gesundheit riskiert, kostet das der DEG wohl nichts.

Kreis fällt durch seinen Vertrag in Mannheim weich. Auch wenn sich für ihn die Trennung wie eine zweistellige Niederlage anfühlt.

Die Kardinalfrage ist eine andere: Werden die Spieler für Nethery mehr laufen als für Kreis? Der Manager ist schließlich bei den Cracks ob seiner steten, meist öffentlichen Brachialkritik alles andere als beliebt.

Nicht nur heute Abend wird sich zeigen, ob die Profis sich als solche verhalten. Ansonsten hätte die DEG, und vor allem Nethery, ein Riesenproblem.

Michael Ryberg

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