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Deutsche Eishockey-Liga

Im DEG-Etat fehlen noch 900 000 Euro

10.02.2012 | 17:18 Uhr
Im DEG-Etat fehlen noch 900 000 Euro

Düsseldorf.Der Überraschungsgast ist ausgeblieben. Eigentlich sollte auf der gestrigen Pressekonferenz DEG-Eishockeycrack Ben Gordon seine Unterschrift unter einen neuen Einjahresvertrag setzen. Aber die Verhandlungen mit dem Stürmer ziehen sich noch. „Ben will bleiben. Wir haben eine Zusage von ihm. Aber die Gespräche mit seinem Agenten gestalten sich schwierig“, betont der Sportliche Leiter Walter Köberle. Der Spielerberater von Gordon ist im übrigen der gleiche wie von Evan Kaufmann, der am Donnerstag seinen Abgang nach vier rot-gelben Jahren bestätigte (die NRZ berichtete exklusiv ).

Spieler der Woche

Neben dem Abgang und der noch fehlenden Unterschrift von Gordon gibt es am spielfreien Wochenende jedoch auch positive Schlagzeilen. „Wir haben zwei weitere Spieler unter Vertrag genommen. Die Namen geben wir auf Rücksicht der abgebenden Vereine jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt“, so Köberle. Neben Kapitän Kreutzer und Keeper Goepfert umfasst der Kader für die kommende Saison somit aktuell vier Spieler. Ein weiterer Akteur soll Eigengewächs Mathias Niederberger werden. Der Torsteher war vor der laufenden Spielzeit nach Kanada in die Ontario Hockey League zu Barrie Colt gewechselt. „Mathias will die Entwicklung in Nordamerika abwarten. Auch, ob er vielleicht gedraftet wird“, so Köberle. Der 19-Jährige wurde in der Vorwoche zum OHL-Spieler der Woche gewählt.

„Alle unter Vertrag stehenden neuen Spieler stehen mit vielen Emotionen für den Neustart der DEG als Familie. So, wie der Verein in der Stadt bekannt ist“, betont der Sportliche Leiter die zentralen Punkte in der Neuausrichtung. „Geld allein gewinnt nicht“, so Köberle weiter.

Ohne monetäre Mittel gibt's jedoch auch keine Zukunft. In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Rölfs­Partner sowie Boris Bartels von der Dreimarketing GmbH, die im Anschluss an die Neuplatzierung erfolgsorientiert bezahlt werden müssen, wurde daher ein sechsstufiges Sponsorenkonzept erarbeitet. Mit diesem wurde innerhalb der vergangenen sechs Wochen 1,4 Millionen Euro gesichert.

900 000 Euro fehlen noch, um einen gesicherten Gesamtetat über die anvisierten rund 4,5 Millionen Euro für die Saison 2012/13 auf die Beine zu stellen. Der Spieleretat (mindestens 2,5 Millionen Euro, die NRZ berichtete) ist in der unteren Hälfte der Liga angesiedelt. „Die DEG bastelt aber mit Sicherheit kein Team, das zur Schießbude der Liga wird“, so Arndt Rautenberg von Rölfs­Partner.

Dome-Abende als Event

Selbst für die höchsten Sponsoren-Kategorien sollen schon Firmen eingeordnet werden können. Die Arbeit an der Basis wird am Montag begonnen. „Eine Lawine ist losgetreten“, betont Bartels und fügt an: „Beim Umzug in den Dome ist vieles schiefgelaufen. Aber wir schaffen es, auch diesen in einen Hexenkessel zu verwandeln. Wir wollen die Spiele wieder zum Event machen.“

Am Rande der Bande: Die DEG-Zukunft nimmt weiter Gestalt an. Neben einer Sponsoren-Pyramide soll eine Steigerung im Ticketerlös ohne Preisanhebung helfen. Prominente sollen zudem im Toten-Hosen-Trikot werben. Mit Stürmer Ben Gordon stehen fünf Cracks im Kader der Saison 2012/13. Die Zukunftsentscheidung von Trainer Jeff Tomlinson, der heute nach einwöchigem Familienurlaub in Lohausen landet, steht noch aus.

Mareike Scheer

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