Erfolglosere Wochen gab es für die DEG unter Trainer Kreis noch nicht
14.02.2010 | 17:36 Uhr 2010-02-14T17:36:00+0100Düsseldorf. Das 2:3 am Freitagabend gegen Augsburg war die vierte Niederlage in Folge. Kapitän Daniel Kreutzer glaubt: "Das ist offenbar eine Kopfsache."
Man hätte schon wirklich närrisch sein müssen, um am Freitagabend im Kabinengang des Rather Domes das diesjährige Sessionsmotto auch beim Eishockey in die Tat umsetzen. „Jeck we can”, der ins Rheinische transferierte Wahlkampfklassiker von US-Präsident Barak Obama hätte sicher böse geendet. Nach der 2:3-Heimpleite der DEG gegen die Augsburger Panther fragten sich die Beobachter im Scherz, für wieviel Euro jemand die Kabinenpredigt von Manager Lance Nethery stört und ein schmackhaftes „Düsseldorf Helau” in die frustrierte Runde wirft.
Vermutlich wäre der Mutige erst in ein Bombardement von Helmen geraten. Und dann seinen Job losgeworden. Sofern er für die DEG oder den Dome arbeitet. „Jeck” war niemandem in Rot und Gelb zumute nach der vierten Niederlage in Serie ohne Punktgewinn. Erfolglosere Wochen gab es unter der 115 Spiele langen Ägide von Cheftrainer Harold Kreis noch nicht.
Für Manager Nethery war vor allem die wieder enttäuschende Leistung über mindestens zwei Spieldrittel hinweg ein trifftiger Grund, nach dem 2:3 gegen Straubing zum zweiten Mal in dieser Saison bei seinen Cracks direkt nach der Schlusssirene vorzusprechen. Derzeit läuft die DEG gründlich Gefahr, ihre bisher prächtige Ausgangposition zu vergeigen. Tabellenplatz zwei ging am Freitagabend bereits an die Wolfsburger. Position drei wäre am Dienstag bei einer Niederlage beim Rangvierten in Nürnberg ebenso in Gefahr. Die Ice Tigers würden bis auf einen Zähler an die DEG heranpirschen.
„Schleunigst wieder
als Team hart arbeiten”
„Wir müssen schleunigst wieder als Team hart arbeiten. Jeder einzelne. Sonst rückt der siebte Platz schneller näher als so mancher jetzt glaubt”, erklärte Kapitän Daniel Kreutzer. Der Außenstürmer machte nicht den Kräfteverschleiß der vergangenen Wochen für die abermalige Magerkost verantwortlich: „Das ist offenbar eher eine Kopfsache!”
Was sich vielleicht an der Schuss-Statistik der jüngsten Auftritte im jeweils letzten Drittel ablesen ließe. 12:4 gegen Augsburg, 16:9 gegen Mannheim, 15:7 in Krefeld. Offenbar machte die jeweils drohende (und kassierte) Niederlage letztlich Collins, Reid und Kollegen doch noch Beine.
„Wer im Eishockey immer aus dem Rückstand heraus gewinnen will, gewinnt nur selten”, betont Manager Nethery. Der Kanadier weist übrigens weit von sich, die eingangs erwähnten Helme bei einer deftigen Ansprache fliegen zu lassen: „Dafür bin ich zu alt und verletzte mich womöglich noch selber.” Vorbilder gäbe es, auch jenseits des umstrittenen Haie-Trainers Bill Stewart, ja genug. Beispielsweise den impulsiven Fußball-Schotten Alex Ferguson, der in der Kabine von Manchester United seine Wutausbrüche schon mal mit fliegenden Fußballschuhen krönt. Frag' nach bei David Beckham, der mindestens einmal ein (kleine) Beule davontrug.
18:05
Tjaund täglich grüsst das Murmeltier...
23:30
Tja, eine Kopfsache. Oder ist es eine Sache der Einstellung ? Nethery holt zuviele talentierte Faulpelze, die sich für Stars halten und zuviele Zweitklassige Spieler. Einen Aubin zu verpflichten ist einfach, daß kann jeder Depp, der ein wenig Sachverstand hat und über Netherys Budget verfügt.
Wie lange dürfen Nethery und Co. noch Mißerfolg produzieren ?
1 Mio. Beihilfe von der Stadt Düsseldorf sind eigentlich eine tolle Sache. Aber motiviert dies die handelnden Herres des ehemaligen Aushängeschild des deutschen Eishockey, endlich mal denselbigen hoch zu kriegen ?
Die DEG wird nur noch verwaltet nach 08/15 Art. Wer kreative Ideen sucht, sucht bei der DEG vergeblich. Die wenigen lobenswerten Aktionen (Überbringung der Dauerkarten durch Spieler, Werbeaktionen morgens am Zubringer) wurden alle durch Fans initiiert.