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Einfach positiv denken!

04.04.2008 | 16:30 Uhr

Play-off-Halbfinale: DEG-Trainer Nethery erinnert an den Berliner Lichtblick. Über 10 000 Fans sind im Dome gegen die Eisbären Berlin dabei.

Sei es nun eine Weltmeisterschaft oder die Fußball-Kreisliga D: Im Sport ist es eine Tugend, trotz größter Rückschläge positiv zu denken. Genau dies praktizieren sie bei der DEG vor dem heutigen zweiten Eishockey-Play-off-Halbfinale gegen die Berliner Eisbären. „Trotz unserer schwächsten Leistung seit dem Nürnberg-Heimspiel am 1. Februar hatten wir am Dienstag die Möglichkeit, ein 2:2 zu schaffen”, stellt Trainer-Manager Lance Nethery vor dem heutigen Duell (erstes Bully: 19.30 Uhr, Dome) heraus.

Info
Neue Referees, neue Europaliga

Am Rande der Bande

REFEREES: Neues Spiel, neues Schiedsrichtergespann! Heute werden WM-Referee Daniel Piechaczek vom EHC Die Eisheiligen aus Finning, mit 33 Jahren der jüngste DEL-Unparteiische, sowie der Routinier Roland Aumüller vom EHC Waldkraiburg das zweite Halbfinale zwischen der DEG und den Berliner Eisbären leiten. Gut oder schlecht für Rot-Gelb? Das Duo pfiff bereits die Play-off-Qualifikation gegen Hannover. Einmal verlor die DEG mit 3:4, siegte dann aber im Heimspiel mit 4:2.

EUROPA: Trotz diverser Hürden haben sich die Vertreter der Deutschen Eishockey-Liga, also auch die DEG, erst einmal dafür ausgesprochen, an der am 12. September startenden Champions of Hockey League (CHL) teilzunehmen. Für den zwölf Teams fassenden Europacup qualifiziert sich der DEL-Meister direkt. Der Hauptrundentitelträger, die Nürnberg Ice Tigers, muss gegen den schweizer und den slowakischen Vorrundenmeister ein Qualifikationsturnier spielen. Die DEG war letztmalig im Dezember 1999 bei einem Europapokalturnier dabei. Unter Cheftrainer Czeslaw Panek startete man als Zweitligist beim Continental Cup in Kosice/Slowakei und verlor gegen den Gastgeber, gegen Avangard Omsk/Russland und HC Ambri-Piotta/Schweiz. (miry)

Der Play-off-Fuchs erinnerte gestern nach dem Frühtraining an genau jene Szene in der 46. Spielminute, als Brandon Reid nur 40 Sekunden nach Vikingstads 1:2-Anschlusstreffer allein auf Berlins Keeper Rob Zepp zufuhr. Aber an dessen massigen Schienbeinschonern scheiterte. Das deutliche Kräfteplus zugusten der Gastgeber und die vermeintlich sichere Führung wären mit zwei Aktionen pulverisiert worden.

Und genau dieser eine Lichtblick im Sportforum Hohenschönhausen nährt die Hoffnung der Protagonisten und der Daumen drückenden Anhängerschar, dass heute Abend doch noch etwas geht. Ein Heimsieg muss her, sonst stünde das Aus in der Best-of-5-Serie schon am Sonntagnachmittag beim dritten Treffen in der Bundeshauptstadt ins Haus.

Personelle Umstellungen sind bei Rot-Gelb heute nicht zu erwarten. Charlie Stephens dürfte keine größere Rolle als die des Unterzahlzerstörers vom Dienstagabend bekleiden. „Nach seiner schweren Gehirnerschütterung wäre es zu früh, ihn in einer Angriffsreihe voll zu belasten”, sagt Coach Nethery.

Zumal er in der Viertelfinalserie gegen Nürnberg vom dritten Block mit Jeff Panzer, Brandon Reid und dem stets etwas zu langsamen Jason Pinizzotto überzeugt war. „Die reiße ich jetzt nicht so einfach auseinander”, sagt Nethery. Bei 23 einsatzbereiten Cracks muss erneut ein Spieler auf die Tribüne. Beim 1:4 in Berlin am Dienstag traf es Anton Bader.

Das Grundsatzproblem des ersten Treffens sollte heute behoben sein. „Wir müssen deutlich heißer auftreten”, betont nicht nur Angreifer Klaus Kathan. Spritzig-fair zum Puck und auf den Körper, lautet die grobe Devise. Mehr als 10 000 Fans wollen sich davon überzeugen. Gestern waren schon 9500 Tickets verkauft worden.

Übrigens: Gestern vermeldeten die Hamburg Freezers nun auch offiziell den Wechsel von DEG-Angreifer Jason Pinizzotto zur neuen Saison an die Elbe. Dazu wurde ein ehemaliger DEG-Spieler als neuer Co-Trainer verpflichtet. Der Italo-Kanadier Maurizio Mansi löst den zum Sportmanager aufgestiegenen Bob Leslie ab.

Michael Ryberg

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Kommentare
04.04.2008
07:33
Einfach positiv denken!
von Skeptiker | #1

Wenn schon die Spieler sagen: wir waren nicht heiß genug, dann gute Nacht! Es war eines der wichtigsten Spiele der Saison. So was kann man noch als Dummheit bezeichnen. Professionalität geht anders.

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