Eine lange Fehlerliste
11.10.2009 | 12:31 Uhr 2009-10-11T12:31:00+0200
Düsseldorf. DEG-Trainer Harold Kreis hofft am Sonntag gegen Nürnberg auf eine kollektiv starke Leistung - möglichst ohne krasse Patzer.
Die Kette kapitaler individueller Fehler der DEG-Cracks auf dem Eis besitzt nach nur zehn Pflichtspielen in der Deutschen Eishockey-Liga eine beachtliche Länge. Manager Lance Nethery kommentiert das mit einer ihm sympathischen Ironie: „Gäbe es für Torvorlagen zum Gegner auch Punkte, wären einige unserer Spieler weiter oben in der Scorerwertung.”
Genau deshalb hofft Cheftrainer Harold Kreis vor dem Heimspiel am Sonntag (18.30 Uhr, Dome) gegen die Nürnberg Ice Tigers auf eine gute Leistung des rot-gelben Kollektivs aus einem Torwart, sechs Verteidigern und neun Angreifern – möglichst ohne krassen Patzer.
Es hätten schließlich schon etliche Pluspunkte mehr sein können für die DEG. Die kleine Fehlerchronik startet mit dem ersten Saisonspiel.
4. September in Ingolstadt: Verteidiger Caldwell vertändelt neun Spielminuten vor der finalen Sirene beim Stand von 2:2 und eigener Überzahl die Scheibe vor Jean-Sebastien Aubins Gestänge. Pat Kavanagh nutzt's zum 3:2. Bitterer Endstand: 5:2 für die Donau-Panther.
11. September in Iserlohn: Keeper Aubin hatte sich schon auf sein zweites Zu-Null-Spiel gefreut, als die Vorderleute zwei Minuten vor dem Ende Robert Hock nicht mehr richtig angreifen. Den 3:1-Sieg trübte das ärgerliche, weil leicht vermeidbare Gegentor.
13. September gegen Kassel: Diesmal schläft bei eigener Überzahl Mark Murphy in der eigenen Zone. Und verschuldet den Endstand von 0:1.
20. September gegen Straubing: Nach einer 2:0-Führung fällt die Mannschaft gegen das Schlusslicht in einen scheinbaren Tiefschlaf, verliert nach Patzern von Caldwell und Shane Joseph noch mit 2:3.
24. September in Hannover: Ein 3:0 bei den Scorpions vor dem letzten Drittel reicht nicht aus, die volle Punktzahl mit nach Hause zu nehmen. Courchaine rettet im Penaltyentscheid das 4:3.
1. Oktober gegen Berlin: Beim 6:2-Glanzsieg über den Meister wird Keeper Aubin wieder um ein mögliches „Zu Null” im Schlussdrittel gebracht, weil die Mitspieler bei einer 4:0-Führung zu lässig agieren.
4. Oktober in Wolfsburg: Beim 1:0 der Grizzlys hätte man mit Marco Nowak und Adam Courchaine sogar zwei „Torassistenten” im DEG-Dress für die Gastgeber notieren können. Der US-Amerikaner Laliberte bedankte sich für die Doppelvorlage, die DEG verlor am Ende mit 1:3.
Außerdem auffallend im bisherigen Spielereigen: Im dritten Drittel ziehen die Kreis-Schützlinge oft den Kürzeren, konnten sich nur in zwei von zehn Matches durchsetzen. In Köln (4:5 nach Verlängerung) und gegen Mannheim (4:2). Konzentration und Kondition sind zweifelsohne steigerungsbedürftig.
Heute Abend gegen Nürnberg fallen mit Verteidiger Chris Harrington (Daumengelenksoperation) sowie den Angreifers Martin Hinterstocker (Fußgelenksoperation) und Bradley Tutschek (Schulterverletzung) drei DEG-Cracks aus. Youngster Marco Nowak (19) macht, wie zuletzt in Wolfsburg, den sechsten Verteidiger. Vorn plant Coach Kreis mit drei Angriffsreihen. Und vorerst ohne möglichen Ersatzspieler aus der eigenen Regionalliga-Mannschaft.
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