Düsseldorfer EG erzwingt Spiel fünf
06.04.2009 | 10:58 Uhr 2009-04-06T10:58:00+0200
Düsseldorf. In den diesjährigen Playoffs der Deutschen Eishockey-Liga macht’s die DEG nicht ohne Krimi. Nach den sieben Viertelfinals gegen Krefeld geht auch die Halbfinalserie gegen die Hannover Scorpions über die volle Distanz.
Mit dem etwas glücklichen 4:3 (3:1, 0:2, 0:0, 1:0)-Verlängerungssieg hat sich die DEG das Finale um den Finaleinzug am Dienstag um 19 Uhr in Hannover erkämpft.
Die dreitägige Pause seit der Donnerstagsschlappe hatte den Düsseldorfern gut getan. Im ersten Durchgang präsentierten sich die Schützlinge von Cheftrainer Harold Kreis den knapp 9000 Fans spritzig und mutig. Zur 3:1-Führung war allerdings auch eine gute Portion Glück vonnöten. Joseph in Unterzahl, Caldwell mit einem abgefälschten Weitschuss und Courchaine per Abstauber trafen ins Netz. Vikingstad und 1:1-Torschütze Mitchell scheiterten jeweils am Gestänge.
Scorpions-Trainer Hans Zach stellte zum Mittelabschnitt die Reihen um. Die spielstarken Gäste dominierten gegen eine nun zu passive DEG das Geschehen. Hlinka und Blank glichen binnen drei Minuten aus. Im torlosen Schlussdrittel waren die Gastgeber dem Sieg näher. Nationalkeeper Pätzold rettete die Niedersachsen in die Verlängerung.
Da hatte die DEG mehr zuzusetzen. Und Fortuna auf ihrer Seite. Der Ex-Duisburger Adam Courchaine stocherte nach 6:40 Minuten der Extraspielzeit die Scheibe im Getümmel über die Torlinie. „Das Spiel war mitreißend und eine Werbung für das Eishockey“, erklärten die Trainer Harold Kreis und Hans Zach hinterher unisono.
Titelverteidiger Eisbären Berlin startet am Donnerstag in der Arena am Ostbahnhof mit einem Heimspiel in die DEL-Finalserie. Die Mannen von Ex-DEG-Trainer Don Jackson landeten gestern Nachmittag bei den Mannheimer Adlern den dritten Halbfinalsieg. Vor 13 600 Zuschauern drehten die Eisbären einen 2:4-Rückstand und siegten noch mit 6:4 (2:2, 1:2, 3:0).
DEG: Storr (Jochen Reimer); Ratchuk, Hedlund; Caldwell, Harrington; Holzer, Bazany; (nicht eingesetzt: Nowak); Kreutzer, Collins, Patrick Reimer; Courchaine, Reid, Joseph; Kaufmann, Ramsay, Carciola; (nicht eingesetzt: Boon, Tutschek, Hinterstocker).
Scorpions: Pätzold (Jung); Nikolai Goc, Köppchen; Ackeström, Sascha Goc; Lambert, Brimanis; Janzen; Dzieduszycki, Herperger, Schneider; Mitchell, Vikingstad, Kathan; Festerling, Boos, Mondt; Dolak, Hlinka, Blank.
Schiedsrichter: Looker/Piechaczek (Neusser EV/EHC „Die Eisheiligen“ Finning).
Zuschauer: 8964.
Tore: 1:0 (3:58) Joseph (Reid, Bazany/4-5-Unterzahl), 1:1 (8:16) Mitchell (Vikingstad, Sascha Goc), 2:1 (11:51) Caldwell (Joseph, Courchaine), 3:1 (14:22) Courchaine (Reid, Joseph), 3:2 (24:15) Hlinka (Festerling, Lambert), 3:3 (27:22) Blank (Boos), 4:3 (66:40) Courchaine (Reid, Joseph).
Strafminuten: DEG 12, Scorpions 14.
Beste DEG-Spieler: Courchaine (5 Punkte), Reid (3), Joseph (1).
Play-off-Stand: Scorpions – DEG 2:2 (5:2, 2:4, 6:3, 3:4 n. V.).
Fünftes Halbfinale: Scorpions – DEG (Di., 19 Uhr, Arena).
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