DEG zum Fest auf dem zweiten Tabellenplatz
24.12.2009 | 11:15 Uhr 2009-12-24T11:15:00+0100
Nürnberg. Mark Murphy und Craig MacDonald treffen für die Düsseldorfer EG bei den Nürnberg Ice Tigers zum 2:1-Erfolg. DEG fand nur zögerlich in die umkämpfte Partie, die die blondgelockte Rebecca eröffnet hatte.
Düsseldorf/Nürnberg. Am Abend vor dem Heiligen Abend darf gerade in Nürnberg das Christkindl auch beim Eishockey nicht fehlen. Die blond gelockte Goldkronenträgerin Rebecca küsste nicht nur Tigers-Maskottchen Pucki auf die Raubkatzenstoppeln. Sie brachte auch der exzellent verteidigenden DEG Glück.
Die Schützlinge von Cheftrainer Harold Kreis setzten sich in einem hart umkämpften Match bei den Ice Tigers mit 2:1 (0:1, 1:0, 1:0) durch. Lohn nach dem zuletzt unglücklichen Null-Punkte-Wochenende gegen Ingolstadt und in Wolfsburg: DEL-Tabellenplatz zwei zum Fest!
Vorwärtsknopf erst im zweiten Dritten gedrückt
Die in Bestbesetzung auflaufende DEG fand nur zögerlich in die gestrige Partie. Vor allem der Offensivgang stotterte. Über Weitschüsse kamen die Gäste nicht hinaus. Savages prima herausgespielter Führungstreffer der Franken war nach dem ersten Durchgang verdient. Leasks Schuss lenkte DEG-Keeper Aubin vor Asks Kelle. Der Norweger bediente Savage per überraschendem Querpass.
Der ehemalige DEG-Vorsitzende starb im Alter von 72 Jahren nach langer Krankheit
Die DEG-Eishockey-Familie musste diesertage Abschied von Manfred Weyergraf nehmen. Der ehemalige Vereinsvorsitzende und frühere Architekt starb nach langer Krankheit im Alter von 72 Jahren.
Weyergraf hatte 1983 den Vorsitz von Rainer Gossmann für ein Jahr übernommen. In einer finanziell schweren Zeit. Weyergraf erreichte hier, dass die Cracks auf die Hälfte ihres Gehaltes verzichten, um die DEG vor dem drohenden Konkurs zu bewahren.
Mit dem damaligen Trainer Heinz Weißenbach schloss Weyergraf einen Vertrag auf dem Bierdeckel. Als Weißenbach im Oktober 1983 an der Bande von Otto Schneitberger abgelöst wurde, gab es wegen des Bierdeckelkontrakts lange Streit.
Im zweiten Drittel hatten die Gäste dann den Vorwärtsknopf gedrückt. Reid (22.), Collins (24.), Kaufmann (31.) und Courchaine (37.) scheiterten jeweils aus kurzer Distanz. Dreimal rettete Tigers-Torhüter Patrick Ehelechner. Einmal, nämlich bei Kaufmann, versprang die Scheibe vor dem einschussbereiten Schläger.
Für den Ausgleich brauchte die DEG eine Unterzahl. Korbinian Holzer erkämpfte die Scheibe dabei hinter dem eigenen Gehäuse, bediente über die Plexiglasseitenbande den losziehenden Mark Murphy. Ex-DEG-Verteidiger Shane Peacock, immerhin schon 36 Lenze auf den Kufen, kam nicht hinterher, so dass Murphy im Solo Keeper Ehelechner per Linksausleger erfolgreich narrte.
MacDonald fälschte ab
Ärgerlich war Rob Collins' Check von hinten gegen einen Ice Tiger. Wegen der fälligen Zehnminutenstrafe wechselte Kaufmann als Ersatzcenter in den Block mit Kreutzer und Reimer, Youngster Martin Hinterstocker erhielt neben MacDonald und Murphy ein wenig Eiszeit.
Was sich Anfang des Schlussdurchgangs nicht negativ auswirkte. Im Gegenteil: MacDonald fälschte einen Blaue-Linie-Schuss von Holland zum Siegtreffer ins Nürnberger Gehäuse ab. Danach stemmten sich die Gäste klasse gegen anstürmende Blau-Hemden. Keeper Aubin hielt hinter der sattelfesten Abwehr prächtig. Letztlich wurden acht Powerplay-Chancen der Gastgeber pulverisiert.
„Wir haben ein Drittel gebraucht, um emotional ins Spiel zu finden”, fand DEG-Trainer Harold Kreis, „danach haben beide Mannschaften eine starke Leistung geboten.” Fand auch Tigers-Coach Andreas Brockmann: „Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen. Wir haben alles versucht, sind letztlich aber an der starken DEG-Defensive gescheitert.”
DEG: Aubin; Traverse, Bazany; Caldwell, Holland; Harrington, Holzer; Nowak; Kaufmann, MacDonald, Joseph; Courchaine, Reid, Murphy; Hofland, Tutschek, Hinterstocker.
Schiedsrichter: Klau (ESF Griesenbrauck-Sümmern).
Zuschauer: 4396.
Tore: 1:0 (8:44) Savage (Ask, Leask), 1:1 (33:20) Murphy (Holzer, Collins/4-5-Unterzahl), 1:2 (41:31) MacDonald (Holland, Joseph).
Strafminuten: Ice Tigers 12, DEG 22 plus 10 (Collins/38:00 Min., wegen Check von hinten).
Beste DEG-Spieler: Aubin (5 Punkte), Murphy (3), Kaufmann (1).
0mitdiskutieren