DEG wachte gegen Krefeld zu spät auf
03.02.2012 | 22:58 Uhr 2012-02-03T22:58:00+0100
Düsseldorf.Der Bann bleibt ungebrochen. Auch das elfte Derby mit DEG-Beteiligung ging gestern Abend vor 7182 Zuschauern im Rather Dome an die Gastmannschaft. Die rot-gelben Puckjäger unterlagen den Krefeld Pinguinen im Straßenbahn-Duell mit 2:4 (0:1, 0:1, 2:2). Da halfen auch die „Retter“-Trikots der Kultband „Die Toten Hosen“ nicht. „Alles aus Liebe“ ist das Motto dieser Jerseys und sollte beim Angriff auf den sechsten Tabellenplatz im 350. DEL-Spiel von Andy Hedlund helfen. Ohne Erfolg.
„Wir sind erst im letzten Drittel aufgewacht. Das war der Grund, dass wir verloren haben, obwohl wir besser waren. Wie dies gegen Krefeld passiert, kann ich mir auch nicht erklären“, betonte Kapitän Daniel Kreutzer deprimiert.
„Bobby gegen Krefeld“
„Bobby gegen Krefeld“ lautete das Motto der ersten 20 Spielminuten. Und der 28-jährige US-Amerikaner im DEG-Tor blieb der Sieger. 5:13-Torschüsse zählten die Statistiker nach den ersten 20 Minuten. Nur einen hatte der gebürtige New Yorker passieren lassen müssen. Gegen den zweiten Nachschuss von KEV-Stürmer Francois Méthot war auch der Torsteher machtlos. Vielmehr hatten seine Vorderleute es den starken Reflexen ihres Keepers zu verdanken, dass das Match zu Beginn des zweiten Drittels noch offen war.
Doch auch der Mittelabschnitt gestaltete sich unterirdisch. Zweiter Schuss auf das Gehäuse – in Überzahl zappelte der Puck zum 0:2 im Netz. Richard Pavlikovsky brauchte frei vor dem Tor nur noch seinen Schläger in den Pass zu halten. Die Rot-Gelben kränkelten hingegen weiterhin bereits im Spielaufbau.
Zu lange gezögert
Alles, was die Puckjäger in den vergangenen vier Partien mit einer Ausbeute von zwölf Punkten ausgezeichnet hatte, war verschwunden. Vom Power-Eishockey war nichts zu sehen. Die beste DEG-Chance vergab Simon Danner, der im Abschluss zu lange zögerte, nachdem Adam Courchaine die gegnerischen Verteidigungsreihen durchtanzt hatte. So dominierten die Schwarz-Gelben mit ihrer kampfbetonten Spielweise das Match. „Es ist frustrierend, dass sich die Jungs da aufgegeben haben“, haderte DEG-Coach Tomlinson.
Im Schlussdrittel erwachten die Rot-Gelben dann jedoch urplötzlich. Wie aus dem Nichts netzte zunächst Connor James im Nachschuss ein. 229 Sekunden später schlug in Überzahl ein Schlagschuss-Hammer von Andy Hedlund im KEV-Gehäuse ein. Musste sich Adam Courchaine anschließend im Faustkampf Pinguin-Stürmer Patrick Hager geschlagen geben, verpassten es seine Teamkollegen in Überzahl dem Spiel endgültig eine neue Richtung zu geben. Stattdessen schlugen die Gäste 90 Sekunden vor dem Ende zu. Und ließen einen Schuss ins leere Tor zum Endstand folgen.
„Für diese Leistung gibt es keine Ausreden. Das war ganz klar inakzeptabel“, kritisierte Trainer Tomlinson.
14:55
das schlechteste eishockeyspiel was ich je gesehen habe