DEG reist mit einer Menge Frust im Gepäck nach Nürnberg
22.12.2009 | 09:30 Uhr 2009-12-22T09:30:00+0100
Düsseldorf. Die Düsseldorfer müssen am Mittwochabend im Spiel bei den Ice Tigers auch den Ärger über das verkorkste Wochenende besiegen. Verteidiger Marco Nowak ist von der U-20-WM zurück.
Mit einer Menge Frust im Gepäck kletterten am Dienstag Mittag pünktlich um 13.30 Uhr die Eishockey-Spieler der DEG an der Brehmstraße in den Mannschaftsbus. Dies allerdings weniger wegen der langwierigen Fahrt nach Nürnberg, wo am Mittwoch Abend das Gastspiel bei den Ice Tigers (19.30 Uhr, Arena Kurt-Leucht-Weg) ansteht. Die Rot-Gelben ärgert vielmehr nach wie vor das verkorkste vergangene Wochenende mit dem Spielabbruch gegen Ingolstadt am Freitag sowie dem 1:3 nach fast achtstündiger, staugeplagter Fahrt am Sonntag in Wolfsburg.
„Unglaublich
ärgerlich”
„Das ist nicht nur aus finanzieller, sondern vor allem aus sportlicher Sicht unglaublich ärgerlich”, haderte Manager Lance Nethery noch unmittelbar vor der Abfahrt gen Nürnberg.
Ein Nachspiel wird, wie erwartet, die 1:3-Niederlage der DEG am Sonntag in Wolfsburg haben. Wie berichtet begann die Partie mit 75 Minuten Verspätung, weil die Rot-Gelben im Stau standen. Jörg von Ameln, Spielleiter der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), stellte nach Prüfung des Fahrtenschreibers fest, dass ein schuldhaftes Zuspätkommen vorlag. Wolfsburgs Manager Charly Fliegauf wird nun den in den Regularien festgeschriebenen Höchstsatz von 30 000 Euro Entschädigung von der DEG fordern.
„So eine Sache wie am Sonntag mit den Staus und dem schlechten Wetter kann passieren”, fügte der Kanadier weiter an. „Aber so etwas wie am Freitag habe ich noch nie zuvor erlebt.”
Da hatte eine Eismaschine in der zweiten Drittelpause beim Stand von 3:0 ein großes Loch in die Dome-Eisfläche gefräst. Die Partie musste daher abgebrochen werden. „Die Spieler saßen eineinhalb Stunden in der Kabine und wussten nicht, ob sie nun gewonnen haben oder wie es weitergeht”, ärgert sich Nethery – und fürchtet nun, dass das Team den guten Rhythmus der vergangenen Wochen verloren hat: „Da war die Luft irgendwie raus.”
Was auch ein wenig am Sonntag in Wolfsburg zu sehen gewesen sei. Die dortige Niederlage wollte Trainer Harold Kreis nämlich nicht auf die lange Anreise schieben. „Wir haben nicht die Leistung gebracht, die wir auswärts in den Partien zuvor gezeigt haben”, kritisiert der Coach. Da hatte es jeweils einen 5:2-Erfolg am 10. Dezember in Iserlohn sowie am 15. Dezember in Frankfurt gegeben.
Der Übungsleiter will daher seine Mannen am Mittwoch Abend in Nürnberg mit einem Sieg wieder zurück in die Erfolgsspur bringen. „Wir haben vor Weihnachten noch einen Job zu erledigen”, sagt der Deutsch-Kanadier. „Der lautet, zu unserer Spielweise zurück zu finden und wieder fokussiert und konzentriert zu agieren.”
Was auch vonnöten sein wird, denn die Gastgeber haben einen guten Lauf, sind ein unangenehmer Gegner. „Nürnberg hat eine gute, geschlossene Mannschaft, die viel über Kampfgeist macht”, weiß auch Kreis. „Es ist schwierig, gegen die Ice Tigers ein Tor zu schießen.”
Immerhin reiste die DEG am Dienstagnachmittag komplett ab. Verteidiger Marco Nowak kehrte von der U-20-WM in Frankreich zurück und trainierte vormittags direkt wieder mit den Rot-Gelben.
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