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DEG plagen vor Rhein-Derby große Sorgen um Catenacci

26.09.2012 | 22:00 Uhr
DEG plagen vor Rhein-Derby große Sorgen um Catenacci
Center Catenacci leidet immer noch schwer an den Folgen einer Gehirnerschütterung.Foto: iamgo

Düsseldorf.  Habermann und Bazany gesperrt, dazu große Personalsorgen: Vor dem Rheinderby gegen die Kölner Haie plagen die DEG große Sorgen. Vor allem der Ausfall von Center Catenacci wiegt schwer. Seine Genesung verläuft schleppend, so dass ein Neuzugang nicht unwahrscheinlich erscheint.

Es ist für die DEG ein Ritt auf der Rasierklinge. Auf der einen Seite fordern die Verantwortlichen eine harte Spielweise von ihrer Mannschaft, „ denn das ist für uns Eishockey“, sagt Manager Walter Köberle. Auf der anderen dezimiert sich der ohnehin schon von Verletzungen geplagte Kader dadurch noch selbst. Zum Derby-Wochenende mit den Duellen bei den Kölner Haien (Fr., 19.30 Uhr, Köln Arena/Im Live-Ticker bei DerWesten) und den Krefeld Pinguinen (So., vorverlegt auf 14.30 Uhr, Westparkstraße) werden nach den Sperren gegen Habermann und Bazany gleich fünf Akteure nur zusehen können. Zwar kehrt Kapitän Daniel Kreutzer nach abgesessener Strafe zurück, doch auch die Verletzten Tino Boos, Daniel Fischbuch und vor allem Michael Catenacci werden weiter fehlen.

Catenacci leidet weiter an den Folgen einer Gehirnerschütterung

Eishockey
DEG akzeptiert lange Sperre für Marco Habermann

Das war ein ziemlicher „Hammer“, den das DEL-Schiedsgericht da auf DEG-Stürmer Marco Habermann niedersausen ließ. Nach seiner Matchstrafe im Spiel gegen Wolfsburg wird Habermann für die nächsten sechs Begegnungen gesperrt. Eine derart lange Sperre hat es in dieser Saison bisher noch nicht gegeben.

Während Routinier Boos gestern beim Training einen Rückfall mit seinen Adduktorenproblemen erlitt, in absehbarer Zeit jedoch ebenso wie der mit einem Muskelfaserriss ausfallende Daniel Fischbuch zurückkehren wird, werden die Sorgen um Center Catenacci immer größer. Der Gesundheitszustand des 21-jährigen Italo-Kanadiers hat sich am Sonntag als Zuschauer während der Partie gegen Wolfsburg weiter verschlechtert. „Michael ist täglich beim Arzt. Anders als bei einer muskulären Verletzung, ist die Genesung einer Gehirnerschütterung nicht unbedingt vorhersehbar. Wir hoffen, vielleicht in einer Woche näheres zu wissen“, so Trainer Christian Brittig.

Ein Ausfall des Mittelstürmers im ersten Angriffsblock – das Foul gegen ihn in München wurde übrigens nicht von der DEL bestraft – schmerzt bei einem dünn besetzten Kader wie dem der DEG doppelt. Kein Wunder also, dass Manager Walter Köberle bereits mit dem Gedanken spielt, eventuell einen Ersatz für den Wirbelwind nachzuverpflichten. Genügend Spieler seien auf dem Markt. Im finanziellen Rahmen der DEG allerdings hauptsächlich im Ausland. Und die letzte Lizenz für einen Kontingentspieler wollen sich der Sportliche Leiter sowie auch der Coach eigentlich für den Fall der Fälle aufsparen, sollte sich die „DEG-Lebensversicherung“ in Form von Torsteher Bobby Goepfert verletzen. Eine vorschnelle Entscheidung wird somit nicht fallen. Ohnehin übernimmt die Berufsgenossenschaft erst nach sechs Wochen die Zahlung von Catenacci. Zudem sei es schwierig, in ein funktionierendes Mannschaftsgefüge nun noch einen Neuzugang zu integrieren.

DEG will sich gegen den Spitzenreiter nicht verstecken

Die Vorzeichen sind vor dem 196. Rhein-Derby bei den Kölner Haien somit alles andere als gut. Aufgeben kommt dennoch nicht in Frage. „Wie sich der Mini-Kader am Wochenende geschlagen hat, war sensationell. Wir hatten in Berlin Chancen , besaßen gegen Wolfsburg erstmals mehr Torschüsse als der Gegner, und der Spieler der Vorjahressaison in Person von Kai Hospelt ist gegen uns nicht herausgestochen“, betont Coach Brittig voller Stolz.

Beim aktuellen Spitzenreiter aus der Domstadt will man die Punkte fünf, sechs und sieben einfahren. „Wir werden uns nicht verstecken, früh und hart, wenn auch fair, attackieren, zum Tor ziehen und unsere Checks zu Ende fahren“, so Brittig selbstbewusst. Und fügt hinzu. „Das Match wird in den Zweikämpfen entschieden. Und da müssen die Kölner erstmal zeigen, ob sie besser sind!“

Zudem werden die Rot-Gelben von 500 Fans, darunter auch die gesperrten Bazany und Habermann, im Unterrang unterstützt.

Mareike Scheer



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