DEG holt mit starker Leistung einen Punkt in Mannheim
07.10.2012 | 18:25 Uhr 2012-10-07T18:25:00+0200
Mannheim. Vor 11 012 Zuschauern in der Mannheimer Arena zeigte die DEG am Sonntagnachmittag eine gute Leistung, musste sich aber erneut in der Verlängerung mit 1:2 beugen. Ridderwalls Treffer in der regulären Spielzeit reichte nicht zum ersten Drei-Punkte-Sieg.
Torsteher Bobby Goepfert zertrümmerte am eigenen Gestänge fast seinen Schläger. Nach 62:37 Spielminuten hatten sich die DEG-Eishockeycracks am Sonntagnachmittag beim Titelfavoriten Adler Mannheim zwar einen nie erwarteten Punkt ergattert. Allerdings stand mit der 1:2 (0:1, 1:1, 0:0, 0:1)-Verlängerungsniederlage vor 11 012 Zuschauern, darunter als DEG-Ehrengast der Ex-Profiboxer Sven Ottke, der den Rot-Gelben aus dem VIP-Bereich die Daumen drückte, auch die dritte Düsseldorfer Niederlage in der Nachspielzeit fest. Frank Mauer besorgte den späten Treffer.
Preibisch erleidet Schulterverletzung
„Gegen diese Millionentruppe waren es mehr zwei verlorene Punkte als ein gewonnener“, stellte Kapitän Daniel Kreutzer hinterher zerknirscht fest. Besonders bitter: Der siebte Punkterfolg wurde teuer bezahlt. Nach einem Check von Denis Reul in der vierten Minute musste Alexander Preibisch mit verletzter linker Schulter vom Eis.
Die Hausherren schienen den Tabellenletzten vom Start weg zu unterschätzen. Zumindest stand im Adler-Gehäuse nicht die Nummer Eins, Dennis Endras, sondern der erst 21-jährige Ersatzmann Felix Brückmann. Zudem wirkten die Hausherren uninspiriert.
Kein Kräfteverschleiß bei der DEG
Die DEG scherte sich, wie üblich, nicht um große Namen. Und legte los wie die Feuerwehr. Im fünften Teil ihrer Auswärtstournee war den Rot-Gelben kein Kräfteverschleiß anzumerken. Viel mehr hielt das Brittig-Team gegen die mit 7,4 Millionen Euro finanziell mehr als doppelt so „schwer“ aufgestellten Favoriten aus der Quadratestadt auch technisch mit.
Selbst die nachverpflichteten NHL-Stars konnten zunächst keine entscheidenden Szenen erzwingen. Das traf auf Marcel Goc, der immerhin schon 496 Matches in der besten Liga des Planeten absolviert hat, ebenso zu wie auf den 594-maligen NHL-Crack und Stanley-Cup-Sieger des Vorjahres mit den Boston Bruins, Dennis Seidenberg. Der Defender prallte mehrfach am norwegischen Fels in der Brandung, Andreas Martinsen, ab. Wie ein Flummi vom Garagentor.
Ullmann trifft zur Führung
Als dann jedoch Alex Henry und Thomas Gödtel kurz vor dem Drittelende hintereinander auf die Strafbank wanderten, benötigten die Adler nur 14 Sekunden zum Torjubel. Da drosch Nationalspieler Christoph Ullmann die Scheibe zur schmeichelhaften Hausherren-Führung in die Maschen.
Die „jungen Wilden“ zeigten sich jedoch auch davon wenig beeindruckt. Und anders als noch in Ingolstadt nutzten die Puckjäger zu Beginn des Mittelabschnitts gleich die dritte Überzahl zum Ausgleich. Natürlich durch Topscorer und Schweden-Import Calle Ridderwall, der nach feinem Doppelpass mit Justin Bostrom und einem sehenswerten Rückhandlupfer abschloss.
Bobby Goepfert erneut stark
Mit ihrem aufopferungsvollen Spiel und einem erneut starken Bobby Goepfert hielt das Team um Kapitän Daniel Kreutzer den Spielausgang gegen den Vorjahresvizemeister bis in den letzten Durchgang offen. Und hatte hier nach 150 Sekunden durch einen Lattenkracher von Drew Paris in Überzahl gar die große Chance, die Weichen auf den ersten Drei-Punkte-Sieg der Saison zu stellen.
„Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Jetzt müssen wir nur noch lernen, etwas abgezockter zu werden“, erklärte DEG-Cheftrainer Christian Brittig nach der Verlängerung.
DAS SPIEL IN DER STATISTIK:
DEG: Goepfert; Zanetti, Gödtel; Henry, Bazany; Ebner, Paris; Mondt, Martinsen, Kreutzer; Ridderwall, Turnbull, Bostrom; Strodel, Martens, Preibisch; Woidtke.
Zuschauer: 11 012.
Schiedsrichter: Brüggemann/Daniels (Iserlohner EC/EHC Gelsenkirchen).
Tore: 1:0 (17:53) Ullmann (Mitchell, Lehoux/5-3-Überzahl), 1:1 (24:24) Ridderwall (Bostrom/5-4), 2:1 (62:37) Mauer.
Strafminuten: Mannheim 12 plus 10 (Reul/11:28, Check gegen den Kopf), DEG 12.
Beste DEG-Spieler: Goepfert (5 Punkte), Ridderwall (3), Bostrom (1).
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