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DEG hat die Tabellenspitze im Visier

14.01.2010 | 06:30 Uhr
DEG hat die Tabellenspitze im Visier

Düsseldorf. Die DEG-Spieler wollen noch die Eisbären Berlin abfangen. Freitag geht es im Heimspiel gegen Nürnberg. Marco Nowak ersetzt den gesperrten Ryan Caldwell.

Das derzeit spannendste Thema abseits des sportlichen Geschehens wurde am Donnerstag bei der DEG kurzerhand abgewürgt. Fragen zur offenen Zukunft von Cheftrainer Harold Kreis schob Manager Lance Nethery verbal einen Riegel vor. „Darüber werden wir nicht mehr sprechen! Unsere Position ist klar”, betonte der 52-Jährige. Die Rot-Gelben werden also versuchen, den offenbar von den finanzkräftigeren Adlern aus Mannheim umworbenen Kreis zu halten.

Fokus wieder auf das sportliche Geschehen

Damit will Nethery den Fokus wieder auf das sportliche Geschehen in Deutschen Eishockey-Liga (DEL) lenken. Dort geht der Spiele-Marathon im Januar für die DEG Freitagabend mit dem Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers weiter (19.30 Uhr, Dome). Sonntag geht es dann zu den Straubing Tigers (18.30 Uhr, Am Pulverturm) bevor am Dienstagabend um 19.30 Uhr die Frankfurt Lions an der Theodorstraße gastieren.

Angesichts dieses straffen Programms hat Trainer Harold Kreis das Training gedrosselt. Der Mittwoch war komplett zur Regeneration frei, Donnerstag wurde nur kurz trainiert, Freitag Vormittag folgt noch ein leichtes „Anschwitzen” an der Brehmstraße.

„Wir müssen unsere Kräfte dann einsetzen, wann wir sie brauchen”, erklärt der 50-Jährige. „Und das ist nicht im Training.” Zuletzt war durch die hohe Belastung – insgesamt stehen zwölf Partien in den 31 Januar-Tagen an – ein gewisser Verschleiß zu erkennen. So hatten die Rot-Gelben sowohl beim 5:4 in Mannheim am vergangenen Sonntag als auch beim 5:2 am Dienstag gegen Ingolstadt schwächere Phasen während der Partien gezeigt.

„Da hat uns über 60 Minuten die Intensität gefehlt”, hat Kreis erkannt. „Das ist zweimal gut gegangen. Aber wir müssen nun sehen, dass wir, wenn wir unsere Leistung nicht konstant halten können, die Schwankungen so gering wie möglich halten.”

Als motivierend wirkt ein Ziel, dass sich die Mannschaft intern gesteckt hat: Die DEG will Spitzenreiter Berlin mindestens auf den Fersen bleiben, wenn möglich sogar noch vom Sonnenplatz verdrängen.

„Das treibt die Spieler an, darum geben sie kein Spiel verloren”, sagt Kreis. Derzeit weisen die Eisbären mit 79 Zählern zehn Punkte Vorsprung vor der DEG auf, haben aber mit 37 Partien eine mehr absolviert. Gewinnen die Rot-Gelben das für sie noch ausstehende Match und obendrein die beiden noch folgenden direkten Duelle mit Berlin wären sie Erster.

Freitag Abend gegen Nürnberg soll also ein „Dreier” her. Dabei soll Marco Nowak mithelfen, den Kreis für den gesperrten Ryan Caldwell an der Seite von Chris Harrington einsetzen will.

Oliver Schaal

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