DEG ging in Hannover auf Torejagd
05.01.2010 | 21:55 Uhr 2010-01-05T21:55:00+0100
Hannover. Die DEG gewann am Dienstagabend das Spitzenspiel beim Tabellendritten Hannover Scorpions mit 7:1 (2:1, 3:0, 2:0) und bot dabei vor 6892 Zuschauern eine ganz starke Teamleistung.
Heiß, heißer, DEG! Mit einer ganz starken Teamleistung fertigten die Schützlinge von Cheftrainer Harold Kreis am Dienstag Abend im Spitzenspiel der Deutschen Eishockey-Liga die Hannover Scorpions in der Arena an der EXPO Plaza mit 7:1 (2:1, 3:0, 2:0) ab. Die acht ausdauernden „Drummer Boys Wedemark” hielten mit ihren Oberrang-Trommeln trotzdem bis zur Schlusssirene wacker den Stimmungsrhythmus für den Großteil der immerhin 6892 Zuschauern.
Der Tabellenzweite wies den Rangdritten auch deshalb klar in die Schranken, weil man mit dem nach einer Kieferprellung wiedergenesenen Jean-Sebastien Aubin den deutlich besseren Keeper gestellt hatte.
Aubin machte den Unterschied
Der 32-jährige Montrealer machte gerade im ersten Drittel den Unterschied zwischen zwei offensivlustigen, prächtig aufgelegten Teams. Gegen die jeweils aus kurzer Distanz schießenden Kathan (5.), Köttstorfer (10.) sowie Dolak (11.) rettete Aubin in glänzender Manier. Bei Mitchells Abfälscher nach einem Distanzschuss des lettischen Nationalspielers Brimanis war dann nichts zu machen.
Es stand da allerdings schon 2:0 für die DEG. Reimer staubte nach nur 44 Sekunden ab, Courchaine traf aus ähnlicher Kurzdistanz in der 16. Minute. Schon da sah Ex-NHL-Keeper Travis Scott im Gestänge der Rot-Hemden wackelig aus.
Im Mittelabschnitt kam es noch ärger. Oder aus Sicht der 40 mitgereisten DEG-Getreuen: noch besser. MacDonalds 14. Saisontor war ein klares Geschenk Scotts, der die aus halbrechter Position mit freier Sicht abgefeuerte Scheibe durch die Schoner rutschen ließ. Zweieinhalb Minuten später winkte Scorpions-Coach Hans Zach seinen Torsteher vom Eis. Auch das 1:4 ging auf Scotts Kelle. Collins wunderte sich nach seinem halbhohen Schlagschuss von halbrechter Position über den prompten Einschlag in der linken Torecke.
Ungarns Nationalkeeper Levente Szuper, ulkigerweise mit Tina Turners „Simply the best” begrüßt, fischte bereits nach 88 Arbeitssekunden den Puck aus dem Netz. Joseph hatte den Kaltstart im Solo mit einer Rechts-Links-Kombination genutzt.
MacDonald im Alleingang (36.) und Reimer per Pfostentreffer (38.) hätten noch vor der zweiten Sirene den Sixpack besorgen können.
Das blieb dann Kapitän Kreutzer mit einem Bauerntrick vorbehalten. Reid sicherte sich wenig später den Spitzenplatz in der DEG-Torjägerliste mit seinem 15. Treffer. Von den resignierenden Scorpions nicht mehr recht angegriffen.
Statistik
DEG: Aubin; Bazany, Traverse; Caldwell, Harrington; Holland, Holzer, Kreutzer, Collins, Reimer; Courchaine, Reid, Murphy; Kaufmann, MacDonald, Joseph; Hofland, Tutschek, Hinterstocker.
Schiedsrichter: Hascher (TEV Miesbach).
Zuschauer: 6892.
Tore: 0:1 (0:44) Reimer (Collins, Kreutzer), 0:2 (15:16) Courchaine (Traverse, MacDonald/5-4-Überzahl), 1:2 (18:47) Mitchell (Brimanis, Vikingstad/5-4), 1:3 (24:19) MacDonald (Traverse, Joseph), 1:4 (26:55) Collins (Murphy, Holzer/4-4), 1:5 (28:23) Joseph (Harrington, Holland), 1:6 (51:01) Kreutzer, 1:7 (51:57) Reid (Harrington, Courchaine).
Strafminuten: Scorpions 14, DEG 12.
Beste DEG-Spieler: Aubin, MacDonald, Joseph.
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