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Eishockey-Play-offs

DEG erarbeitet sich Matchball

23.03.2009 | 15:47 Uhr

Düsseldorf. Courchaine und Reid brachen den Heimspielfluch. DEG begeisterte 9561 Fans mit bester Play-off-Leistung.

Sie liefen hinterher und hinterher und hinterher. Bis zum fünften Eishockey-Play-off-Viertelfinale am Sonntag hatte das DEG-Team von Cheftrainer Harold Kreis gegen die Krefeld Pinguine in nur zehn der 263 Spielminuten geführt. Der verdiente 2:1 (0:0, 2:0, 0:1)-Heimerfolg vor 9561 begeisterten Fans war allerdings nicht nur statistisch ein weiter Satz nach vorn. Kämpferisch und spielerisch zeigten die Gastgeber ihre beste Play-off-Leistung der Saison und besitzen nun am Dienstag (erstes Bully: 19.30 Uhr) an der Westparkstraße den Matchball aufs Semifinale. Es fehlt nur noch ein Sieg.

Storr wuchs zum Riesen

Die Vorentscheidung: Brandon Reids Treffer zum 2:0. (Foto: Uwe Schaffmeister)

Vom Start weg schien „Dampf” auf den Stöcken zu wabern. Die wie aufgedreht agierende DEG steigerte sich vor allem auf den Schlüsselpositionen. Jamie Storr wuchs nach einer frühen, tollen Rettungstat gegen Vasiljevs (9.) zum Riesen, spielte erstmals in den Play offs fehlerlos. Der zweite Block nahm das Selbstvertrauen aus drei erzielten Treffern beim 5:4 vom Freitag mit ins Match. Und sorgte für beide Tore im bärenstarken Mittelabschnitt.

Brandon Reids Klassezuspiel verwertete Adam Courchaine am langen linken Pfosten stehend. Beim 2:0 in Überzahl war Brandon Reid plötzlich freigepasst. Da war schon fast vergessen, dass die Unparteiischen einen Treffer von Daniel Kreutzer 55 Sekunden vor Ende des ersten Drittels nicht gegeben hatte (lesen Sie auch „Ein Torjäger zurück im Dienst”).

Gezittert wurde nur in den zehn Schlussminuten. Pavlikovskys 1:2 galt nicht, weil die Referees eine Torwartbehinderung von Stephens im Video gesehen hatten. Den KEV-Treffer holte Vasiljevs wenig später nach. Caldwell stand da wegen eines Checks gegen Pietta schon unter der Dusche.

Pavlov: „Wir sind noch nicht tot”

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RUND UMS PLAY-OFF-VIERTELFINALE

SC Bern ist an Harold Kreis interessiert

Als hätte der DEG-Cheftrainer nicht schon alle Hände voll zu tun mit dem Play-off-Viertelfinale gegen Krefeld! Harold Kreis scheint nun auch wieder im Fokus des Schweizer Eishockeys zu stehen. Zumindest meldete die Schweizer Boulevardzeitung „Blick” vor einigen Tagen, dass der SC Bern den Deutsch-Kanadier als neuen Coach verpflichten will.

Der Vorrundenerste der Nationalliga A war im Viertelfinale überraschend am Rangachten EV Zug gescheitert und hatte sich daraufhin von Trainer John van Boxmeer getrennt. Ein heißer Nachfolgekandidat soll Kreis sein. Der besitzt bei der DEG allerdings einen Vertrag bis 2010. Mit Ausstiegsklausel, wie der „Blick” in den Raum stellte?

„Kein Kommentar!” entgegnete DEG-Manager Lance Nethery. Auch Coach Kreis hielt sich merklich zurück: „Ich befasse mich derzeit ausschließlich mit Krefeld.”

Grüße aus dem Land der Eidgenossen überbrachte am Sonntag Sean Simpson. Der Kreis-Nachfolger beim Züricher SC saß neben Manager Nethery und Ex-Haie-Coach Doug Mason auf der Tribüne.

„Unkorrekter Körperangriff mit Verletzungsfolge” hieß die Begründung für die Spieldauerstrafe gleich automatische Sperre für das nächste Match. „Es war ein sauberer Hit. Die haben mich vielleicht rausgeschickt, weil ich ein bisschen größer bin als Pietta”, meinte Caldwell. Manager Nethery sah es ähnlich: „In Nordamerika wird das nicht gepfiffen, hier schon. Es war ein guter, aber ärgerlicher Check.”

„Die DEG war schnell, zweikampfstark, einfach hervorragend. Wir aber sind noch nicht tot. Ich freue mich auf Dienstag”, meinte KEV-Trainer Igor Pavlov, „da haben wir eine klare Aufgabenstellung.”

Spiel sieben am Donnerstag im Dome will die DEG natürlich verhindern. Mit der Einstellung vom Sonntag könnte das gelingen. „Wir sind für unsere harte Arbeit belohnt worden. Alle haben alles gegeben. Hut ab vor den Jungs!” lobte DEG-Coach Harold Kreis.

Der wird nun darüber nachdenken, wer den gesperrten Caldwell in der Abwehr vertritt: Mike Vannelli, Marko Nowak oder Tim Schüle.

Gute Laune hatte am Sonntag natürlich Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp. Nach einer erneut guten Kulisse dürfte das Zuschauerminus der Vorrunde von rund 400 000 Euro bereits halbiert sein.

Michael Ryberg

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Kommentare
24.03.2009
06:44
DEG erarbeitet sich Matchball
von dezl82 | #9

@ alterkevfan,

natürlich hofft mann als DEG Fan das die Deutscher meister werden.....aber ich denke das hat so keiner gedacht vor der Saison...dafür gibts im moment nur eine Mannschaft die so denken kann das sind die Eisbären......besten Ausländer besten deutsche junge Leute....ich denke wer die Derie gewinnt der kommt auch ins Finale........denke dann gegen berlin.....aber eins kann mann sagen wenn die DEG richtige einstellung an den Tag leg werden die heute weiter kommen....sollte die zweite reihe...Reid und Co.......heute wieder Eiskunstlaufen betreiben wird dann sehr schwer....

24.03.2009
01:16
DEG erarbeitet sich Matchball
von alterkevfan | #8

Ich hoffe, dass der KEV heute Abend die richtige Antwort geben und auch endlich ein Heimspiel gewinnen wird! In Krefeld hatte wirklich keiner mit diesem hervorragenden Abschneiden in der Vorrunde und dem direkten Einzug in die Play-Offs gerechnet. Dieser von Trainer Igor Pavlov so hervorragend eingestellten, begeisterungsfähigen jungen Mannschaft ist ein Weiterkommen ins Halbfinale einfach eher zu gönnnen. Bei der DEG dagegen ging ja jeder bereits vor Saisonbeginn davon aus, dass man mindestens das Halbfinale errreicht bzw. Deutscher Meister wird.

23.03.2009
18:02
DEG erarbeitet sich Matchball
von Block11 | #7

Bis zu einem gewissen Grad gebe ich Dir ja recht. Nur was bringt es, in solchen Spielen bereits nach wenigen Minuten zu meckern? Es geht ja hier nicht um ein Vorrundenspiel gegen Straubing oder Kassel, sondern ums Halbfinale. Natürlich muss die Mannschaft Leistung zeigen - aber vielleicht müssen auch einige Fans über ihren eigenen Schatten springen, die Ansprüche runterschrauben und einfach anfeuern? Von denen, die es tun (und hier rede ich nicht vom Jugendklub hinterm Tor), gibt es im Vergleich zu den goldenen 90ern leider nicht mehr viele.
Und vielleicht überträgt sich das Anfeuern dann auch in diesen von Dir angesprochenen schlechten Spielen auf die Mannschaft und es klappt dann auf einmal…

23.03.2009
17:16
DEG erarbeitet sich Matchball
von wolla | #6

@Block 11:

das mag darin liegen, daß die altgedienten Fans die legendäre DEG und die legendäre Stimmung kennen. Wenn man ein wenig Eishockeyverstand hat, weiß man doch, daß in sehr vielen Spielen der große Einsatz fehlte. Das war ja sogar in den ersten P.O. Spielen gegen KR noch der Fall. Die altgedienten Fans haben evtl. einige 100 Spiele mehr gesehen und sind daher nicht so leicht zu unterhalten.
Spielt die DEG aber so wie gestern, darf man sehr zufrieden sein.

23.03.2009
11:28
DEG erarbeitet sich Matchball
von nebenBlock11 | #5

Sehe ich ebefalls so. Das DEG-Publikum ist in erster Linie ein Jubel-Publikum oder müsste man es eher Mecker-Publikum nennen? Bei manchen habe ich das Gefühl, dass sie sich freuen, wenn sie den ersten Fehlpass wieder lauthals kritisieren können.
Die Leistung der Mannschaft von gestern hätte mit viel mehr Applaus honoriert werden müssen. Weiter so!

23.03.2009
11:16
DEG erarbeitet sich Matchball
von Block11 | #4

...die Stimmung war in der Tat gestern besser als sonst. Wobei es insbesondere unter den altgedienten DEG Fans immer noch dieses Selbstverständnis gibt, dass die DEG in jedem Spiel den Gegner an die Wand spielen muss. Wenn man bedenkt, dass auf der Stehplatzgeraden nach nicht mal 4 Minuten im ersten Drittel bereits lauthals gemeckert wurde, fass ich mir ernsthaft an den Kopf...
Gestern haben sie nun wirklich gerackert...es kommt also nicht immer nur auf die Mannschaft an. Ein Mentalitätswechsel würde einigen Fans sicherlich gut tun.

23.03.2009
10:45
DEG erarbeitet sich Matchball
von wolla | #3

@cornholio:

Sie meinen also, wenn man schlechte Leistungen kritisiert, darf man gute Leistungen nicht loben ?? :) :) ...
Zu den Zuschauern: weil dieser Run nur ein punktemässiger Run war, aber es wenige Leistungen gab, die begeisterten. Viele Zuschauer wurden in den letzten Jahren durch miese Vorrunden Leistungen verscheucht. Würde die Mannschaft häufiger so gut spielen wie gestern, wäre dies anders. Man konnte ja gestern auch sehen, daß die Stimmung in der Halle aufgrund der guten DEG Leistung besser war als üblich.

22.03.2009
23:50
DEG erarbeitet sich Matchball
von cornholio | #2

Ein Fähnchen im Winde?

Zu den Zuschauern: Warum kommen dann bei einem Run, den die DEG zweifelsohne hatte, in der Hauptrunde nicht mehr als 6-7000 Zuschauer?

22.03.2009
22:51
DEG erarbeitet sich Matchball
von wolla | #1

Würde die DEG häufiger so gut spielen wie heute Nachmittag, wären mangelhafte Verkehrsanbindung und das Catering bestenfalls Randthemen. Erfreulich, daß seit letzten Freitag die Mäusepolizei des zweiten DEG Sturmes einen wahrhaften Zwergenaufstand entfacht hat. KLasse Leistung, die ich ihnen nicht mehr zugetraut hätte. Wollen wir hoffen, daß sich die DEG für das Halbfinale qualifiziert, denn DIESE DEG wollen wir gerne noch länger sehen!!!

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