Das aktuelle Wetter NRW 6°C
Deutsche Eishockey-Liga

DEG düpiert Mannheim mit einer starken 6:1-Gala

19.02.2013 | 22:53 Uhr
DEG düpiert Mannheim mit einer starken 6:1-Gala
Die DEG spielte sich gegen Mannheim in einen regelrechten Rausch.Foto: WAZ FotoPool

Düsseldorf.   Die Düsseldorfer EG hat am Dienstagabend die beste Saisonleistung gezeigt. Die Eishockey-Cracks spielten sich beim Tabellenzweiten Mannheim in einen regelrechten Rausch und siegten am Ende eindrucksvoll mit 6:1. Einziger Wermutstropfen: Youngster Daniel Fischbuch verletzte sich.

Wer am Dienstagabend nicht dabei war, verpasste einen leidenschaftlichen Eishockey-Abend! Mit der besten Saisonleistung entzauberte die DEG den Tabellenzweiten der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) aus Mannheim und schickte die Adler mit gestutzten Flügeln sensationell mit einem 6:1 (3:0, 3:1, 0:0)-Erfolg zurück auf die Heimreise. Einziger Wermutstropfen: Youngster Daniel Fischbuch musste ab dem zweiten Durchgang mit dem Verdacht auf einen Muskelfaserriss in der rechten Leiste passen.

Der Harlem Shake nach Zanetti-Art erlebte gestern seine Weltpremiere. Ausgelassen feierten die Rot-Gelben ihren Sahneerfolg. Am Ende zelebrierte sogar das Trainer-Duo Brittig/Kreutzer den Erfolg mit den Spielern auf dem Eis.

DEG spielte sich zwischenzeitlich in einen regelrechten Rausch

„Wir haben gut kombiniert, hatten viel Zug zum Tor und haben endlich auch am Anfang gleich die Dinger rein gemacht. Wir haben härter gekämpft und einfach mehr Siegeswillen gezeigt“, betonte Chefcoach Christian Brittig.

Vom Startbully weg demonstrierten die Rot-Gelben im viertletzten Heimspiel der Saison ihre Dominanz. Immer wieder rieben sich die nur 3577 Zuschauer im Rather Dome verwundert die Augen. Schaute man sich den Spielverlauf an, konnte man meinen, nicht die Rot-Gelben sind Träger der Roten Laterne, sondern die Gäste aus der Quadratstadt.

Deutsche Eishockey-Liga
DEG - Kommt die Rettung aus der Ukraine?

Für die DEG wäre der 4:5-Niederlage gegen den ERC Ingolstadt erneut Pluspunkte drin gewesen. Trotz der Niederlage gab es von den Zuschauern stehende Ovationen - dies wird auch möglichen neuen Investoren nicht entgangen sein. Auch am Sonntag siollen auch potenzielle Gönner zu Gast gewesen sein.

Das Team um DEG-Kapitän Daniel Kreutzer spielte sich indes geradezu in einen Rausch. Dazu kehrte auch das nötige Glück im Abschluss zurück und die Rot-Gelben standen in der Defensive wieder stabiler als noch am Sonntag bei der ärgerlichen, weil unnötigen 4:5-Niederlage gegen die Eisbären Berlin. Die Angriffsbemühungen des Tabellenzweiten aus Mannheim wurden bereits durch Blocks frühzeitig im Keim erstickt. Nur selten wurde Felix Bick im DEG-Gehäuse ernsthaft geprüft.

Ohnehin lief das Spiel die meiste Zeit fast nur in eine Richtung. Nämlich auf das Gehäuse von Gästetorsteher Dennis Endras (ab der 40. Spielminute Felix Brückmann), der gestern Abend ungewöhnlich viele Pucks nach vorn abprallen ließ. In der vierten Spielminute ließ der Nationalkeeper ein „Schüsschen“ von DEG-Verteidiger Drew Paris über die Stockhand-Schulter in die Maschen rauschen. 264 Sekunden später drosch Marc Zanetti das 2:0 ins Netz. Und nur knapp drei Minuten vor der ersten Pausensirene reagierte Andreas Martinsen nach einem Gewaltschuss von Colin Long am schnellsten, als dessen Abpraller den rechten Pfosten traf. Der „Wikinger“ stand sofort parat und brauchte nur noch einzuschieben.

DEG antwortete auf Gegentreffer der Gäste mit zwei weiteren Toren

Zwar drückten die Adler zunächst auf den Anschluss, doch erneut brachten die Hausherren Zählbares auf die Anzeigetafel. Keeper Endras dachte, er hätte einen Schuss von Niki Mondt sicher pariert, doch die Scheibe flutschte ihm im Zeitlupentempo noch durch die Hosenträger. Diego Hofland reagierte blitzschnell und gab dem Puck den letzten Anstoß.

Das zwischenzeitliche 1:4 durch Yanick Lehoux war nicht mehr als ein Schönheitsfleck. Denn sofort hatte die DEG mit weiteren sehenswerten Treffern von Justin Bostrom und Zanettis zweitem Streich die passende Antwort parat. „Ihr seid nur ein Punktelieferant!“ schallte es am Ende durch den Rather Dome.

Mareike Scheer


Kommentare
Aus dem Ressort
Ex-Düsseldorfer Pfohl und Niederberger im NHL-Draft gelistet
NHL-Draft
Zwei ehemalige Nachwuchs-Eishockeystürmer der Düsseldorfer EG sind in den NHL-Drafts gelistet - Leon Niederberger, Sohn der DEG-Legende Andreas Niederberger, an Position 122, Fabio Pfohl an Position 124.
Kurt Davis kommt als Meister zur DEG
Davis
Der US-Amerikaner Kurt Davis wechselt nach zwei Triumphen vom norwegischen Titelträger Stavanger Oilers zur DEG – mit Tipp von Tore Vikingstad, der seine Karriere bei eben jenem Klub beendete und von 2001 bis 2008 im rot-gelben Trikot auf Torejagd gegangen war.
Ex-DEG-Profi Ridderwall greift in Russland nach dem Titel
Eishockey
Der ehemalige Publikumsliebling der DEG, Calle Ridderwall, steht in der russichen Kontinental-Hockey-League (KHL) mit seiner Mannschaft Lev Prag im Finale. Die 28 Teams umfassende KHL gilt neben der National Hockey League Nordamerikas als die stärkste Eishockey-Liga der Welt.
Vier zukünftige DEG-Cracks stehen vor dem Finaleinzug
Deutsche Eishockey-Liga
Im Sommer wechseln Travis Turnbull, Jakub Ficenec und Tim Conboy vom ERC Ingolstadt an den Rhein. Am Freitag wollen sie gegen Hamburg den ersten Matchball verwerten. In Füssen haben Hagen Kaisler und Leon Niederberger mit dem U-18-Nationalteam mit 8:2 gegen Japan gewonnen.
Youngster Hagen Kaisler bleibt bei der Düsseldorfer EG
Kaisler
Der 17-jährige Verteidiger ist aber nicht nur im DEL-Team eingeplant, sondern soll neben seiner Ausbildung für die DNL und mit Förderlizenzen in der Oberliga sowie in der DELII agieren. Ex-DEG-Torwart Patrick Klein soll sich DEL-Konkurrent Krefeld anschließen.
Umfrage
BVB und FCB im Finale - Wer holt in Berlin den Pokal?

BVB und FCB im Finale - Wer holt in Berlin den Pokal?

 
Fotos und Videos
DEG Mitgliederversammlung
Bildgalerie
Fotostrecke
DEG verliert 0:2
Bildgalerie
DEG
DEG besiegt Augsburg 5:1
Bildgalerie
Eishockey
DEG verliert das Derby
Bildgalerie
Fotostrecke