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Deutsche Eishockey-Liga

DEG darf nach Pleite in Krefeld nicht „den Glauben verlieren“

30.09.2012 | 18:54 Uhr
DEG darf nach Pleite in Krefeld nicht „den Glauben verlieren“
Lauerte am Sonntag in Krefeld vergeblich: DEG-Kapitän Daniel Kreutzer.

Krefeld.  Innerhalb von zwei Tagen musste die DEG in der Deutschen Eishockey-Liga die zweite Derby-Niederlage hinnehmen. Beim 1:2 in Krefeld gab es am Sonntag vor 6572 Zuschauern keine Pluspunkte.

Die DEG-Eishockeycracks hatten nach der 2:3-Verlängerungsniederlage vom Freitag in Köln auch im zweiten Derby des Wochenendes das Nachsehen. Bei den Krefeld Pinguinen verloren die Rot-Gelben am Sonntagnachmittag vor 6572 Zuschauern, darunter 400 mitgereiste Fans aus der Landeshauptstadt, mit viel Pech knapp mit 1:2 (0:1, 1:1, 0:0). Daran konnte diesmal auch der wieder einmal stark aufgelegte Torsteher Bobby Goepfert nichts ändern. DEG-Coach Christian Brittig appellierte hinterher an die Zuversicht seiner Spieler. „Wir dürfen mit diesen knappen Niederlagen jetzt nicht den Glauben an uns selbst verlieren.“

Wann, wenn nicht im „Straßenbahn-Derby“ sollte ein 562-facher NHL-Crack und deutscher Nationalspieler seinen ersten Saison-Treffer im Dress des KEV schießen? Aus Sicht der Rot-Gelben natürlich der denkbar schlechteste, für Christian Ehrhoff wahrscheinlich genau der richtige Zeitpunkt. Der 30-jährige Verteidiger zog mit seiner ganzen Erfahrung genau im richtigen Moment vor das DEG-Gehäuse und netzte eiskalt nach nur 81 gespielten Sekunden zur Führung ein. Im weiteren Verlauf tauchte der „Gast-Star“ aus der besten Liga des Planeten jedoch immer mehr in der Masse seines Teams unter.

Turnbulls Verzweiflungsgeste

Dies änderte jedoch nichts daran, dass das Brittig-Team wie schon am Freitag in Köln knapp zehn Minuten benötigte, um in den Spielfluss zu finden und sich vom Dauerdruck des Gegners zu befreien. Doch kaum hatten sich Daniel Kreutzer und seine Kollegen freigeschwommen, geriet gestern Nachmittag auch die Abwehr der Pinguine ins Trudeln. Allein bei der Ausbeute ließen die Rot-Gelben wieder einmal die nötige Effizienz vermissen. Travis Turnbull schlug gar die Hände über dem Kopf zusammen, nachdem er mittig vor dem KEV-Gehäuse stehend die kleine schwarze Hartgummischeibe über das Torgestänge gedroschen hatte.

Doch in der ersten Drittelpause hatte das Trainer-Duo den Kufenflitzern scheinbar das nötige Zielwasser verabreicht. Nach exakt 22:22 Spielminuten markierte Verteidiger Drew Paris aus spitzem Winkel von rechts mit einem Schuss in den linken Torwinkel den mittlerweile verdienten Ausgleich.

Fortan entwickelte sich ein Match auf Augenhöhe. Der durch Verletzungen und Sperren dezimierte Mini-Kader der DEG mit nur drei Sturmreihen hielt auch auf der Ebene der technischen Raffinesse mit. Und war dem zweiten Treffer näher als die Seidenstädter. Doch genau in dieser Drangperiode der jungen Wilden passierte das Missgeschick – nachdem Henry Martens im Vorwärtsgang weggerutscht war.

Goepfert hielt seine Farben im Schlussdrittel im Spiel

Beim Konterversuch des erst 18-jährigen KEV-Youngsters Patrick Klöpper wehrte Torsteher Bobby Goepfert gewohnt stark ab. Den Abpraller schaufelte der zur Hilfe herangeeilte Andreas Martinsen dann unglücklich mit seinem Körper direkt in die eigenen Maschen. „Da bin ich leider zu spät gekommen“, sagte Martinsen später, „ich habe noch versucht, die Scheibe rauszuhauen. Aber es hat nicht geklappt.“ Coach Brittig schlug vor lauter Frust mit dem Fuß ein Luftloch. Und die Rot-Gelben mussten erneut eine kräfteraubende Aufholjagd starten.

Mit Beginn des Schlussdrittels musste zunächst jedoch wieder Bobby Goepfert mit zahlreichen Glanzparaden sein Team im Spiel halten. Wie schon am Freitag die Kölner, so brachte der 29-jährige Keeper aus New York auch die Krefelder mit blitzartigen Reflexen zur Verzweiflung. Doch anders als gegen die Haie vor drei Tagen wollte der aufopferungsvoll kämpfenden Mannschaft bis zur Schlusssirene der verdiente Ausgleich nicht gelingen.

DAS SPIEL IN DER STATISTIK

DEG: Goepfert; Zanetti, Gödtel; Henry, Woidtke; Ebner, Paris; Martinsen, Mondt, Kreutzer; Ridderwall, Turnbull, Bostrom; Hofland, Martens, Preibisch.

Zuschauer: 6572.

Schiedsrichter: Hascher/Vogl (TEV Miesbach/EHC München).

Tore: 1:0 (1:21) Ehrhoff (Pietta, Methot/4-4), 1:1 (22:22) Paris (Bostrom, Ridderwall), 2:1 (29:15) Klöpper (Milo, Vasiljevs).

Strafminuten: Krefeld 6, DEG 12.

Beste DEG-Spieler: Goepfert (5 Punkte), Paris (3), Ridderwall (1).

Mareike Scheer

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Kommentare
01.10.2012
13:08
DEG darf nach Pleite in Krefeld nicht „den Glauben verlieren“
von Blende-Jochen | #1

Kein Wort zu den Schiris? 5 Minuten vor Schluss eine 2+2-Strafminute gegen die DEG auszusprechen spricht nicht gerade von Fingerspitzengefühl und zeigt einmal mehr deutlich, dass die DEG in dieser Saison schwer verpfiffen wird...

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