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DEG bleibt nach Niederlage gegen Ingolstadt im tiefen Tal

07.12.2012 | 22:42 Uhr
DEG bleibt nach Niederlage gegen Ingolstadt im tiefen Tal
In der Deutschen Eishockey Liga hat die Düsseldorfer EG am Freitag mit 0:5 beim ERC Ingolstadt verloren. "Wir sind momentan nicht in der Lage, so ein Spiel noch zu drehen. Es passieren einfach zu viele Fehler in der Rückwärtsbewegung." fasste DEG-Cheftrainer Christian Brittig zusammen.Foto: ISPFD-Nbg.de

Ingolstadt. „Drin ist immer was!“ DEG-Kapitän Daniel Kreutzer hatte seinen Optimismus auch am Freitagabend nicht verloren. Vor den exakt 84 Schritten vom roten Teppich des Teamhotels zum Seiteneingang der Ingolstädter Arena verbreitete der Außenstürmer noch eine Prise Zuversicht. Doch das rot-gelbe Bergfestspiel der Eishockey-Vorrunde, Nummer 26 von 52 Partien, nahm bei den favorisierten Donau-Panthern den befürchteten Verlauf. Wenn auch mit Verspätung. Nach dem 0:5 (0:0, 0:2, 0:3) beim ERC Ingolstadt mit drei Greilinger-Treffern bleibt die DEG sportlich im tiefen DEL-Tal.

Stockfehler aller Art

Die Schanzer starteten ohne ihren erkrankten Ex-DEG-Verteidiger Jakub Ficenec, dafür jedoch mit Alexander Sulzer. Der 209-malige DEG-Defender hatte ja noch Anfang Oktober in Düsseldorf mittrainiert. Rot-Gelb konnte den NHL-Crack, aktuell im Aufgebot der streikenden Buffalo Sabres, aber nicht bezahlen. Der 28-jährige Allgäuer nahm das Angebot der Donau-Panther an. Gestern Abend hätten die dezimierten Gäste sicher einen Klasseverteidiger der Marke Sulzer gebrauchen können.

Immerhin: Drittel eins lief für 30 rot-gelbe Reisefreunde in der Stehplatzkurve, na ja, zufriedenstellend. Die gastgebenden Raubkatzen wirkten so, als wollten sie ihre Favoritenstellung als Vorjahreshalbfinalist mit halber Kraft nutzen. Stockfehler aller Art machten das Treffen nicht attraktiver. Die wenigen DEG-Chancen gingen auf Entlastungsangriffe zurück.

Bostroms verpasste Führungschance

Bostrom hatte die beste, brachte aber freistehend vor ERC-Keeper Gordon die Scheibe nicht an dessen Beinschonern vorbei (10.). Jungspund Strodel machte einen Zwei-gegen-Eins-Konter mit Mondt zunichte, als er dummerweise an der Blauen Linie übermütig ins Abseits skatete (11.). Den Rest aus DEG-Sicht besorgten der gute Keeper Goepfert und ein bisschen Fortuna. Hieß: Kein Gegentor vor der ersten Sirene!

Die aktuell schwächste Auswärtsmannschaft der DEL brauchte in zweiten Durchgang satte zwölf Spielminuten, um das Tor von Ian Gordon noch zweimal zu gefährden. Da stand es allerdings längst schon 0:1. Kreutzers Bandencheckstrafe nutzte Blau-Schwarz postwendend. John Laliberte lochte in Überzahl freistehend per Abstauber ein. Keeper Goepfert hatte einen von Abwehrrecke Hahn abgefeuerten Distanzschuss zur Seite abgelenkt. Blöderweise genau auf den Schläger des Ex-Wolfsburgers.

Die schüchterne Offensive des Tabellenvorletzten, natürlich von spielerischen Mängeln unterwandert, besaß die doppelte Ausgleichschance. Der Norweger Martinsen nutzte, schön freigepasst von Kreutzer, nicht seinen Freiraum gegen Keeper Gordon aus halblinker Position. 25 Sekunden später steuerte der Jung-Kanadier Zanetti (21) frontal auf Routinier Gordon (37) zu. Wieder ließ der einstige Frankfurter den rechten Beinschoner erfolgreich zucken.

"Es passieren einfach zu viele Fehler"

Und als man insgeheim hoffte, es ginge vielleicht doch noch was, stand es plötzlich 0:2. ERC-Topscorer Greilinger schnappte sich die Scheibe an der Mittellinie, enteilte flink dem rot-gelben Vorwärtsgang per Scheibengewinn. Und ließ Keeper Goepfert im Solo per Schieber in die linke Torecke keine Abwehrchance. Zehntes Saisontor für Greilinger. Gleichzeitig siebte Auswärtsniederlage der DEG in Serie? Spätestens mit dem 3:0 des Ex-Krefelders Hager war das Fragezeichen eliminiert. Greilingers Zugaben gingen auf Keeper Goepferts Kosten: erst ein Beinschuss, dann ein Kontertreffer in Unterzahl.

Fazit von DEG-Cheftrainer Christian Brittig: „Das erste Drittel haben wir gut über die Bühne gebracht. Aber wenn wir einmal mit 0:2 hinten liegen, dann sind wir momentan nicht in der Lage, so ein Spiel noch zu drehen. Es passieren einfach zu viele Fehler in der Rückwärtsbewegung.“ Sein Ingolstädter Kollege Rich Chernomaz meinte: „Wir haben gut und geduldig gespielt und so unseren Weg zum Sieg gefunden.“

Michael Ryberg



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