Bundestrainer Krupp: "Jason steht auf unserer Spielerliste"
09.09.2009 | 22:00 Uhr 2009-09-09T22:00:00+0200Die DEG-Cracks stehen im Jahr der Olympia-Teilnahme in Vancouver und der WM im eigenen Land unter besonderer Beobachtung.
Düsseldorf. Bundestrainer Uwe Krupp (44) nahm sich am Dienstagabend eine Menge Zeit. Nach dem 4:0-Heimsieg der DEG über den EHC Wolfsburg saß der 810-malige NHL-Verteidiger, der 1996 mit Colorado Avalanche den Stanley Cup gewann, eine lockere halbe Stunde in der DEG-Trainerkabine am Dome. Sprach mit den Weggefährten einstiger Eishockey-Bundesliga-Tage: Chefcoach Harold Kreis und „Co” Mike Schmidt. Über das Gesehene, über Taktik, über Beobachtungsschwerpunkte, über die DEG-Verteidiger Holzer und Holland.
NRZ: Möchte man als Bundestrainer an einem solchen Abend nicht schon nach dem ersten Drittel nach Hause fahren?
Krupp: Ich bin ja nicht der Spannung wegen gekommen. Sondern um zu sehen, wer sich von den deutschen Spielern in solches Matches wirklich in Szene setzen kann.
Eine gute Situation für Korbinian Holzer
NRZ: Im ersten Drittel hat die Reihe um Brandon Reid mit vier Treffern das Match entschieden. Danach waren die Rollen, sagen wir mal, entspannt verteilt, oder?
Krupp: Sehe ich genauso. Erkenntnisse gab es trotzdem.
NRZ: Welche?
Krupp: Es ist beispielsweise eine gute Situation für Korbinian Holzer, dass Trainer Harold Kreis ihn auch in Überzahl aufs Feld schickt. Das bringt Korbinian weiter. Er macht von Jahr zu Jahr einen Schritt nach vorn. Korbinian muss aber weiter an sich arbeiten und Geduld haben.
NRZ: Apropos DEG-Verteidigung: Ist Jason Holland weiter ein Thema? Er musste ja beim WM-Turnier 2007 in Halifax/Kanada mangels Spielberechtigung aussteigen.
Krupp: Jason ist auf unserer Spielerliste für das Scouting. Er ist ein solider, körperlich starker Abwehrspieler, der auch auf dem schnellen internationalen Niveau gut zurechtkommt. Wir wissen genau, was wir an ihm haben.
„Das war die genau richtige Entscheidung”
NRZ: Sie haben Atlanta für einige Monate den Rücken gekehrt und wohnen in Ihrer alten Heimatstadt Köln, um die Nationalmannschaft besser auf die Olympischen Spiele in Vancouver und die WM im eigenen Land vorbereiten zu können.
Krupp: Und das war auch genau die richtige Entscheidung. Ich kümmere mich neben Sponsoren- und Medienterminen intensiv vor allem um die Spieler und die Spiele im Westen. Ich werde also auch die deutschen Spieler im Düsseldorfer Team genauer im Fokus haben.
15:27
Der Krupp ist doch ein Riesenschwätzer, in erster Linie greift der doch eh auf Kölner und diverse 2.Ligaspiler zurück, als die jungs aus Düsseldorf zu nehmen. Einmal Kölner immer Kölner.