DEG-Zeugnis: Kreutzer hat seinen zweiten Frühling erlebt

Alexej Dmitriev in Aktion gegen Augsburg.
Alexej Dmitriev in Aktion gegen Augsburg.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Nach zwei Jahren am Tabellenende marschierte die DEG bis ins Halbfinale und beendete die Saison als Dritter. Im zweiten Teil geht es um die Stürmer.

Düsseldorf.. Die DEG strafte alle Experten ab. Vor der abgelaufenen Saison wie in den vergangenen zwei Jahren am Tabellenende gehandelt, marschierten die rot-gelben Eishockeycracks ins Halbfinale. Im zweiten Teil des Saisonrückblicks beleuchtet die NRZ heute die Stürmer.

Daniel Kreutzer: Der Kapitän hat seinen zweiten Frühling erlebt, nach seinem Halswirbelbogenbruch läuferisch wieder eine Schippe draufgelegt und sich so ganz nebenbei auch die Krone des DEL-Rekordtorschützen aufgesetzt. Vertrag bis 2017.

Rob Collins: Blühte an alter Wirkungsstätte wieder auf. Launische Auftritte sind beim zu den technisch Besten der Liga zählenden Routinier Vergangenheit. Der Angreifer ist noch immer ein Anführer. Vertrag bis 2016.

Alexej Dmitriev: Technisch starker Verwerter der Vorlagen von Collins und Kreutzer mit viel Übersicht, der auch in die Bereiche vor dem Tor geht, wo es weh tun kann. Vertrag bis 2016. Saison-Einzelkritik

Ken André Olimb: Der norwegische Nationalspieler ist ein absoluter Leistungsträger im Team. Treibt die Scheibe, ist technisch versiert und kann das Spiel lesen sowie den Puck gut verteilen. Kann jedoch noch effektiver im Abschluss werden. Vertrag bis 2016.

Andreas Martinsen: Schneller und großer Stürmer, der in der ersten Saisonhälfte sehr präsent und noch effektiver geworden ist. Doch nachdem NHL-Scouts den Wikinger Anfang des Jahres beobachtet hatten, fiel die Leistungskurve deutlich ab – soll doch ein Vertrag in der besten Pucksport-Liga des Planeten bereits vor Wochenfrist unterschrieben worden sein. Verlässt den Verein.

Manuel Strodel: Technisch weiter gereift, ist die Arbeitsbiene auch als Torschütze vermehrt in Erscheinung getreten und hat ihren ersten Hattrick markiert. Vertrag bis 2017.

Travis Turnbull: Kraftpaket im zweiten Sturm. Geht auch dahin, wo es weh tut und wurde mit 19 Treffern im Endspurt erfolgreichster Torschütze der Hauptrunde im Team. Vertrag bis 2016.

Michael Davies: In seiner ersten Europa-Saison stark eingeschlagen, bis zur Länderspielpause im November Topscorer der Liga und an 45 Prozent aller DEG-Tore beteiligt! Anfang Dezember wurde der technisch sehr versierte Angreifer bis zu den Play offs von einer positiven Dopingprobe ausgebremst, ehe der Richter den Stürmer aufgrund geringer Schuld nur rückwirkend drei Monate sperrte. Gab den Pass zum Tor, das den Weg ins Halbfinale ebnete – muss denoch gehen.

Kris Sparre: Führte sich mit vier Toren in den ersten vier Spielern nach der Nachverpflichtung Ende Dezember für Davies stark ein, fiel dann jedoch immer mehr ab. Verlässt den Verein.

Alexander Preibisch: Der Roadrunner im Team, auch Speedy Gonzales genannt, ist blitzschnell, vergisst jedoch zu oft den Torabschluss. Besitzt noch Steigerungspotenzial und einen Vertrag bis 2017.

Niki Mondt: Hat sich im Vergleich zur Vorsaison deutlich gesteigert und stabilisierte die vierte Angriffsreihe, die auch regelmäßig scorte. Ein Mittelfußbruch im Februar in Köln ließ ihn dann jedoch bis zum Saisonende zuschauen. Ob der Routinier noch eine weitere Saison dranhängt, ist noch unklar.

Daniel Fischbuch: Ist von den Youngsters der technisch begabteste Stürmer und stellte dies auch in dieser Saison unter Beweis. Muss jedoch physisch noch mehr draufpacken, um sich besser durchsetzen und zum Torerfolg kommen zu können. Vertrag bis 2016.

Alexander Thiel: Benötigte einige Zeit, um sich an das Tempo in der DEL zu gewöhnen, trat am Ende der Saison, speziell in den Play offs, jedoch immer mehr in Erscheinung und deutete sein Talent an. Verlässt den Verein auf eigenen Wunsch.

Dominik Daxlberger: Zunächst mit einer Gehirnerschütterung zum Zuschauen verdammt, kam der Youngster in der Folge nicht mehr zum Zug. Verlässt den Verein.

Corey Mapes bleibt der DEG erhalten

Verteidiger Corey Mapes bleibt der DEG ein weiteres Jahr erhalten. „Corey ist ein junger Spieler mit viel Potenzial“, sagt DEG-Trainer Christof Kreutzer. Damit stehen dem Coach in der kommenden Saison bisher in Mapes, Tim Conboy, Stephan Daschner, Kurt Davis, Bernhard Ebner, Jakub Ficenec sowie Zugang Tim Schüle und Nachwuchsspieler Hagen Kaisler acht Defensivkräfte zur Verfügung. Für den Sturm verhandelt der achtmalige Deutsche Meister derweil noch mit Niki Mondt.