DEG-Angreifer Lewandowski ist nach sieben Jahren zurück in der DEL

Nach sieben Jahren Pause zurück in der DEL: Eduard Lewandowski.
Nach sieben Jahren Pause zurück in der DEL: Eduard Lewandowski.
Foto: Imago
Nach sieben Jahren in der Kontinental Hockey League ist Ex-Nationalspieler Eduard Lewandowski zurück in der Liga – und stürmt ab der kommenden Saison für die DEG.

Düsseldorf.. Eduard Lewandowski verfügt mit seinen 34 Jahren über viel Erfahrung und war zuletzt sieben Spielzeiten in der Kontinental Hockey League (KHL) Russlands auf höchstem Niveau aktiv. Nun zog es den Routinier allerdings zurück in die DEL. Nach Engagements bei den Eisbären Berlin, den Kölner Haie und Adler Mannheim läuft der Stürmer ab der kommenden Saison für die Düsseldorfer EG auf. Im Interview sprach der Deutsch-Russe über die Gründe seiner Rückkehr, die Zeit in Russland und seine Ziele.

Herr Lewandowski, nach sieben Jahren kehren Sie der KHL den Rücken und haben sich für eine Zukunft in der DEL entschieden. Was war der ausschlaggebende Punkt?

Eduard Lewandowski: Meine Familie lebt schon seit Längerem in Wilhelmshaven. Unsere Tochter Dalia ist gerade geboren worden, unsere beiden anderen Kinder – die zehnjährige Alecia und der achtjährige David – gehen in Deutschland zur Schule. Ich wollte nicht länger von ihnen und meiner Frau Erika getrennt sein, nachdem wir uns zwei Jahre fast nicht gesehen haben. Ich will meine Familie bei mir haben. Als dann der Anruf der DEG und von Trainer Christof Kreutzer kam, habe ich nicht mehr lange überlegt.

Man hört viele kuriose Geschichten rund um die KHL? Was haben Sie in ihren sieben Jahre so erlebt?

Lewandowski: Da gibt es natürlich eine Menge. Ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen und aufhören sollte, man kann es gar nicht alles aufzählen – aber das gehört natürlich nicht in die Öffentlichkeit. Ich hatte keine Probleme und habe immer alles bekommen, was mir versprochen wurde.

Haben Sie die DEL in den vergangenen Jahren weiter verfolgt?

Lewandowski: Nicht regelmäßig, aber ich wusste was in den Play offs passiert und auch, wer am Ende Meister geworden ist.

Wo sehen Sie den größten Unterschied zwischen der DEL und der KHL?

Lewandowski: Es ist natürlich schwer zu sagen, weil ich die vergangenen sieben Jahre in der DEL nicht mitbekommen habe. Aber im Vergleich zu damals hat die DEL einfach ein anderes System, hier ist alles mehr kanadisch geprägt. Und in der KHL ist natürlich wesentlich mehr Geld im Spiel, mit dem auch andere Spieler verpflichtet werden können, deren Qualität sich dann schlussendlich auch auf dem Eis widerspiegelt.

Ist nach der Rückkehr nach Deutschland die Nationalmannschaft vielleicht noch einmal ein Thema für Sie?

Lewandowski: Nein, ich spiele nicht mehr für Deutschland. Ich bleibe bei meiner Familie, daran verschwende ich gar keinen Gedanken.

Was sind ihre Ziele in der kommenden Saison mit der Düsseldorfer EG?

Lewandowski: Erst einmal wollen wir in die Play offs, danach können wir dann weitersehen. Auf dem Eis geht es immer ums Gewinnen, egal gegen wen oder wo.