Cortina-Nachfolger: Kommt nun Sturm als Generalmanager?

München (dpa) - Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) verhandelt mit dem deutschen Rekord-NHL-Spieler Marco Sturm über dessen Einstieg in verantwortlicher Position beim Nationalteam.

"Wir sind gerade in Gesprächen und schon länger in Kontakt. Aber es ist noch nichts fix", sagte Sturm der Deutschen Presse-Agentur und bestätigte einen Bericht des Fachmagazins "Eishockey News".

Demnach will DEB-Präsident Franz Reindl den Ex-Nationalstürmer als künftigen Generalmanager gewinnen. "Wir führen aktuell gute Gespräche und ich gehe davon aus, dass wir zeitnah - vielleicht schon Ende der Woche - ein Ergebnis präsentieren können", sagte Reindl. Allerdings sind laut Sturm "mehrere Optionen" denkbar.

Reindl setzt bei der Nachfolge für Ex-Bundestrainer Pat Cortina auf einen starken Generalmanager, der das Gesicht des Nationalteams sein soll. "Konkret für zwei Jahre, um das Nationalteam im Hinblick auf die Heim-WM 2017 zu formen", formulierte Reindl.

Dafür will der DEB-Chef eine hauptamtliche Lösung. Nach Informationen der "Eishockey News" und der "Bild" ist eine Verpflichtung von Wunschkandidat Uwe Krupp gescheitert, weil die Eisbären Berlin den früheren Bundestrainer nicht ziehen lassen wollen. Krupp ist inzwischen Eisbären-Chefcoach. Eine Doppelfunktion wird nach Absprache zwischen DEB und der Deutschen Eishockey Liga abgelehnt.

Eigentlich wollte Reindl die Cortina-Nachfolge bereits im Juni geregelt haben. Der Vertrag mit dem Italo-Kanadier war nach der WM im Mai nicht mehr verlängert worden.

Sturm hat in der nordamerikanischen Profiliga NHL 1006 Spiele absolviert - so viele wie kein anderer Deutscher. Im vergangenen August hatte der Dingolfinger seine Abschiedsspiel absolviert und danach Interesse an einem Posten im deutschen Eishockey signalisiert. "Ich habe immer gesagt, dass ich dem Nationalteam gerne helfen würde", sagte Sturm nun erneut.