3:1 gegen Wolfsburg - DEG kann die Play-off-Tickets drucken

Freude bei der DEG: Andreas Martinsen und Torschütze Stephan Daschner freuen sich über dessen Treffer.
Freude bei der DEG: Andreas Martinsen und Torschütze Stephan Daschner freuen sich über dessen Treffer.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Mit dem Erfolg gegen Wolfsburg hat sich die Düsseldorfer EG am Sonntag vorzeitig die Teilnahme an der Endrunde gesichert - trotz arger Personalnot.

Düsseldorf.. Die DEG kann die Play-off-Tickets drucken und wird nach zwei Jahren Abstinenz wieder in der Endrunde mitmischen. Dank des 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)-Erfolgs gegen die Grizzly Adams aus Wolfsburg und dem sechstem Sieg in Folge haben sich die Rot-Gelben gestern Abend auf den fünften Platz vorgeschoben. Doch nicht nur das: Das Team von Cheftrainer Christof Kreutzer hat nun 15 Punkte Vorsprung bei nur noch 15 zu vergebenen Zählern auf die Kölner Haie als Rangelfter, die gestern mit 3:5 in Ingolstadt unterlagen. Nur kühnste Mathematiker dürften an der Play-off-Teilnahme der Düsseldorfer noch Restzweifel haben. Die Domstädter, die ein um 28 Treffer schlechteres Torverhältnis aufweisen, treffen zudem am Dienstag auf Krefeld, so dass sich die direkten Gegner noch Punkte klauen.

„Wir schauen jetzt alle nur noch nach oben und wollen uns jetzt auch unter den Top Sechs halten“, frohlockte Kapitän Daniel Kreutzer. Sein Bruder und Coach Christof gibt sich da noch bescheidener: „Ich nehme da lieber noch einmal den Taschenrechner. Wir dürfen nicht lange darüber nachdenken, Dienstag wartet schon wieder Iserlohn. Dann kann man vielleicht noch einmal darüber reden.“

DEG hat schon wieder einen US-Scout zu Gast

War in den vergangenen Wochen bereits dreimal ein NHL-Scout der Colorado Avalanche zu Gast im Rather Dome, um Andreas Martinsen zu sichten, hatten die Rot-Gelben gestern übrigens hohen Scout-Besuch von den Pittsburgh Penguins zu Gast. Die DEG-Cracks machen die Vereine aus der besten Pucksport-Liga des Planeten vermehrt auf sich aufmerksam.

Spielbericht Der US-amerikanische Gast bekam sogleich einen Coast-to-Coast-Lauf aus dem Lehrbuch von Verteidiger Stephan Daschner zu sehen. Vor dem eigenen Gehäuse die Scheibe aufgenommen, ließ der 26-Jährige die gegnerischen Reihen stehen, kurvte einmal um das Wolfsburger Tor und düpierte schlussendlich auch noch Gäste-Keeper Sebastian Vogl per Bauerntrick. Was für ein Start für die arg dezimierten Düsseldorfer, die nach den Verletzungen von Ebner, Ficenec und Strodel am Freitag in Hamburg mittlerweile die Ausfälle von acht Stammkräften kompensieren müssen! Dies ließen sich die Rot-Gelben jedoch nicht anmerken und belagerten weiter das Gehäuse der Niedersachsen – wenn auch ohne Erfolg. Kurz vor der ersten Pause scheiterte Schiestel per Direktabnahme knapp an Vogel.

Olimb setzt bei der DEG Ausrufezeichen

Unmittelbar nach Wiederbeginn setzte Ken André Olimb mit einem Pfostenknaller sogleich das nächste Ausrufezeichen. Blieb dem Norweger ein Torjubel noch verwehrt, legte Kris Sparre kurz darauf nach. Mit einer Köpertäuschung war der Gäste-Keeper ausgetanzt und der Angreifer nagelte die schwarze Hartgummischeibe unter die Latte.

Zugang Die Wolfsburger zeigten sich dadurch jedoch wenig beeindruckt und kamen kurz darauf durch einen Zaubertreffer von Sebastian Furchner zum Anschluss. In Überzahl nahm sich der Angreifer einen Verlegenheitsschuss und traf genau unter die Latte. In der Folge wurde es ruppig. Doch der erneut starke DEG-Keeper Tyler Beskorowany hielt in Unterzahl die Führung der Hausherren fest.

Eingang des Schlussdrittels stellte Stephan Daschner mit einem platzierten Schlagschuss und seinem zweiten Streich zum 3:1 die Weichen endgültig auf Sieg. Trotz dreier Pfostentreffer sollte den Wolfsburger kein weiteres Tor mehr gelingen.

Wiederholungstäter Kreutzer droht eine lange Sperre

Einziger Wermutstropfen des Abends: Kapitän Daniel Kreutzer droht eine lange Sperre. In der 30. Spielminute mit 2 plus 10 Minuten wegen eines Checks gegen Kopf und Nacken vom Eis geschickt, drohen dem DEG-Urgestein als „Wiederholungstäter“ aus den vergangenen zwei Saisons bei einer Verurteilung bis zu zehn Spiele Pause.

„Der Wolfsburger wollte mich checken, aus Selbstschutz habe ich den Schläger hochgenommen. Ich denke nicht, dass da noch was nachkommt“, betont Kreutzer jedoch sogleich. Mit Teamkollege Corey Mapes könnte nach Spieldauerstrafe, ebenfalls berechtigt wegen Check gegen Kopf und Nacken, der zehnte Spieler (gesperrt) ausfallen.