2:3 nach Overtime - DEG schlittert nur knapp am erneuten Sieg vorbei

Der Moment der Düsseldorfer Niederlage: Ingolstadts Patrick Hager bejubelt seinen 3:2-Siegtreffer.
Der Moment der Düsseldorfer Niederlage: Ingolstadts Patrick Hager bejubelt seinen 3:2-Siegtreffer.
Foto: Imago
Was wir bereits wissen
Das Team von Cheftrainer Christof Kreutzer unterlag in Ingolstadt erst 181 Sekunden vor dem Ende der ersten Verlängerung mit 2:3. Am Donnerstag steigt das vierte Halbfinalduell im Rather Dome.

Düsseldorf.. Es ist das Duell des amtierenden Deutschen Eishockey-Meisters gegen das Überraschungsteam der Saison. Und 181 Sekunden vor dem Ende der ersten Verlängerung behielt dieses Mal der Titelverteidiger das bessere Ende für sich. Mit einem torraumabseitsverdächtigen Treffer schoss Nationalspieler Patrick Hager den Siegtreffer bei der 2:3 (1:0, 0:2, 1:0,M 0:1)-Niederlage der DEG beim ERC Ingolstadt, nach dem das erste Verlängerungsduell im Pantherkäfig noch an die Düsseldorfer gegangen war. Dennoch schlitterte das Team von Cheftrainer Christof Kreutzer nur knapp an einer erneuten Überraschung vorbei, war in der Overtime eigentlich das zielstrebigere und gefährlichere Team und kann schon morgen Abend (19.30 Uhr) im Rather Dome den 2:2-Serienausgleich markieren.

„Es ging rauf und runter, dieses Mal hatte Ingolstadt halt das glücklichere Ende. Aber wir bleiben positiv. Wenn wir diese Leistung zu Hause wieder zeigen, haben wir gute Chancen auf den Sieg“, betonte Verteidiger Bernhard Ebner.

Beskorowany ist der DEG ein großer Rückhalt

Erneut entwickelte sich von der ersten Spielminute ein rasantes Duell. Mit den ersten Chancen für die Hausherren. Doch sowohl Petr Taticek als auch Jeffrey Szwez scheiterten einmal mehr am erneut bärenstarken DEG-Keeper Tyler Beskorowany. Immer wieder gingen die Rot-Gelben in der Defensive nicht konsequent genug zu werke, so dass sich immer wieder brenzlige Situationen ergaben, die der beste DEL-Torhüter des Jahres immer wieder ausbügeln musste – dies jedoch mit Bravour. So auch gegen den zukünftigen DEG-Spieler Christoph Gawlik sowie Thomas Greilinger und Brandon Buck innerhalb von nur 60 Sekunden zur Mitte des ersten Drittels.

Nachspiel Und Mitten in die größte Drangphase hinein, kam der große Auftritt von Shawn Belle. Nach einem sehenswerten Pass quer über die ganze Eisfläche von Stürmer Andreas Martinsen lief der Verteidiger allein auf ERC-Schlussmann Timo Pielmeier zu und vollendete mit einem Schuss über die Stockhand links oben in den Winkel. „Was macht denn der da vorne?“ fragt sich da auch Defensivkollege Stephan Daschner verwundert. Die einfache Antwort: Tore schießen, und zwar schon das zweite der laufenden Play offs.

Mit dieser knappen Führung ging es auch in die erste Pause. „In der defensiven Zone haben wir zu oft noch nicht den Mann, da stimmt die Abstimmung noch nicht ganz. Aber dieses Mal müssen wir es verteidigen und einfach weiterspielen“, betonte Youngster Alexander Preibisch. Doch in Überzahl sollte der Druck in der 29. Spielminute zu große werden. Drei Schüsse von Gawlik, Greilinger und Buck wehrte DEG-Keeper Beskorowany noch ab, doch gegen den dritten Nachschuss war auch der 24-jährige Kanadier machtlos.

Ingolstafts Führungstreffer irregulär

Und selbst in Unterzahl mussten die Ingolstädter in der Folge nun nur auf Fehler der in Scheibenbesitz zu unkonzentriert anlaufenden DEG lauern. Einen solchen nutzten die Schanzer dann für einen Konter über John Laliberte zur Führung – wenn auch irregulär. Der Ingolstädter Angreifer behinderte DEG-Schlussmann Beskorowany beim Abpraller, doch das Schiedsrichtergespann pfiff nicht ab. Zudem fuhren die Düsseldorfer Abwehrrecken Stephan Daschner und Bernhard Ebner hinter das Tor und ließen ihren Torwart allein, so dass Panther Dustin Friesen unbedrängt gegen den am Boden liegenden Beskorowany einschieben konnte.

Doch die DEG hat noch einen ehemaligen Meisterstürmer in ihren Reihen – und der sollte nur 87 Sekunden nach Wiederbully im starken Schlussdurchgang gegen sein Ex-Team den Ausgleich markieren. Von der Blauen Linie abgezogen setzte Travis Turnbull den Puck durch die „Hosenträger“ von Timo Pielmeier im ERC-Gehäuse in die Maschen. Und nachdem am sogar 66 Sekunden mit zwei Mann weniger auf dem Eis überstand wurden, ging es erneut in die Verlängerung.