1:4-Pleite gegen Nürnberg - DEG schwächelt im neuen Jahr

Mit vereinten Kräften versuchte sich die DEG gegen die Nürnberger Angriffsbemühungen zu stemmen – vergeblich.
Mit vereinten Kräften versuchte sich die DEG gegen die Nürnberger Angriffsbemühungen zu stemmen – vergeblich.
Foto: Birgit Häfner
Was wir bereits wissen
Eine Woche vor dem Winter Game gegen Köln kassiert die Düsseldorfer EG in Nürnberg die dritte Niederlage in Folge. Köln zieht in der Tabelle vorbei.

Düsseldorf.. Ist es der Winter-Game-Fluch? In fünf Tagen steigt in der Stockumer Arena das XXL-Freiluft-Spektakel der Deutschen Eishockey-Liga zwischen der DEG und den Kölner Haien. Und die Düsseldorfer kassierten gestern Nachmittag bei den Ice Tigers Nürnberg die dritte Niederlage in Folge: 1:4 (0:1, 0:2, 1:1).

Die Franken hatten vor zwei Jahren bei der Premiere des Events ähnliche Probleme und der DEG-Cheftrainer Christof Kreutzer monierte schon am Freitag nach dem missglückten Spiel beim 2:6 gegen Hamburg zum Start ins neue Jahr die Unkonzentriertheit seiner Cracks: „Einige sind mit ihren Gedanken schon zu sehr beim Winter Game.“ Besser machten es gestern die Domstädter, die dank eines 3:2-Erfolgs über Straubing in der Tabelle erst einmal an den Düsseldorfern vorbeizogen.

Durch die Schoner getunnelt

Spielbericht Dabei war die DEG gut in die Partie gestartet. Doch als Bernhard Ebner in der zehnten Spielminute wegen einem hohen Stock auf der Strafbank saß, schlug der 713-malige NHL-Spieler Steven Reinprecht in Reihen der Nürnberger zu, der seinen Schläger in einen Schuss von Jason Jaspers hielt und DEG-Keeper Tyler Beskorowany durch die Schoner tunnelte. Die rot-gelben Gäste zeigten sich zunächst geschockt, hatten kurz vor der ersten Drittelpause bei einem Alleingang jedoch die große Chance zum Ausgleich – allerdings wurde Niki Mondt von einem Nürnberg unsanft am Torschuss gehindert.

Ein klares Foul, das jedoch nicht geahndet wurde. Keine Strafzeit, geschweige denn Penalty. Besonders ärgerlich, nachdem eine wesentlich harmlosere Aktion nur wenige Tage zuvor zu Mannheims Sieg-Penalty geführt hatte. Bei Schiedsrichter-Entscheidungen sind die Düsseldorfer derzeit wahrlich nicht vom Glück verfolgt.

DEG-Coach Kreutzer geht in die Luft

Es sollte jedoch noch dicker kommen. 151 Sekunden nach Wiederbeginn erhöhte Ex-DEG-Stürmer Patrick Reimer mit einem platzierten, satten Schuss von Höhe der Bullylinie an den Innenpfosten zum 2:0. Nach neun Jahren am Rhein, bevor es ihn 2012 nach Nürnberg zog, jubelte der 32-Jährige jedoch einmal mehr nicht über seinen Treffer.

Deutsche Eishockey-Liga Dies übernahm Teamkollege Fredrik Eriksson nach exakt 28 Spielminuten, nachdem er bei zwei Mann mehr auf dem Eis einen Pass von Patrick Reimer zum dritten Streich verwertet hatte. DEG-Trainer Christof Kreutzer regte sich über eine Strafe gegen Dominik Daxlberger (Stockschlag) auf und machte seinem Unmut lautstark Luft. Konsequenz: Zwei Strafminuten oben drauf gegen ihn.

Hoffnung schnell genommen

Im Schlussabschnitt mühten sich die Rot-Gelben, bei denen kein Spieler Normalform erreichte, um Schadensbegrenzung – ohne Erfolg. Die Franken spielten die Gäste schwindelig und kamen folgerichtig noch zum 4:0 durch einen zweiten Ex-DEG-Stürmer. Connor James nahm den Gästen bereits in der 43. Minute die letzte Hoffnung auf eine Wende.

Das 1:4 zwei Sekunden vor dem Ende durch Jakub Ficenec in Überzahl war nicht mehr als Ergebniskosmetik, aber immerhin der 50. Auswärtstreffer, der ein Shutout für den Gegner verhinderte.

Das Spiel in der Statistik

Nürnberg Ice Tigers – DEG 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)

DEG: Beskorowany; Davis, Belle; Ebner, Noske; Schiestel, Ficenec; Mapes; Kreutzer, Collins, Dmitriev; Turnbull, Olimb, Sparre; Preibisch, Strodel, Fischbuch; Daxlberger, Mondt, Thiel.

Zuschauer: 5244.

Schiedsrichter: Aicher/Fischer (Rosenheim/Osterode).

Tore: 1:0 (9:25) Reinprecht (Jaspers, P. Reimer/5-4-Überzahl), 2:0 (22:31) P. Reimer (Eriksson, Jaspers/5-4), 3:0 (28:00) Eriksson (P. Reimer, Jenike/5-3), 4:0 (43:08) James (El-Sayed, Eriksson), 4:1 (59:58) Ficenec (5-4).

Strafminuten: Nürnberg 12 plus 10 (Nowak/40:00, wegen Meckerns), DEG 12.

Beste DEG-Spieler: Keiner.