Eishockey-Rückkehr zum Auf- und Abstieg ist eine gute Perspektive

Heja, heja DEG: Die Fans der Düsseldorfer EG gehören seit Jahrzehnten zu den besten Fans im deutschen Eishockey. Foto: Kai Kitschenberg
Heja, heja DEG: Die Fans der Düsseldorfer EG gehören seit Jahrzehnten zu den besten Fans im deutschen Eishockey. Foto: Kai Kitschenberg
Was wir bereits wissen
Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) denkt darüber nach, die Auf- und Abstiegsregelung wieder einzuführen. Es wäre eine gute Entscheidung. Fans fiebern auch dann mit ihrem Klub, wenn es gegen den Abstieg geht. Ein Kommentar.

Essen.. Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) führt zwar das Wort „deutsch“ im Namen, doch es ist in Wahrheit die amerikanischste Liga, die es in Deutschland gibt.

Die Eishockeyprofis haben als einzige große Sportart hierzulande das US-System der geschlossenen Liga übernommen. Wie in Nordamerika im Football, im Basketball, im Eishockey und im Baseball gibt es in der DEL keinen Auf- und Abstieg. Von dieser Regelung hatten sich die Klubs eine langfristige Planungssicherheit im wirtschaftlichen Bereich versprochen.

In den USA funktioniert dieses Modell, weil das traditionelle Sportverständnis dort ein anderes ist. In Deutschland fiebert der Fan dagegen im Fußball und im Handball gerade auch dann mit seinem Klub, wenn es gegen den Abstieg geht. Im Eishockey war dies über Jahrzehnte hinweg genauso. In dieser Kultur wurden Vereine wie die Düsseldorfer EG und die Kölner Haie groß.

Mit der Umstellung auf das US-System verschwand Eishockey in Deutschland immer mehr aus der breiten Wahrnehmung der Sportfans. Auch wirtschaftlich erfüllte die Umstellungen die Erwartungen nicht. Daher ist die Rückkehr zum Auf- und Abstieg eine gute Perspektive für Eishockey in Deutschland.