Einsicht in "Operacion Puerto" bleibt RFEC versagt
17.04.2009 | 22:16 Uhr 2009-04-17T22:16:28+0200Das Gericht in Madrid hat dem spanischen Radsport-Verband RFEC die Einsicht in die Akten um die Doping-Affäre, in deren Mittelpunkt der Arzt Eufemiano Fuentes steht, versagt.
Der spanische Radsport-Verband RFEC erhält im Verfahren um die spanische Doping-Affäre keine Akteneinsicht. Das Gericht in Madrid lehnte am Freitag einen entsprechenden Antrag des RFEC ab. "Wir möchten unser totales Unverständnis über diese Entscheidung zum Ausdruck bringen", teilte der Verband auf seiner Internetseite mit und kündigte zugleich an, mit Anwälten weiter um Akteneinsicht zu kämpfen.
Der RFEC hatte im Februar Einsicht in die Akten und Ergebnisse von Bluttests angefordert, um die in den Skandal um den Arzt Eufemiano Fuentes verstrickten Radprofis zu überführen. In einer Wohnung des Gynäkologen Fuentes waren 2006 unter anderem über 200 kodierte Blutbeutel gefunden worden. Die Untersuchungen wurden bereits zweimal ohne Ergebnis eingestellt. Im Januar ordnete ein Gericht in Madrid allerdings die Wiederaufnahme an.
Die Polizei hatte vor drei Jahren 50 Fahrer, darunter Jan Ullrich und Ivan Basso, mit der Affäre in Verbindung gebracht. Einige Beutel wurden Ullrich inzwischen per DNA-Abgleich zugeordnet, der Tour-Sieger von 1997 bestreitet jedoch jegliches Doping. Basso gab die Zusammenarbeit mit Fuentes zu, will aber niemals gedopt haben. Nach seiner Sperre sitzt der Italiener mittlerweile wieder im Sattel.

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