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Eine Lotterie als Volltreffer

22.01.2015 | 00:12 Uhr

In Deutschland können außer Fußballern, Eishockeyspielern oder Golfspielern nur wenige von ihrem Sport leben. Robert Harting, der Diskus-Olympiasieger von 2012, gehört auch zu der kleinen Zahl von Athleten, die sich um ihre finanzielle Situation keine Sorgen machen müssen. Dennoch hat sich der Berliner seit Jahren Gedanken gemacht, wie weniger privilegierte Sportler besser unterstützt werden können. Viele hielten Hartings Ideen für Hirngespinste, doch der dreimalige Sportler des Jahres überwand auch die bürokratischen Hürden.

Die Idee, mit einer Lotterie den Leistungssport zu fördern, ist nicht neu. In England hatte solch ein Projekt nach dem historischen Olympia-Debakel von 1996 (nur 15 Medaillen) großen Erfolg. 2012 holten die Briten 65 olympische Plaketten. Jährlich werden dort 300 Millionen Euro an die Sportler ausgeschüttet. Dagegen sind die 20 Millionen Euro, die sich Harting als Ziel gesetzt hat, eine kleine Summe. Zuletzt haben einige Sportler wie Schwimm-Kurzbahn-Weltmeister Markus Deibler ihre Karriere beendet, weil sie vom Sport nicht leben können und deshalb dem Beruf frühzeitig den Vorrang gegeben haben. Auch wenn man Medaillen nicht kaufen kann, Hartings Lotterie macht die Sportler unabhängiger und erhöht so die Chancen auf den Erfolg.

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2015-01-22 00:12
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