Ein Umbruch funktioniert selten über Nacht

Eine Entlassung Von Andreas Bergmann wäre für den VfL Bochum wohl gar nicht finanzierbar.
Eine Entlassung Von Andreas Bergmann wäre für den VfL Bochum wohl gar nicht finanzierbar.
Foto: Udo Kreikenbohm/WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der VfL Bochum steht nach der 0:2-Niederlage gegen Hertha BSC Berlin auf dem Abstiegs-Relegationsplatz der 2. Bundesliga. Das führt unweigerlich auch zu Diskussionen um den Trainer. Ist Andreas Bergmann noch der Richtige für den VfL? Reviersport-Redakteur Elmar Redemann sagt: Ja, ein Trainerwechsel wäre das falsche Signal.

Bochum.. Ganz ehrlich, welchem VfL-Fan hat der hilflose Auftritt gegen Hertha BSC keine körperlichen Schmerzen bereitet? Die „Bergmann raus“-Rufe waren mit ein wenig Abstand aber unangebracht. Ein Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt wäre nicht nur das falsche Signal, sondern auch nicht finanzierbar.Was ist denn passiert? Nach zehn Spieltagen trennen den VfL gerade einmal drei Zähler vom Saisonziel einstelliger Tabellenplatz. Klammert man die Partie gegen Berlin aus, eventuell auch Paderborn, dann war der VfL dem Gegner meist mindestens ebenbürtig.

Deshalb: Ein Umbruch funktioniert selten über Nacht. Ist er mit dem Ausfall von Leistungsträgern verbunden, dann kann man ins Straucheln geraten, aber dann muss man nicht gleich den Trainer zum Teufel jagen, sondern vernünftig weiterarbeiten. Die Koller-Entlassung und die Folgen sollten Warnung genug sein.

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