Ein Lichtblick für Podolski

Kaiserslautern..  Wenn Fußballer nach einem schwachen Spiel kritische Fragen erwarten und diese meiden möchten, lassen sie die Journalisten in der so genannten Mixed-Zone einfach links stehen. An Mittwochabend wollte Lukas Podolski im Bauch des Lauterer Fritz-Walter-Stadions jedoch nicht an den Diktiergeräten und TV-Kameras vorbeihuschen. Der 29 Jahre alte Stürmer hatte gerade dem Weltmeister das schmeichelhafte 2:2 gegen Australien gerettet.

Natürlich wurde er anschließend nach der Bedeutung seines 48. Tores für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gefragt. „Jetzt übertreibt nicht“, mischten sich in die als Jubelrede erwarteten Worte des Ur-Kölners kritische Seitenhiebe, „man kann jetzt nicht nach 20 Minuten alles in den Himmel schießen, nachdem es in den letzten Monaten immer in die andere Richtung gegangen ist.“

Mehr Spielzeit im Verein nötig

Auf den vermeintlich immer gut gelaunten Podolski ist in den letzten Monaten viel eingestürzt. Der Wechsel vom FC Arsenal zu Inter Mailand in die Serie A war kein Befreiungsschlag, der „Corriere dello Sport“ nannte den Flügelstürmer jüngst den „schlechtesten Einkauf Inters“. In der Modestadt wird seine Zukunft genauso wenig liegen wie in London. Und um überhaupt noch als Alternative für den Bundestrainer in Betracht zu kommen, muss Podolski sich einen Verein suchen, der ihm regelmäßige Einsatzzeiten garantiert.

Joachim Löw wollte seinem Offensivmann zuletzt keinen Treuebonus mehr ausstellen, der Bundestrainer lobte nun aber: „Obwohl ihn manche offenbar abschreiben wollen, sorgt Lukas bei uns immer für Belebung.“