Ein Hinweis zur Sicherheit

Essen..  Der brutale Überfall von Hooligans auf friedliche St. Pauli-Fans hat Ängste vor dem brisanten Stadt-Derby Mitte September geschürt und das Thema „Gewalt im Fußball“ wieder in den Fokus gerückt. Ein Kommentar.

In nahezu jeder Analyse des anhaltenden Bundesliga-Booms spielt eine Rolle, dass sich die Besucher der Spiele sicher fühlen können, zumal im internationalen Vergleich. Das Hooligan-Problem ist weitgehend gelöst, gewaltsame Ausschreitungen kommen eher in unterklassigen Ligen vor. Niemand muss sich mehr sorgen, wenn er mit Frau und Kind Angst ins Stadion geht.

Vor diesem Hintergrund sind die Nachrichten aus Hamburg ein Schock, wo vermummte Gewalttäter aus dem HSV-Umfeld eine aus Freiburg zurückkehrende Gruppe friedlicher St. Pauli-Anhänger am Altonaer Bahnhof brutal überfielen.

Was dieser Tat im Vergleich zu nicht weniger sinnlosen und verabscheuenswürdigen Schlägereien rund um ein Spiel eine besondere Dimension verleiht: Auf zu befürchtende Randale in sogenannten Risiko-Spielen können sich die Sicherheits-Organe vorbereiten – heimtückische Überfälle wie in Altona setzen dagegen jeder noch so ausgeklügelten Präventivmaßnahme Grenzen.

Wenn die Hamburger Schandtat überhaupt einen positiven Aspekt hat, dann den, dass sie alle Sicherheits-Organe noch einmal für das Risikospiel zwischen den Lokalrivalen sensibilisiert. Außerdem macht sie einmal mehr deutlich, wie wichtig Solidarität unter rivalisierenden Fans und der respektvolle Umgang miteinander ist.

Nur zur Sicherheit der Hinweis, dass am selben Spieltag wie das Hamburger Lokalduell (17.-19. September) auch das Revier-Derby Schalke gegen Dortmund stattfindet ...