Kommentar
Ein Hinweis zur Sicherheit
23.08.2010 | 17:50 Uhr 2010-08-23T17:50:00+0200
Essen. Der brutale Überfall von Hooligans auf friedliche St. Pauli-Fans hat Ängste vor dem brisanten Stadt-Derby Mitte September geschürt und das Thema „Gewalt im Fußball“ wieder in den Fokus gerückt. Ein Kommentar.
In nahezu jeder Analyse des anhaltenden Bundesliga-Booms spielt eine Rolle, dass sich die Besucher der Spiele sicher fühlen können, zumal im internationalen Vergleich. Das Hooligan-Problem ist weitgehend gelöst, gewaltsame Ausschreitungen kommen eher in unterklassigen Ligen vor. Niemand muss sich mehr sorgen, wenn er mit Frau und Kind Angst ins Stadion geht.
Vor diesem Hintergrund sind die Nachrichten aus Hamburg ein Schock, wo vermummte Gewalttäter aus dem HSV-Umfeld eine aus Freiburg zurückkehrende Gruppe friedlicher St. Pauli-Anhänger am Altonaer Bahnhof brutal überfielen.
Was dieser Tat im Vergleich zu nicht weniger sinnlosen und verabscheuenswürdigen Schlägereien rund um ein Spiel eine besondere Dimension verleiht: Auf zu befürchtende Randale in sogenannten Risiko-Spielen können sich die Sicherheits-Organe vorbereiten – heimtückische Überfälle wie in Altona setzen dagegen jeder noch so ausgeklügelten Präventivmaßnahme Grenzen.
Wenn die Hamburger Schandtat überhaupt einen positiven Aspekt hat, dann den, dass sie alle Sicherheits-Organe noch einmal für das Risikospiel zwischen den Lokalrivalen sensibilisiert. Außerdem macht sie einmal mehr deutlich, wie wichtig Solidarität unter rivalisierenden Fans und der respektvolle Umgang miteinander ist.
Nur zur Sicherheit der Hinweis, dass am selben Spieltag wie das Hamburger Lokalduell (17.-19. September) auch das Revier-Derby Schalke gegen Dortmund stattfindet ...
10:31
Lieber Greddy..
Gleiches kann ich anders herum berichten, weil mit Familie selber erlebt mit Borussia Fans auf nem Parkplatz bei Karlsruhe.. unser Fehler auf der Urlaubsreise war einen Schalkeaufkleber auf dem Auto zu haben...
Seit diesem Tag betrete ich kein Fussballstadion mehr, weil es auf allen Seiten zu viele, dumme und, vor allem, gewaltbereite Zuschauer (Fans sind das nicht) gibt!
10:01
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08:57
Guten Morgen Herr Schüssler,
jeden Morgen erscheint derzeit Ihr Kommentar und Ihr Bild in der WAZ Printausgabe.
Gleich., zu welches Thema Sie Stellung nehmen dies ist mir zu viel und in der Sache wieder tendenziös formuliert.
Erst schüren Sie die Rivalität der Reviervereine durch Ihre Ergüsse dann nehmen Sie einen Hamburger Vorfall zum Anlass auf das Derby, welches von der DFL überhaupt noch nicht terminiert ist hinzuweisen.
Was hat die Hamburger Szene, deren Spiel am Freitag mit der Revier Szene, dieses Derby könnte evtl. am Sonntag stattfinden gemein.
Sicher, ist es verwerflich, wenn Hooligans am Bahnhof Anhänger eines Vereins angreifen.
Aber Sie werden durch Ihre Kommentare keinen Beitrag leisten, mitzuhelfen dies zu unterbinden.
Ein guter Chefredakteur zeichnet sich nicht dadurch aus, Zitat Jens Feddersen, dass er täglich einen Kommentar verfasst, sondern das die jeweilige Redaktion sachgerecht und objektiv berichtet. Darauf sollten Sie achten und Ihren Mitarbeitern nicht nur ein Vorbild sein, sondern auch durch Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter dafür Sorge tragen, dass künftig werthaltige Berichte verfasst werden.
08:00
Vor einigen Jahren spielte der FC Bayern auf dem Betzenberg. Auf der Fahrt zum Stadion wurde der Mannschaftsbus mit Flaschen und Steinen beworfen. Vor und nach dem Spiel wurden Bayernspieler von aufgebrachten Fans mit Bier überschüttet und verbal aufs heftigste attackiert. Die haßverrzerten Fratzen waren in der Sportschau zu bewundern. Zum Glück war ein Zaun zwischen Spielern und Fans. Und was schrieb Herr Schüssler am Montag darauf in seinem Kommentar? Er ging nicht auf die verurteilenswerten Aktionen der Fans ein. Diese wurden von ihm mit keinem Wort kritisiert. Stattdessen forderte er den FC Bayern auf, sich einmal die Frage zu stellen, woher diese Abneigung käme. Er legitimierte durch seine Worte die Gewaltaktion der Fans, anstatt diese zu verurteilen und gab dem betroffenen Verein die Schuld. Herr Schüssler sollte daher zum Thema Fußball und Gewalt lieber schweigen. Seine Worte sind nicht sehr glaubwürdig.
07:18
4. Spieltag
Spieltag noch nicht exakt terminiert, Verlegung möglich
LT. Bericht des WAZ Konzern werden kaum Dortmunder in die Veltins Arena kommen, da Preise zu hoch und Service der Anreise zu schlecht ist.
Die Hamburger Polizei wird sicher nicht die Schalker Fangemeinde vor den BVB-Fans schützen, wenn diese, wie in den Vorjahren wieder außerhalb des ARENA Parks auf Kinder und Frauemn losgehen.