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DTB-Präsident von Waldenfels bleibt im Amt

15.11.2009 | 12:46 Uhr

Dr. Georg von Waldenfels bleibt weiter Präsident des Deutschen Tennis Bundes. Der umstrittene Funktionär wurde bei der Mitgliederversammlung in Rostock entlastet.

Das Präsidium des Deutschen Tennis Bundes (DTB) um Präsident Dr. Georg von Waldenfels bleibt nach der 61. DTB-Mitgliederversammlung in Rostock im Amt. Bei der mit Spannung erwarteten Sitzung blieben größere Auseinandersetzungen aus. Das noch bis 2011 gewählte Präsidium wurde einstimmig entlastet, lediglich bei der Entlastung von von Waldenfels gab es zehn Gegenstimmen des Hessischen Tennis Verbandes.

Im Vorfeld hatte insbesondere Dirk Hordorff, der Präsident des Hessischen Tennis Verbandes, harte Kritik an von Waldenfels geübt. "Ich glaube nicht, dass er bis 2011 durchhalten wird", sagte der Coach von Rainer Schüttler Ende Oktober beim Internetportal tennislive.tv. Bei einer internen Sitzung des Bundesauschusses hätten laut Hordorff 65 Prozent der Mitgliederversammlung bekundet, kein Vertrauen mehr ins aktuelle Präsidium zu haben. Auf der Mitgliederversammlung war davon allerdings nichts zu spüren. Zu den Ausführungen von von Waldenfels gab es keinerlei Nachfragen oder Anmerkungen.

DTB 2010 schuldenfrei

Der 65-Jährige erklärte, dass der DTB zum 1. Januar 2010 schuldenfrei sei und erinnerte daran, dass bei seinem Amtsantritt vor zehn Jahren noch 13 Millionen Mark Schulden den Verband drückten. Das Rechnungsjahr 2008 wurde mit einem Minus von 3,27 Millionen Euro abgeschlossen. Dabei schlagen allein die Anwaltskosten für den Prozess mit der ATP um den Status der German Open in Hamburg mit 1,4 Millionen Euro zu Buche.

Mittlerweile hat der DTB wegen der finanziellen Probleme unter anderem das Bundesleistungszentrum in Hannover sowie die Turnierrechte an den German Open der Frauen in Berlin verkauft. Die German Open der Männer am Rothenbaum werden laut von Waldenfels im Juli 2010 durchgeführt werden, das finanzielle Risiko tragen allerdings Turnierdirektor Michael Stich und seine Partner.

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