Drama, Drama, Drama

Essen..  Tränen, Bierduschen, Emotionen: Am 34. Spieltag der 2. Liga sind große Heldengeschichten, aber auch herzzerreißende Dramen programmiert. Der FC Ingolstadt steht als künftiger und damit insgesamt 54. Bundesligist fest, der VfR Aalen muss zurück in die 3. Liga. Ansonsten ist in den letzten Partien am Sonntag (15.30 Uhr) in Sachen Auf- und Abstieg noch alles möglich.

Kampf um den Aufstieg: Obwohl die Darmstädter nur noch 90 Minuten von der Sensation trennen, bleibt das Team von Trainer Dirk Schuster vor dem Duell mit St. Pauli bescheiden. Mittelfeldspieler Hanno Behrens findet: „Wir haben gar keinen Druck. Wir sind Darmstadt 98.“ Mit je einem Punkt Rückstand müssen Karlsruhe (gegen TSV 1860 München) und Kaiserslautern (gegen Meister Ingolstadt) auf einen Ausrutscher der „Lilien“ hoffen.

Kampf gegen den Abstieg: Der FC St. Pauli und Greuther Fürth haben nach ihren Heimsiegen vom Wochenende alles in eigener Hand. Pauli tritt in Darmstadt an, das „Kleeblatt“ spielt bei RB Leipzig, für das es um nichts mehr geht. Unter großem Druck befinden sich der TSV 1860 (36 Punkte), der FSV Frankfurt (36) und Erzgebirge Aue (35). Mit der Partie beim KSC erwartet die „Löwen“, die seit 2004 und damit am längsten von allen Klubs in Serie in der 2. Liga spielen, die wohl schwerste Aufgabe. „Das Lebensgefühl ist angespannt“, sagte TSV-Coach Torsten Fröhling vor dem großen Finale.

Frankfurt reagierte auf die Misere mit einem Trainerwechsel und tauschte Benno Möhlmann gegen Tomas Oral aus. Dieser ließ seine Spieler beim ersten Training durch die Waschanlage einer Tankstelle laufen – und er soll den FSV am Sonntag in Düsseldorf retten.

Auf fremde Hilfe ist Erzgebirge Aue (17.) angewiesen. Trainer Tomislav Stipic ist trotzdem optimistisch: „Wir gewinnen und mindestens einen werden wir noch überholen.“ Aue ist bei Aufsteiger Heidenheim zu Gast. Nur noch durch ein Wunder direkt absteigen kann der SV Sandhausen, der in Bochum spielt. Sportlich bedeutungslos sind damit nur die Paarungen 1. FC Nürnberg gegen VfR Aalen und Union Berlin gegen Eintracht Braunschweig.