Dopingopfer wollte Hartings Ausschluss
19.08.2009 | 12:20 Uhr 2009-08-19T12:20:00+0200
Berlin. Die Verbal-Attacke von Diskus-Mitfavorit Robert Harting auf die deutschen Dopingopfer hatte offenbar einen aktuellen Anlass. Ein führender Vertreter des Vereins der Dopingopfer hatte unmittelbar zuvor den Ausschluss Hartings aus der Nationalmannschaft gefordert.
Die heftige Verbal-Attacke von Diskus-Mitfavorit Robert Harting auf die deutschen Dopingopfer hatte bei der Leichtathletik-WM in Berlin offenbar einen aktuellen Anlass. Laut Jürgen Mallow, Sportdirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), hatte ein führender Vertreter des Vereins der Dopingopfer unmittelbar vor Hartings Äußerungen den Ausschluss des WM-Zweiten von Osaka 2007 aus der Nationalmannschaft gefordert. Damit hätte der Weltranglistenvierte auch in Berlin nicht mehr starten dürfen.
Mallow wollte ansonsten zu der Affäre nicht mehr Stellung nehmen, machte jedoch deutlich, dass er nicht glaube, dass die entstandene Problematik sich auf die sportlichen Chancen des Berliners am Mittwochabend im Diskusfinale auswirke. Er habe ihn beim Frühstück gesehen, zwar nicht mit ihm gesprochen, aber Harting habe sehr viel Zuversicht ausgestrahlt.
Nicht Gerd Jacobs sonder Uwe Trömer forderte Ausschluss
ARD-Doping-Experte Hajo Seppelt stellte am Mittwoch klar, nicht der zuerst genannte Gerd Jacobs sondern der frühere Bahnradsportler Uwe Trömer habe im Deutschlandfunk den Harting-Ausschluss gefordert. "Die Namensverwechslung ist bedauerlich, aber eigentlich ändert es nichts am Sachverhalt", reagierte Mallow auf die von ihm weitergegebene Fehlinformation.
Der frühere DDR-Diskuswerfer Jacobs hatte vergangenes Jahr Hartings Trainer Werner Goldmann der Weitergabe von Dopingmitteln in den achtziger Jahren bezichtigt. Goldmann war daraufhin vom DLV entlassen worden, steht aber vor der Wiedereinstellung. Er betreut Harting bei der WM. Harting hatte nach erfolgreicher Qualifikation für das Finale erklärt: "Wenn der Diskus aufkommt, soll er gleich gegen eine der Brillen springen, die die Dopingopfer hier verteilt haben - damit sie wirklich nichts mehr sehen. Die Leute, die die Sachen vor den Kopf bekommen, sollen sich Gedanken machen."
Harting bedauert Aussage
In einer Erklärung, die der DLV fünf Stunden nach Hartings Attacke über seinen 'Vize' Eike Emrich verbreitete, "bedauerte" der Berliner "seine Aussagen gegenüber Dopingopfern" und bat um Nachsicht, "dass die Anspannung des Qualifikations-Wettkampfes nachwirkte und zu unakzeptablen Äußerungen geführt hatte." Harting will sich am Donnerstag in der DLV-Pressekonferenz äußern. Nach der WM soll ein ausführliches Gespräch mit Harting stattfinden, der schon öfter durch Äußerungen Eklats verursacht hatte.
Entrüstet hatten die Dopingopfer auf Hartings Attacke reagiert. "Das ist ein offizieller Angriff gegen Geschädigte", sagte Andreas Krieger, selbst Dopingopfer: "Wenn so die neuen Helden im deutschen Sport aussehen, ist es um den deutschen Sport schlecht bestellt." Vizeweltmeister Harting zielte auf eine Kampagne der Doping-Opfer-Hilfe-Verein (DOHV). Diese verteilt vor dem Berliner Olympiastadion 25.000 Schutzbrillen, um symbolisch gegen die ihrer Meinung nach zu harmlose deutsche Anti-Doping-Politik zu protestieren. Die Papierbrillen verwehren den Durchblick auf einen vom Doping belasteten Sport.

12:52
Es ist ein Jammer mit diesem Verein. An den Kommentaren merkt man, dass es wenig Verständnis für die sogenannten Dopingopfer gibt. Auch ich kann nicht nachvollziehen, dass diese sich als Opfer bezeichnen. Sie waren wohl eher diejenigen die sich durch unerlaubte Mittel einen Vorteil verschaffen wollten und haben.
Ich war in Berlin und wurde von den Leuten förmlich dazu gezwungen eine Brille zu nehmen. Zu diesen gab es dann noch einen Flyer der Null Hintergrundinformationen enthielt. Auf Fragen bekam man auch keine Aussage mit der man etwas anfangen konnte, da die Studenten die Brillen und Infos verteilten wohl auch nicht so richtig informiert waren. Meine Brille und Infoblatt habe ich ordnungsgemäß vor dem Stadion entsorgt.
Alle die mit diesen Brillen ins Stadion gegangen sind, sollten sich fragen, warum sie eine Karte gekauft haben.
18:31
Hartings Verbalattacke hat ein Nachspiel
Man könnte die Attacke auch Meinung nennen. Aber auch das kennen wir - unter anderem aus der seligen DDR - wer seine Meinung nicht anpasst, mit dem muß eben ein ernstes Wort gesprochen werden. Und wenn er nicht zu Kreuze kriecht (Harting hat man ja fast so weit), dann muss er eben, vielleicht posthum, aus dem Kader,
12:41
Verstehe die Aufregung nicht. Als Hochleistungssportler hatte man in der TäTäRä viele Vorteile. Der größte Teil war gedopt und diese Machenschaften waren allenthalben bekannt. Das es ohne Wissen der Betroffenen ging darf man wohl anzweifeln. Heute zig Jahre späer zu jammern ist nicht gerade glaubwürdig ! Wenn die Mauer nicht gefallen wäre ( Schade, das ? ) spräche kein Mensch in der Ostzone über Doping !!
07:56
Zur Info habe ich einen Beitrag aus Wikipedia kopiert:
Doping-Opfer-Hilfe
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Der Doping-Opfer-Hilfe e.V. ist ein Mitgliedsverband der „Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft UOKG“ e.V. [1] unter ihrem Vorsitzenden Rainer Wagner.
Ursprünglich wurde er im März 1999 gegründet, um Doping-Opfer im Leistungssport, insbesondere des DDR-Sportsystems, zu unterstützen.
Ziele des Vereins sind
* die Unterstützung ehemaliger Leistungssportler, vorwiegend aus der DDR, welche geistige und körperliche Schäden durch die staatlich verordnete und erzwungene Einnahme von Dopingmitteln erlitten haben,
* die Herstellung von Kontakten mit ehemaligen und aktiven Spitzensportlern und deren Kindern,
* Präventionsarbeit, Vorträge in Schulen und Sportvereinen zu Gefahren und Langzeitschäden von leistungssteigernden Mitteln und Nahrungsergänzungsstoffen, durchgeführt von ehemaligen Sportlern und Fachleuten.
Die Doping-Opfer-Hilfe verleiht seit 2000 die Heidi-Krieger-Medaille an Personen, die sich besonders im Kampf gegen Doping im Sport verdient gemacht haben.
Die Frage, ob nicht auch einige dabei waren, die diese Einnahme befürwortet haben, bleibt trotzdem. Und es ist relativ einfach zu sagen, ich bin ein Opfer des kommunistischen Systems.
06:21
@#2: genau das habe ich mich auch gefragt, als ich den Artikel gelesen habe. Was sind Dopingopfer ?
Und wer ist dann der Dopingtäter ?
05:10
wer jemals gedopt hat, hat es auch gewußt und gewollt, nur einige jugendliche sind ohne ihr wissen in der ddr gedopt worden und die die sich heute hinstellen und auf alles, was erfolgreich im sport ist, mit schmutz werfen, sind doch in wirklichkeit missgünstige neider, die trotz doping nicht genug talent hatten, um erfolgreich sein.
eigenartig auch das man ausschliesslich von ddr dopern erfährt, was war eigentlich mit unserer zu tode gedopten 5 kämpferin, birgit dressel, die im freiburger dopigparadies bedient wurde.
23:30
Durch seine Dummen Sätze über Doping-Opfer hat sich der Weltmeister disqualifiziert. Der Satz war nicht dumm sondern entspricht seiner unverbesserlichen Einstellung. Robert Hartings Trainer hat in der DDR Zeit viele Sportler zu Krüppeln gedopt. Diesen Schurken nimmt der Goldjunge mit seinen Äusserungen in Schutz. Die Opfer werden zu Tätern gestempelt oder zu lästigen Zeugen gemacht. Robert Harting hat Gold aber dieser Sieger ist unsportlich und unwürdig! Deutschland muss sich wegen dieser Goldmedaille schämen!
22:42
Ich find das ziemlich interessant:
Allen Radfahrern bei der Tour de France wird von vorne herein unterstellt, dass es klar sein muss das sie wussten das sie gedopt haben - in Deutschland gibt es einen scheinheiligen Verein von Typen, die sich in der Vergangenheit alles geschmissen um ihr mangelhaftes Talent irgendwie auszugleichen und die stellen sich jetzt hin und fordern ... ja was eigentlich? Vergeltung? Strafantrag gegen sich selbst? Oder denken diese Leute wirklich, dass in Deutschland ihnen auch nur EINER glaubt, dass sie nicht wussten, dass sie gedopt haben? Denke die wirklich, dass nur einer in Deutschland diesen angeblichen Opfern die Opferrolle abnimmt?
Daher finde ich die Aussage von Harting auch ziemlich treffend, wenn auch die Worte vielleicht nicht meine gewesen wären.
Aber klar sollte sein: Kein Sportler auf der Welt hat jemals unwissentlich über lange Zeiträume gedopt. Dopingmittel sind schädliche Drogen.
In vielen Sportarten sind immer neue Rekorde notwendig, um überhaupt für die Werbe- und Unterhaltunsindustrie interessante Ergebnisse zu erzielen und damit fette Werbeverträge zu erzielen. Um trotzdem im Konzert der Großen mitzuspielen obwohl kein Talent vorhanden ist wird gedopt - wenn es dann immer noch nicht reicht um die große Kohle zu machen kommt irgendwann das große Erwachen wenn der Körper genau so leer und kaputt ist wie das Konto.
Aber im Ernst: Ich würde mich schämen wenn ich mich in diesem Fall hinstellen würde und einen von Dopingopfer erzählen würde.
Scheint aber immer noch ein paar *********** in der Jorunalie zu geben, die so einen Blödsinn glaubt. Ist ja auch einfacher, einen ehemaligen DDR-Trainer die Systemverantwortung unterzuschieben anstatt mal klar zu sagen: Der Typ der gedopt hat, ist für sich selbst verantwortlich und offenbar ist er nen Schlechtes Männeken der mit seinen Methoden gewaltig auf die Schnüß gefallen ist.
Aber in Deutschland braucht man immer einen Schuldigen zum Fingerpointing - sonst zerbricht das Land offenbar - ganz böse gesagt!
14:50
waren se aber nicht muss es heissen
14:49
Dopingopfer sind die die noch nichts kassiert haben weil se früher das Zeug genommen haben. Die wollten auch mal erfolgreich sein. Waren se aber und jetzt jammern se rum.