Die Löwen blicken hungrig nach Kiel

Leipzig..  Im Liga-Endspurt blicken die Rhein-Neckar Löwen nur noch auf den THW Kiel. „Wir wollen die Kieler nächste Woche ärgern“, sagte Trainer Nikolaj Jacobsen. Acht Tage vor dem Aufeinandertreffen mit dem Titelverteidiger hat der deutsche Vizemeister mit dem 29:24 (17:11) gegen den VfL Gummersbach die Spannung in der Handball-Bundesliga weiter befeuert.

Ein nationaler Titel soll her

Die Löwen wollen endlich ihren ersten nationalen Titel gewinnen. Nach der um zwei Tore verpassten Meisterschaft im Vorjahr haben die Mannheimer in dieser Saison noch zwei Chancen. Im DHB-Pokal-Halbfinale trifft die Mannschaft von Trainer Jacobsen am 9. Mai auf Flensburg. Und in der Bundesliga kommt es bereits am Ostersonntag zum wohl entscheidenden Duell beim THW Kiel. Bis dahin müssen sich die Mannheimer aber noch steigern. Denn nach einem starken Beginn gegen Gummersbach mit der 15:5-Führung (23.) bauten die Löwen ab. „Uns ist es nicht gelungen, unser Spiel durchzuziehen“, monierte Rückraumspieler Kim Ekdahl du Rietz.

Dagegen ist die SG Flensburg-Handewitt aus dem Tritt gekommen. Eine Woche nach dem Achtelfinal-Aus in der Champions League hat das Team von Trainer Ljubomir Vranjes einen unerwarteten Rückschlag im Kampf um die erneute Teilnahme an der Königsklasse erlitten. Der entthronte Champions League-Sieger verlor beim Bergischen HC mit 31:36 (13:14) und muss um den dritten Platz bangen. „Es soll keine Ausrede sein“, meinte Vranjes, „aber es ist schwer, einen Rhythmus in ein System zu bekommen, wenn man wegen mehrerer angeschlagener Spieler nie richtig trainieren kann.“

Im Kampf um einen Europacup-Platz hält Frisch Auf Göppingen den Konkurrenten MT Melsungen vorerst auf Distanz. Der Tabellenfünfte gewann glücklich mit 28:27 (14:13) gegen den TBV Lemgo. Tim Kneule warf den entscheidenden Treffer vier Sekunden vor Schluss. „Ich bin glücklich über die beiden Punkte“, sagte Göppingens Trainer Magnus Andersson.