Die Kraft der feinen Nadelstiche

Iserlohn..  Brent Raedeke, Nick Petersen und Brodie Dupont dürften sich mindestens, na ja, unwohl gefühlt haben. Zwar stauchte Jari Pasanen, Trainer der Iserlohn Roosters, das Trio nicht lautstark zusammen, als er am Montag zur Nachbesprechung der 1:4-Pleite in Straubing bat, doch vor der gesamten Mannschaft erklärte er dem Trio erneut, wie „dumm“ dessen frühe Zeitstrafen gewesen seien. Und dass so etwas im Auswärtsspiel bei der Düsseldorfer EG an diesem Dienstag (19.30 Uhr) nicht wieder passieren dürfte. Denn dieses West-Derby, in dem der Tabellenfünfte den zwei Zähler schlechteren Sechsten empfängt, besitzt Play-off-Charakter.

Während Pasanen (Bild) seine Truppe zum Rapport mit feinen Nadelstichen bat, wartete Manager Karsten Mende am Flughafen in München auf seinen Rückflug. Die Partie in Straubing hatte er auf Grund eines Treffens der Sportlichen Leiter aller Klubs der Deutschen Eishockey Liga nicht live gesehen. „Zum Glück“, sagte Mende süffisant. Allzu hoch wollte der Roosters-Manager das Ergebnis jedoch nicht hängen. Er lenkte den Blick viel mehr auf Düsseldorf, denn mit einem Sieg hätten die Sauerländer die Teilnahme an den Pre-Play-offs gesichert. „Das wäre wirklich klasse“, sagte Mende. Seine Mannschaft könnte dann den Fokus darauf legen, den Platz unter den besten Sechs zu verteidigen und direkt ins Viertelfinale einzuziehen. Oder vielleicht noch einen Angriff auf Rang vier wagen.

„Die DEG ist aber nicht zu unterschätzen“, warnte Mende vor einem Gegner, der sechs Spiele in Folge gewann und mit Tyler Beskorowany über einen starken Torwart verfügt. Dass die Roosters ihre Heimspiele gegen Düsseldorf mit 8:0 und 8:1 gewannen? „Ergebnisse von gestern sind Schall und Rauch“, sagte Mende. Nur die Pleite von Straubing hallt etwas länger nach.

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